Sonntag, 6. September 2026

Gerald Grosz: Mr. Merz, it's over.

von LePenseur
 
 
Eine Mahnung aus Österreich. Für Deutschland natürlich egal, rein rechtlich gesehen. Aber Mahnungen sind dies eigentlich immer. Erst wenn der Exekutor*) kommt, wird's wirklich ernst.
 
 
Bei Merz, dem "scheinkonservativen Maulhelden", wie ihn Grosz benennt,  könnte das früher sein, als er heute vielleicht glaubt ...
 
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*) um allfällige Mißverständnisse bei Piefkes gleich auszumerzen: "Exekutor" ist in Österreich die geläufige Bezeichnung für den Gerichtsvollzieher. 
 

14 Kommentare:

  1. ... ein wackliges All-Parteienbündnis aus CDU und den drei linken Parteien, einschließlich der SED-Nachfolgerin, die weit unter den Erwartungen blieb, eine derartige Pervertierung der Demokratie darstellen würde, dass dies selbst angesichts der heutigen Zustände in Deutschland nur schwer vorstellbar wäre.
    Gerhard Polt: Doch, das geht. Was gilt's? (Hiob 1.11)

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  2. Absolute Zustimmung! Mit einer kleinen, aber relevanten Kritik: Merz ist kein Scheinkonservativer. Er ist ein Konservativer, wie er im Buche steht: USA-hörig, Großkapital-hörig, aggressiv antirussisch. So waren sie immer, die „Konservativen“. Weshalb sie zu Recht Cuckservative genannt zu werden verdienen. Mit denen ist kein Staat, sondern nur Untergang zu machen. Das Wahlergebnis zeigt das ja.,

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    1. Cher (chère?) Anonym v. 06 September, 2026 23:46

      So waren sie immer, die „Konservativen“.

      Stimmt, die „Konservativen“ waren immer so. Nicht jedoch die Konservativen.

      Ich darf mich - ausweislich der Beurteilung aller meiner näheren Bekannten und auch in meiner Selbstsicht - als Konservativen bezeichnen, und zwar: wie er im Buch steht. Ich bin weder USA-hörig, noch Großkapital-hörig, noch aggressiv antirussisch. Auch dem von mir sehr geschätzten (und öfters mit seinen fulminanten Reden zitierten), leider viel zu früh verstorbenen FPÖ-Abgeordneten und Bundesrat Dr. Johannes Hübner, den ich ebenso als Konservativen, wie er im Buch steht, erlebt habe, ist nichts von Ihren angeblichen Kriterien nachzusagen

      Das, was Sie als "Cuckservative" bezeichnen (und damit selbst zu erkennen geben, daß es sich eben nicht um wirkliche Konservative handelt!) nennt Grosz halt "Scheinkonservativ". Beide Bezeichnungen meinen im Grunde dasselbe:
      "Cuck" Modern slang: A derogatory label for a man perceived as weak or submissive.
      Political slang: An insult aimed at someone portrayed as politically weak or overly compromising.

      definiert eine Website diese Slang-Bezeichnung recht treffend. Also genau das, was Grosz eben als scheinkonservativ bezeichnet.

      Lassen wir also den fruchtlosen Streit um Worte ...

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  3. Für mich ist der geschätzte Le Penseur gerade KEIN "Konservativer", sondern ein authentischer Libertärer!
    Seine angestrengt rüberkommende Unterscheidung zwischen vermeintlich "echten Konservativen" und "Cuckservativen" wirkt eher sophistisch...

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    1. Cher (chère?) Anonym,

      was an meiner Unterscheidung "angestrengt rüberkommend" sein soll, erschließt sich mir nicht ganz.

      Konservativismus ist keine monolithische Ideologie, sondern ist gerade im Gegenteil dadurch gekennzeichnet, im Grunde keine Ideologie zu sein, sondern ein recht pragmatischer Ansatz, daß man etwas, was funktioniert hat und immer noch funktioniert, nicht leichtfertig gegen eine frisch erdachte "eierlegende Wollmilchsau", also eine Neuerung, die angeblich (aber eben noch nicht time tested!) viel, viel besser funktionieren soll, austauschen soll. Geben Sie dazu eine gesunde Portion Skepsis gegenüber neu auftretenden Heilsbringern - eh voilà, der Konservative steht in Reinkultur vor Ihnen.

      In der Realität ist jeder Konservativismus natürlich eingebettet in eine Gemengelage mit anderen Annahmen und Überzeugungen. Zwischen einem Thron&Altar-Konservativen und mir wären jede Menge Unterschiede festzustellen.

      Und dann gibt es natürlicheben auch den Scheinkonservativen, der eigentlich nur ein Opportunist ist, der sich's im real existierenden Machtapparat gutgehen läßt (solange man ihn läßt!) ... aber der ist eben nur scheinkonservativ ... so, wie es auch bloß Scheinliberale (die in Wahrheit Totalitaristen übelster Sorte sind) gibt, etc.

      Das alles einzuebnen mit der Behauptung, jeder Konservative wäre ein Cuckservative, ist einfach unredlich! Geben Sie doch einfach zu: "Ich kann Konservative nicht verknusen. Warum auch immer, egal: ich mag sie einfach nicht!" Das wäre ehrlicher.

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  4. Der Konservative will bewahren, das sagt der Blogchef richtig. Der Libertäre will nicht bewahren, sondern die „Disruption“, wie ein libertärer Modebegriff lautet. Da würde ich den werten Penseur allerdings eher auf Seiten der Libertären sehen.

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    1. Und woraus erschließn Sie, daß ich „Disruption“ anstrebe? Nun, gewiß! Wenn es um die Disruption von Korruptionsnetzwerken geht, um eine Disruption der von Strippenziehern im Hintergrund finanzierten (d.h. in Wahrheit auf unsere Kosten finanzierten) und propagandistisch inszenierten Demokratie-Simulation, die uns als "Demokratie" verklickert wird (Danke! Verarschen können wir uns selber ...). Ja, darüber kann man reden.

      Aber eine Dispution einer natürlichen Rechts- und Eigentumsordnung käme für mich nur hinsichtlich von klaren Fehlentwicklungen (überbordender Sozialstaat, ineffektive Bürokratiemonster etc.) in Frage. Aber sonst bin ich sehr wohl für eine Beibehaltung bewährter Vorgänge und insoferne eindeutig konservativ.

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  5. Die Libertären wollen lediglich möglichst viele der staatlichlichen "Staatsknete"-Parasiten abschütteln. Ansonsten sind sie sehr vielfältig, von anarchistisch, darwinistisch, nationalistisch, bis konservativ und reaktionär.

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  6. Cher (chère?) Anonym v. 08 September, 2026 08:27

    Libertäre — nationalistisch? Das wäre äußerst seltsam, um nicht zu sagen: eine contradictio in adjecto ...

    Nationalismus ist eine Form von Etatismus, und das ist bekanntlich ein rotes Tuch für Libertäre!

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  7. Soso. Ein Nationalist braucht keinen Staat, wohl aber Gemeinschaft. Er bevorzugt nur (ganz antichristlich) jene, die ihm ähnlich aussehen, gemäß dem Motto, "Blut ist dicker als (Tauf-)Wasser" oder "Gleich und Gleich gesellt sich gern." Wobei ich zwar den Nationalisten zuneige (wie die Juden) - und oft auch Streß (deswegen) mit ihnen habe, denn ich würde auch gute Gene anderer Rasse (wie den Salim S.) gerne "hereinholen" - kleinen Dosen natürlich.

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  8. Und: Nicht alle Libertäre glauben, daß es ganz ohne Staat geht. Schauen wir mal, wie lange sich die libertären "Gated Cities" halten. Die Räuber werden sie schon aufmerksam beobachten.

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    1. Sie verwechseln "nationalistisch" und "völkisch" (oder "rassistisch", wenn Ihnen das lieber ist).

      Die ganzen "...ow" sowie ...sky"in Ost-(/recte Mittel-)Deutschland, von denen genug deutschnational waren (und zT immer noch sind) unterscheiden sich optisch (und vermutlich auch genetisch) nicht von den Polskis ein paar dutzend Kilometer weiter östlich, die sie aber mit (von letzteren geteilter) Inbrunst hassen und verachten.

      Und was Sie über das Hereinholen "guter Gene anderer Rasse" betrifft: das ist ggf. Darwinismus, aber kein Nationalismus.

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    2. Cher (chère?) Anonym v 08 September, 2026 11:23

      D'accord! Die 150%igen Libertären mit ihren Wolkenkuckucksheimen von "Privatrechtsgesellschaft" & Co. finden auch nicht meine Zustimmung. Ich bin seit jeher auf der "Minimalstaats-Seite", deren Problematik mir bewußt ist, deren Konzept ich allerdings trotzdem für realistischer halte als das "Hohelied des Libertarismus", das bspw. ein Prof. H.H. Hoppe anstimmt ...

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  9. Dafür, das die Libertären, wie hier ultimativ verkündet wird, anti-etatistisch sind, sind die aber bemerkenswert begeistert von Staatsgebilden, vor allem natürlich im Osten, die mehr als etatistisch sind, um es zurückhaltend auszudrücken. 😉

    Deshalb muss man den Libertären (wohlgemerkt denen von heute!) ihr Bekenntnis nicht unbedingt abnehmen.

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