Mittwoch, 8. Juli 2026

Dmitri Peskow spricht mit der Weltwoche zu Eskalationsgefahren des Ukraine-Konflikts

von kennerderlage
 
 
 
Auf den ersten Blick off topic, aber gerade deshalb trotzdem passend, ein Kommentarpost unter dem Interview:
@Alexander_Scherbakov_Violinist

Wer an der Absurdität und Härte der aktuellen Kulturpolitik zweifelt, sollte sich die Geschichte von Vladimir Spivakov und dem Festival im französischen Colmar ansehen. Sie zeigt perfekt, wie unfair und scheinheilig dieser blinde Boykott ist: ​

Spivakov hatte dieses renommierte Festival über 33 Jahre lang (!) aus dem Nichts aufgebaut und zu internationalem Weltruhm geführt. Direkt nach Kriegsbeginn 2022 bezog er öffentlich Stellung und unterzeichnete eine Petition FÜR den Frieden. Die Reaktion? Die Stadtverwaltung setzte ihn praktisch über Nacht vor die Tür, strich seine Konzerte und ersetzte ihn eiskalt durch einen französischen Dirigenten. 

Keine ​Russophobie? ​

Reine Sippenhaft statt Differenzierung: Spivakov hat sich für den Frieden ausgesprochen. Ihn trotzdem, ohne zu zwinkern zu feuern beweist, dass es den Verantwortlichen gar nicht um die tatsächliche Gesinnung geht, sondern nur um den Pass. Wenn selbst Friedensstifter gecancelt werden, ist das reine Willkür. ​

Null Respekt vor der Lebensleistung: Einen Jahrhundertkünstler nach über drei Jahrzehnten treuer Dienste per einfacher Pressemitteilung wie einen unliebsamen Angestellten zu verjagen, ist menschlich und künstlerisch absolut unwürdig. ​

Wenn wir die Musik – die eigentlich die letzte Brücke für den Dialog sein sollte – für billigen politischen Aktionismus opfern, zerstören die Europäer die eigenen Werte von Freiheit und Offenheit. Ein unfassbar unfaires Kapitel europäischer Kulturgeschichte! Danke Herr Köppel, dass Sie dies täglich ans Licht bringen! 
 Wie wahr.
 

1 Kommentar:

  1. Dieses Kommentar nehme ich wohlwollend zur Kenntnis - nur: diese Aktion gegen Herren Spivakov überrascht mich überhaupt nicht! Ich halte es für wichtig, sich davon nicht emotionalisieren zu lassen, auch wenn es schwer fällt.....
    Kunst wäre vielleicht eine Brücke, doch sie wird nicht gebaut von denjenigen die meinen, Kunst zu repräsentieren.
    MfG Michael!

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