Dienstag, 17. März 2026

Heute vor 100 Jahren

von LePenseur
 
 
... wurde in Lyk in Ostpreußen der deutsche Schriftsteller Siegfried Lenz geboren. Zweifellos ein einflußreicher Protagonist der (west-)deutschen Literaturszene seit den 1950er-Jahren, mit einigen Werken in den Kanon der Schullektüre aufgenommen wie Heinrich Böll (im Gegensatz zu diesem aber nicht "nobelitiert", obwohl er es m.E. berechtigter verdient hätte...).
 
Ein Könner zweifellos (auch wenn ihm manche Kritiker vorwarfen, etwas  "altmodisch" zu schreiben, da seine Erzählweise eher an den Autoren des 19. Jahrhunderts geschult war). Und doch gestehe ich offen: trotz mehrerer Versuche, ihn für mich zu "entdecken", bereicherten diese dann eher meine Bibliotheksregale, als mich persönlich. 
 
Mich störte der häufig mitschwingende "pädagogische" Unterton: wenn ich Romane oder Erzählungen lese, will ich vor allem berührt, gepackt, vielleicht sogar ergriffen sein — belehrt hingegen nur selten. Und schon gar nicht auf jene "pädagogische" Art, wie sie etwa sein Roman Deutschstunde exemplarisch vermittelt.
 
Seine masurischen Geschichten  So zärtlich war Suleyken hingegen mochte ich auf Anhieb (und blättere in ihnen noch heute gerne). Und so ersuche ich um Nachsicht seitens jener meiner Leser, die Lenz-Fans sind, daß mein Gedenkartikel (zugegeben: auch wegen der momentanen Wirrungen der Weltpolitik, die zu verfolgen wenig Muße zu geistigeren Dingen läßt) doch etwas lapidar ausgefallen ist. Siegfried Lenz hätte sicher eine eingehendere Würdigung verdient ... und zwar ganz gleich, wie man zu seinen politisch-weltanschaulichen Ansichten steht (etwaige Trolle, die sich um meine libertäre Identität zu sorgen beginnen, brauchen erst gar nicht in die Tastatur zu greifen — derlei Unsinn wird vom Admin einfach gelöscht).
 
Um es aus meiner Sicht auf den Punkt zu bringen: ein bedeutender Schriftsteller wurde vor hundert Jahren geboren, den zu lesen sich lohnt und dessen Name sicherlich noch weitere Jahrzehnte in der deutschen Literatur Geltung haben wird. 
 
Und auf was mehr kann ein Schriftsteller denn schon hoffen, als auf jenes: Exegi monumentum aere perennius ...
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Forums-Trolle, die die Kommentarfunktion zugemüllt hatten, machten die Moderation von Kommentaren nötig. Da der Blogbetreiber weder Zeit noch Lust hat, ständig den Blog zu beobachten, können bisweilen auch mehrere Tage vergehen, bevor ein Kommentarposting freigeschaltet wird. Bitte um Verständnis.

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die gem. DSGVO notwendige Zustimmung, daß dieser im Falle seiner Freischaltung auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger«-Software vorgegeben ist weiters, daß Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie sie bekanntgeben, gespeichert wird. Dasselbe gilt für für Meldung als »Follower« u. dergl. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars begehren, können Sie dies unter Angabe des bezughabenden Artikels, sowie von Datum und Uhrzeit ihres Kommentars tun. Ihr Kommentar wird dann innerhalb einer dem Blogbetreiber zumutbaren Zeit gelöscht wird (auch dies kann mehrere Tage dauern).

Ob etwaige Daten eines Kommentators (IP-Adresse etc.) von der »Blogger«-Software automatisch gespeichert und/oder weiterverarbeitet werden, entzieht sich der Kenntnis des Blogbetreibers, ist von diesem aber weder beeinflußbar noch kontrollierbar. Zu diesem Fragen wenden Sie sich bitte an:

https://www.google.de/contact/impressum.html

Hier finden Sie auch einen Hinweis zur »Datenschutzerklärung«:

https://policies.google.com/privacy?hl=de

Auf diesem Blog herrscht auch hinsichtlich der Kommentare weitestgehende Redefreiheit. Gelöscht werden jedoch Kommentare
1. durch deren Stehenlassen sich der Blogbetreiber strafrechtlichen Sanktionen aussetzen würde;
2. die dazu dienen, diesen Blog öffentlich zu diskreditieren;
3. Werbeeinschaltungen (auch in Form von Schleichwerbung);
4. persönliche Beleidigungen und ähnliches (bitte argumentieren Sie möglichst sachlich).
5. weiters können Kommentare, die ohne oder nur geringen inhaltlichen Zusammenhang mit dem Artikel oder dem daran schließenden Kommentarverlauf gepostet werden (»off topic«) — evtl. nach Abwägung der Informationsinteressen im freien Ermessen des Blogbetreibers — durch den Administrator gelöscht werden.

Wem das nicht frei genug ist, dem sei dringend geraten, seinen eigenen Blog zu eröffnen.