Montag, 22. Mai 2023

An S.M. König Karl III von Großbritannien und Nordirland

von Deliberator  Austriacus  


... schrieb Julian Assange einen offenen Brief aus der Insolations- und Auslieferungshaft im königlichen Gefängnis zu Belmarsh — kurz vor der pompösen Veranstaltung der Krönungszeremonie vor wenigen Tagen:
Anlässlich der Krönung meines Lehnsherrn möchte ich Sie herzlich einladen, in Ihrem eigenen Königreich ein besonderes Königreich zu besuchen: das Gefängnis Seiner Majestät in Belmarsh.

Sicherlich erinnern Sie sich an die weisen Worte eines berühmten Dramatikers: «Barm-herzigkeit ist nicht anstrengend. Sie tropft wie der sanfte Regen vom Himmel.»

Aber was wüsste der Barde über Barmherzigkeit angesichts der Bilanz am Morgen Eurer historischen Herrschaft? Schließlich kann man den wahren Wert einer Gesell-schaft daran erkennen, wie sie ihre Gefangenen behandelt, und Euer Königreich hat sich in dieser Hinsicht wahrlich hervorgetan.

Das Gefängnis Belmarsh Eurer Majestät befindet sich an der prestigeträchtigen Adresse One Western Way in London, nur eine kurze Fuchsjagd vom Old Royal Naval College in Greenwich entfernt. Wie reizend muss es sein, dass eine solch angesehene Institution Euren Namen trägt.

Hier im Gefängnis Belmarsh sind 687 Ihrer treuen Untertanen inhaftiert, was das Vereinigte Königreich zum Land mit der größten Gefängnispopulation in Westeuropa macht. Wie Ihre edle Regierung kürzlich erklärte, durchläuft Ihr Königreich derzeit «den größten Ausbau von Gefängnisplätzen seit über einem Jahrhundert». Die kühnen Pro-gnosen Ihrer Regierung erwarten, dass die Gefängnispopulation von heute 82.000 bis in vier Jahren auf 106.000 steigt.

Als politischer Gefangener, der nach dem Wohlgefallen Eurer Majestät im Auftrag eines blamierten ausländischen Souveräns gefangen gehalten wird, ist es mir eine Ehre, in den Mauern dieser erstklassigen Institution zu residieren. Wahrlich, Euer Königreich kennt keine Grenzen.

Mit höchst angebracht kaustischer Ironie entlarvt Julian Assange die heuchlerische Verlogenheit des ach-so-demokratischen, ach-so-rechtsstaatlichen »Werte-Westens«. 

Dass der frisch gekröne Monarch durch diesen offenen Brief auch nur im Geringsten zum Überdenken seiner Standpunkte bewogen werden könnte, ist vergebliche Hoffnung; Assange wird auch nicht damit rechnen.

Ein Monarch, der einer der engangiertesten Verfechter aller globalistischen Unterdrückungsprojekte ist, die er im Gleichschritt mit dem WEF (und ähnlichen Vereinigungen organisierter Kriminalität) durchziehen will, hat sicher keine Gewissensbisse wegen menschenverachtenden Unrechts, sondern fühlt sich als zu solchen Aktionen gegenüber seinen »Untertanen« berechtigt, denn er gehört als einer der »Guten« ja zu den Auserwählten dieses Planeten, die dem tumben Volk zeigen, wo's lang geht. Wie der Gründer des LePenseurs-Blogs in vergleichbaren Fällen schon öfters schrieb:

Ecrasez l'infâme!


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