Freitag, 10. Juli 2026
Donnerstag, 9. Juli 2026
Zwei Tage später
Vor siebzig Jahren starb der Schriftsteller Gottfried Benn. Sein Leben ist hundertmal erzählt worden und rasch skizziert:Geburt 1886 in Mansfeld / Westprignitz als Sohn eines evangelischen Pfarrers, 1903 Abitur in Frankfurt / Oder, 1910 Abschluß des Medizin-Studiums in Berlin, 1912 Promotion zum Dr. med.; im selben Jahr Veröffentlichung des ersten Gedichtbands: Morgue.
Als Oberarzt 1915 im Militärgouvernement Brüssel, im selben Jahr Geburt der einzigen Tochter; 1917 als dienstuntauglich entlassen, 1922 Tod der ersten Frau; bis 1935 Arbeit als Arzt in Berlin, daneben Lyrik, Prosa und Essayistik [...]
Danke für die Wiedervorlage! Vor 20 Jahren wurden/konnten solche Artikel noch ohne große Echokammer, Resonzanzraum bis in eine parlamentarische Großpartei hinein geschrieben werden oder das irgendwer eine Assoziation zu einer Partei daraus hätte ziehen können, da es noch Kulturarbeit war, ohne dass eine Partei existierte (ging damals also auch prima ohne).
Wie auch immer: Was Leute wie Benn, die immer die Dekadenz bei anderen treffsicher spührten, nicht bemerkten ist, dass sie selber Produkt einer Dekadenz sind. Das intelligente Menschen mit guten Blick sich schnell von den Nazis abwandten, liegt vermutlich auch darin, dass es dann doch keine große Revolution war, sondern schnell im Spießbürgertum, im Verwaltungsakt, im Beamtentum, im sich unter den Nagel reißen von Eigentum anderer, in Herrenzimmer aus Eiche und mit Bildern vom röhrendem Hirsch, schweren Marmor-Aschenbechern etc. endete. Wo ist das bleibend Schöne, welches nie fehlen darf, wenn man Schillers ästethische Erziehung des Menschengeschlechts, heranzieht?
Censorship By Algorithm
Keir Starmer’s/Andy Burnham’s Government is set to control the YouTube algorithm by LAW stipulating that they must push “APPROVED CONTENT” to UK Citizens
And independent voices who criticise the government will be pushed to the back of the queue making it harder for people to find
YouTube has acknowledged this is happening
(Hier weiterlesen)
Mittwoch, 8. Juli 2026
Dmitri Peskow spricht mit der Weltwoche zu Eskalationsgefahren des Ukraine-Konflikts
@Alexander_Scherbakov_ViolinistWer an der Absurdität und Härte der aktuellen Kulturpolitik zweifelt, sollte sich die Geschichte von Vladimir Spivakov und dem Festival im französischen Colmar ansehen. Sie zeigt perfekt, wie unfair und scheinheilig dieser blinde Boykott ist:
Spivakov hatte dieses renommierte Festival über 33 Jahre lang (!) aus dem Nichts aufgebaut und zu internationalem Weltruhm geführt. Direkt nach Kriegsbeginn 2022 bezog er öffentlich Stellung und unterzeichnete eine Petition FÜR den Frieden. Die Reaktion? Die Stadtverwaltung setzte ihn praktisch über Nacht vor die Tür, strich seine Konzerte und ersetzte ihn eiskalt durch einen französischen Dirigenten.
Keine Russophobie?
Reine Sippenhaft statt Differenzierung: Spivakov hat sich für den Frieden ausgesprochen. Ihn trotzdem, ohne zu zwinkern zu feuern beweist, dass es den Verantwortlichen gar nicht um die tatsächliche Gesinnung geht, sondern nur um den Pass. Wenn selbst Friedensstifter gecancelt werden, ist das reine Willkür.
Null Respekt vor der Lebensleistung: Einen Jahrhundertkünstler nach über drei Jahrzehnten treuer Dienste per einfacher Pressemitteilung wie einen unliebsamen Angestellten zu verjagen, ist menschlich und künstlerisch absolut unwürdig.
Wenn wir die Musik – die eigentlich die letzte Brücke für den Dialog sein sollte – für billigen politischen Aktionismus opfern, zerstören die Europäer die eigenen Werte von Freiheit und Offenheit. Ein unfassbar unfaires Kapitel europäischer Kulturgeschichte! Danke Herr Köppel, dass Sie dies täglich ans Licht bringen!
Zum Thema "Realpolitik" ...
Überwiegend selbstsüchtige, korrupte und beschränkte Politiker führen Regie.
Dienstag, 7. Juli 2026
Enthauptungsschlag?
Ich habe gerade den größten Trauerzug der Geschichte besucht, bei dem Millionen um Sayyed Ali Khamenei trauerten, den iranischen Führer, der von der US-israelischen Koalition zusammen mit Mitgliedern seiner Familie ermordet wurde.
Es ist praktisch unmöglich zu verstehen, wie diese Szene ist oder was sie bedeutet, es sei denn, man ist hier. Ich habe Menschen aus aller Welt getroffen, die gekommen sind, um ihre Ehrerbietung zu erweisen, darunter viele aus dem Westen. Die hereinströmenden Massen sind endlos und werden in der Nacht größer und intensiver.
Vom Teheraner Mosala aus gibt es empörte Rufe nach Rache, Ausdrücke von Trauer und Trotz, Proteste, Lieder und Marathonvorführungen von Poesie. Diese Trauertage werden zu einem der resonantesten Momente in der Geschichte der antiimperialistischen Bewegungen werden.
Jeder, mit dem ich gesprochen habe, glaubt, dass der Krieg bald nach Iran zurückkehren wird, und niemand vertraut dem MOU mit den USA. Aber sie sind zuversichtlich, dass ihr Land einen weiteren Angriff abwehren kann. Sie sehen die Mobilisierung ihrer eigenen Bürger als integralen Bestandteil des Überlebens Irans.
Wenn die Ermordung Khameneis darauf abzielte, einen Regimewechsel anzustoßen, zeigt seine Beerdigung, wie sehr es nach hinten losgegangen ist. Und das Verbrechen könnte auf Weisen zurückschlagen, die seine historisch leseunfähigen Urheber sich nie hätten vorstellen können.
Was wir im Mosala erleben, festigt die Islamische Republik und ihre revolutionäre Gesellschaft als politische Realität, die durch Regimewechselkriege oder Sanktionen nicht ausgelöscht werden kann. Dies ist ein Wendepunkt in der Region, der eine Generation lang nachhallen wird.
Ach ja, und heute vor 90 Jahren
Heute vor 120 Jahren
Montag, 6. Juli 2026
Commodore (retd.) Steve Jermy : Warning! NATO Can't Win a War with Russia
Nachrichten aus dem Sportpalast
EuGH setzt Privatpersonen, die Inhalte von RT Deutsch weiter-verbreiten, drakonischen Strafen aus5. 07. 2026 | Mit einem Urteil vom 2. Juli hat sich der Europäische Gerichtshof (EuGH) zur Partei in einem Propagandakrieg gemacht. Ohne die Konsequenzen für das Grundrecht der Meinungs- und Informationsfreiheit zu prüfen, hat er geurteilt, dass Privatpersonen, die einmalig, ohne kommerzielles Interesse und ohne ausländische Einflussnahme korrekte Inhalte von EU-sanktionierten Medien weiterverbreiten, Straftäter sind.
Das setzt in EUropa neue Maßstäbe: Nazi-Maßstäbe (oder wenn einem das lieber ist: Nordkorea-Maßstäbe) der Meinungsfreiheit. Und es ist exakt das, was zu Nazizeiten im Zweiten Weltkrieg das "Hören von Feindsendern" und die "Verbreitung von Feindpropaganda" war: unter drakonische Strafdrohungen gestellt.
Kleiner, aber entscheidender Unterschied: Nazi-Deutschland befand sich damals im Krieg. Die EU hingegen behauptet wenigstens, sich nicht im Krieg zu befinden....
Norbert Haering hat völlig recht, wenn er resümiert:
Indem der EuGH
- die maximale Wirksamkeit von Sanktionen gegen Russland zur alleinigen Richtschnur seines Urteils macht,
- dafür die Bedeutung für die Meinungs- und Informationsfreiheit gänzlich ausblendet
- und die Definition der Verpflichteten weit über den Kreis derer hinaus ausdehnt, die nach Einschätzung der EU-Kommission vom einschlägigen Paragrafen der Sank-tionsverordnung gemeint sind,
agiert er wie eine Partei im Propagandakrieg von NATO und EU mit Russland und nicht wie eine unabhängige Instanz der Rechtsprechung, die unparteiisch EU-Recht anwendet und dabei mit-einander in Konflikt stehende Rechte und Rechtsgrundsätze angemessen zum Ausgleich bringt. Solche oberste Richter sind eine Schande für die EU und verursachen mehr Schaden durch Delegitimierung als es RT Deutsch je könnte.
Was der EUGH (keineswegs erstmals, sondern seit Jahren vielmehr regelmäßig!) betreibt, hier freilich in ganz besonders ekelerregender Unverschämtheit, kann nur mit dem Wort
JUSTIZPUTSCH
Prof. John Mearsheimer : The End of Russian Restraint & New U.S. Grand Strategy
Sonntag, 5. Juli 2026
Zum Thema der 66 verschiedenen Geschlechter
https://www.die-tagespost.de/kirche/aktuell/zwei-drittel-halten-lgbtq-flaggen-an-kirche...
Dazu mal was ganz Vernünftiges, von Lina Jacobsen:
Ich bin eine Frau ohne Klöten*).
Das ist keine Beleidigung, das ist einfach Biologie.
Meine Knochen sind leichter, meine Muskeln anders gebaut, mein Körper
kennt den Rhythmus von Eizelle und Monat, den Preis, den jede Generation
mit Blut bezahlt.
Ich sehe Männer, die sich Frau nennen,
mit breiten Schultern, tiefer Stimme und dem Vorteil von Testosteron,
der selbst nach Jahren der Hormone noch in den Knochen steckt.
Sie gewinnen Wettkämpfe, zerbrechen Rekorde,
die Frauen jahrzehntelang unter fairen Bedingungen aufgestellt haben.
Es ist keine Bosheit, es ist Physik.
Ich will keinen Hass. Ich will nur den Raum, den mein Körper seit Jahrtausenden kennt...
die Umkleide, in der ich mich sicher ausziehen kann,nicht mit jemanden der noch die Kraft und das Geschlecht eines Mannes trägt.
Die Statistiken sind nüchtern...männliche Straftäter, die sich als Frauen deklarieren,
sind in Frauengefängnissen kein seltenes Thema mehr.
Ich bin die Frau ohne Klöten. Ich brauche keine, um Frau zu sein.
Sie haben noch welche ...und genau das macht den Unterschied aus,
den man nicht wegreden, wegoperieren oder umbenennen kann.
Chromosomen lügen nicht. Skelette lügen nicht.
Die Leistungskurven von Männern und Frauen trennen sich nach der Pubertät deutlich.
Ich bin müde von der Forderung,
meine Wahrnehmung und meinen Schutz aufzugeben,
damit andere sich in ihrer Identität bestätigt fühlen.
Frau Sein ist kein Gefühl. Es ist eine materielle Realität ...
mit Stärken und Verwundbarkeiten, die man nicht einfach neu erfinden kann.
Ich bin eine Frau ohne Klöten.
Und ich stehe dafür ein, dass das etwas bedeutet.
Nicht aus Hass,Sondern weil Ehrlichkeit der einzige Weg ist,
auf dem wir einander wirklich respektieren können.
Selten habe ich so eine klare Definition gelesen, und es beeindruckt mich.
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*) Für diejenigen, die gewisse Ausdrücke nördlich der Weißwurstgrenze nicht kennen: Man bezeichnet damit die Hoden.
Heute vor 105 Jahren
Er war von 1811 bis 1816 Gouverneur des vorübergehend britisch beherrschten Java und von 1818 bis 1824 Gouverneur von Bengcoolen. In dieser Funktion gründete er 1819 eine britische Handelsniederlassung in Singapur und initiierte 1822 einen Stadtentwicklungsplan, womit er den Grundstein für das moderne Singapur legte.








