Donnerstag, 26. März 2026

Mad Max auf Speed

 
Hier ein etwas anderer und keineswegs beruhigend stimmender Blickwinkel auf die aktuellen Ereignisse und Protagonisten (respektive Marionetten — je nachdem man es betrachtet ...), in einem 
 
 
Gastkommentar
von Revoluzzer
 
 
Welchen Kriegszielen entspricht die Kriegsstrategie der USA? Es wird die langfristige globale Strategie der USA implementiert. Gnadenlos. Vollständig kohärent.
 
Der Iran soll brennen, um vielleicht doch noch CN und RU besiegen zu können. Wenn der Golf gleich mitbrennt?  Ist schlecht für: 
1. China und Ostasien, 
2. Europa.

Den Golfstaaten bleibt nur noch eine Option: An der Seite des Staates, der sie zerstört, in den Krieg zu ziehen mit der aussichtslosen Hoffnung auf einen schnellen Sieg. Heloten für das Imperium. Kanonenfutter für den Bodenkrieg.

Alles gut für die USA. Dollar long. Industrie up. Dow Jones up. Einfach weil alles und alle in die USA flüchten werden.

Bomb, bomb, bomb! Bomb the shit out of them. Wenn alles brennt, nur die USA nicht (und RU), dann gilt: Die USA sind wieder die Größten. Der Herr über eine brennende Welt. MAGA, nur ein wenig anders, als allgemein gedacht.

Die USA verfolgen brutalste Imperialpolitik (war schon immer so). Den Iran zu vernichten dient beiden: der US-Strategie und den Großisraeliten. Man kann es eine wechselseitige Instrumentalisierung nennen. Der Eroberungsfaktor liegt tief in beider Kultur. Was den einen die Indianer, das den anderen die Araber.

Der Unterschied ist: Israel ohne die USA könnte gar nichts. Israel ist der Schwanz mit dem der Hund USA wedelt! Der Rauchvorhang, um brutaleste Machtpolitik verbergen und legitimieren zu können. Israel wird benutzt wie ein Wischmop. Wenn es gut geht, wird es belohnt, wenn nicht,... Wobei das Gerede von "regionaler Supermacht" totaler Schwachsinn ist. Israel ist, war und wird immer nur der Schwanz der USA sein. 

Die USA können alles (versuchen), die brauchen Israel nur zur Flankierung. Und Israel spielt da mit seiner Existenzberechtigungskarte.

Der Cowboy macht, was er will. Der lässt sich nichts von einem Rabbi vorschreiben. Es ist einfach wichtig zu sehen, dass die USA aus innerem Antrieb handeln. Dieses Gerede von Trump, Netanyahu, Epstein, Gedöns, Gedöns, Schauspiel und Ablenkung, lenkt vom Wesentlichen ab: den knallharten Geostrategien. 

Wer Frieden will, muss das sehen. Persönlich glaube ich daher, dass Frieden unmöglich ist. Die Interessen prallen knallhart aufeinander. Es muss ausgekämpft werden. Eine Seite wird gewinnen, eine verlieren. 

Wer auf die Personen und Verschwörungen fokussiert, wiegt sich in falscher Hoffnung, man könnte Frieden durch Transparenz oder Austausch von Personen erzielen. Und darauf muss man sich einrichten (nicht dass man als Normalo viel machen kann, aber wenigstens mental). 

Folge: Jahrelanger Krieg. Bombardierungen. Irgendwann Bürgerkrieg, Syrienszenario. Ziel ist nicht das Besiegen des Iran, sondern seine Irrelevanz. Wer dann über die Trümmer herrscht? Wen schert das.

Wie es ausgeht? Wissen wir nicht. Ich würde mein Geld auf den Ostblock setzen.

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P.S.: Ich zweifle daran, dass die USA friedensfähig sind. Der Cowboy müsste zum Farmer werden. Das widerspricht aber so ganz dem Selbstbild. Interessant ist der Unterschied zur UdSSR. Mir will scheinen, dass das Selbstbild der UdSSR bei aller Grausamkeit im Handeln im Kern friedensorientiert war. 

Ich glaube, dass im Niedergang dieser tiefe kulturelle Charakter entscheidend dafür ist, ob ein Imperium in Gewalt untergeht oder sich friedlich auflöst. Übrigens zeigt sich das auch im Charakter der Briten als Händler und Pragmatiker bei der Auflösung ihres Weltreiches.

 
P.P.S.: Wir Deutschen als Systematiker höchsten Grades kennen nur den totalen Sieg oder den totalen Untergang, mindestens seit dem 30jährigern Krieg. 

Ring der Nibelungen. Hagen von Tronje und Siegfried. Die urdeutschen Typen ... Man muss wohl froh sein, dass wir nie ein Welthegemon geworden sind!

 
P.P.P.S.: Wenn ich so darüber nachdenke, würde der Einsatz von Atomwaffen dem Ganzen erst so den richtigen Schwung geben, eine panikartige Fluchtbewegung in die USA und den USD auslösen ...
 

6 Kommentare:

  1. Hallo,

    bei allem Respekt:
    Der Wunsch, ausgerechnet den Iran als Saubermann hinzustellen, ist schon deutlich erkennbar. Und ein sehr lächerlicher Wunsch ist es.

    Echte Interessenkonflikte verschwinden nicht, wenn Personen ausgetauscht werden. Das ist ein simpler Fakt.

    >. Interessant ist der Unterschied zur UdSSR. Mir will scheinen, dass das Selbstbild der UdSSR bei aller Grausamkeit im Handeln im Kern friedensorientiert war.

    Ich habe selten so herzhaft gelacht, ehrlich.
    Die UdSSR hat de Frieden als Propagandainstrument benutzt. Insbesondere war den Genossen daran gelegen, dass der westen einseitig abrüstet, um dann die Erdherrschaft zu erringen.
    Während die Völerrechtler im Westen das unbedingte Friedensgebot predigten, lehren die Sowjets eine Lehre des gerechten Krieges: Den anti-kolonialistischen Befreiungskrieg. Wie man moralisch dazu steht ist das eine, aber wenn man eine Form des Kriegs für legitim hält, versteht es sich von selbst, dass man kein Pazifist ist.
    Genausowenig wie jemand, der nur Hähnchen isst, nicht zum Vegetrier mutiert, nur weil zufällig nur Schweine- und Rinderwurst da ist.

    >Übrigens zeigt sich das auch im Charakter der Briten als Händler und Pragmatiker bei der Auflösung ihres Weltreiches.

    Den Briten blieb schlicht und ergreifend keine Wahl.
    Man hätte das Emprire halten können, aber nur um den Preis, zugleich die Amerikaner als auch die Russen gegen sich aufzubringen, sowie einen gewisen Teil der eigenen "progressiven" Leute.

    >Wir Deutschen als Systematiker höchsten Grades kennen nur den totalen Sieg oder den totalen Untergang, mindestens seit dem 30jährigern Krieg.

    Diese Aussage wird der Komplexität der Geschichte nicht gerecht.
    Es trifft aber einen wahren Kern. Die deutsche Gesellschaft hat einen tief verwurzelten Glauben an Recht und Ordnung. An eine Form von Politik als Gerichtsstand.
    Wie die Geschichte gezeigt hat, handelt es sich dabei offenbar um einen Irrweg. Andere Länder sind mehr pragmatisch oder machtpolitisch vorgegangen.
    Russland setzt seit je her auf gröbere, militärische Macht und die Amerikaner sind davon überzeugt, dass sie die Ausnahme sind, die eine neue Epoche der Geschichte einleitet, mit er die alten historische Verhältnisse ein für alle mal ERLEDIGT sind.

    >Wenn ich so darüber nachdenke, würde der Einsatz von Atomwaffen dem Ganzen erst so den richtigen Schwung geben, eine panikartige Fluchtbewegung in die USA und den USD auslösen ...

    Gemach, gemacht!

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    1. Das British Empire war militärisch und politisch spätestens mit der Suez Krise am Ende. Ökonomisch bereits durch die beiden Weltkriege und den daraus resultierenden Staatsschulden.
      Allerdings hat man das Kolonialreich durch das Finanzimperium der City of London ersetzt. Mitunter als Second Empire bezeichnet.
      Aber auch das nähert sich langsam seinem Ende.

      https://www.youtube.com/watch?v=np_ylvc8Zj8

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    2. Das mit dem Finanzimperium aus London ist ein guter Punkt. Ob es sich dabei um einen Vorteil oder um einen Nachteil handelt, ist natürlich immer die Frage.
      Die Finanzen und die Möglichkeiten daraus hätten wir gerne auch, z. B. in Mainhatten. Ob das allerdings im Einzelfall vorteilhaft ist?

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  2. >Der Wunsch, ausgerechnet den Iran als Saubermann hinzustellen, ist schon deutlich erkennbar.<

    Wo liest du das im Artikel? Oder liest du das nur in den Artikel hinein? Und außerdem: im Vergleich zu USA und ihren unzähligen Verbrechen gegen andere Staaten und Völker ist der Iran noch Meister Proper in Person!

    >Die UdSSR hat de Frieden als Propagandainstrument benutzt. Insbesondere war den Genossen daran gelegen, dass der westen einseitig abrüstet, um dann die Erdherrschaft zu erringen.<

    Unrichtig: in allen Waffenkontrollverträgen, Rüstungsbegrenzungeverträgen etc. war die GEGENSEITIGKEIT festgeschrieben.

    Und wer ist aus allen diesen Verträgen nach dem Zerfall der UdSSR zuerst ausgestiegen? IMMER nur die USA!

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    1. (((Unsere guten Freunde))) verlegen ihr INOFFIZIELLES Hauptquartier nach China ( so wurde es diskutiert). Man kabbelt sich nun ein wenig darum, ob die USA ganz platt gemacht werden, oder fürderhin, sehr viel kleinere Brötchen backend, weitermachen dürfen.

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    2. Ob "((Unsere guten Freunde))" mit den Chinesen auch "gute Freunde" sein werden, kann man mit gutem Recht bezweifeln. Das wird sicher spannend ...

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