Sonntag, 15. Februar 2026

Tschaikowsky zählt zwar nicht zu den Lieblingskomponisten

von LePenseur 
 
 
Dennoch: ein engagiertes Studentenorchester der Boulder Symphony & Music Academy bringt eine (von der Aufnahmetechnik leider etwas dumpfe) nicht bloß "bemühte", sondern durchaus solide Interpretation von dessen Symphonie No. 5 in e-moll, op. 64, unter der Stabführung von Devin Patrick Hughes:
 
 
Perfekt? Sicherlich nicht ganz ... aber mit merklicher Hingabe aller Instrumentalisten gespielt und so (trotz der nicht optimalen Tontechnik) eine zu Herzen gehende Aufführung, die ihren Applaus redlich verdient hat. Wer die (ebenso recht witzigen wie instruktiven!) Worte zur Einleitung überspringen will: einfach hier bei Minute 8:00 einsteigen. 
 

10 Kommentare:

  1. Überrascht mich jetzt nicht, Ihre Confession in der Überschrift...

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  2. Wie meinen Sie das, werter Anonymus? Was überrascht Sie nicht, und warum?

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    1. Diese Fragen liegen natürlich nahe, aber erwarten Sie von diesem Pflaumenaugust - ebenso natürlich - keine auch nur halbwegs sachliche Antwort.

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  3. Dass er Tschaikowsky nicht so mag. Warum? Weil er mehr für moderne Komponisten wie Miaskowski ist...

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    1. Cher (chère?) Anonym v. 16 Februar, 2026 20:40,

      Keine Ahnung und gleich so viel davon! Ich mag u.a. auch Bach, Haydn, Mozart, Mendelssohn und Brahms sehr, und sogar mehr als Mjaskowsky - und die schrieben alle noch weit weniger "modern" als Tschaikowsky. Na, was sagen Sie jetzt?!

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    2. Wer das XX. Jahrhundert propagiert, ist für mich ein Modernist, zumindest was die sogenannte Ernste Musik betrifft. Dass es auch anders ging, hat ein Robert Stolz bewiesen.

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    3. Also dem Verweis auf den "modernen" Mjaskovsky könnte man eine - im konkreten Fall eher unfreiwillig - ironische Note beimessen... spricht doch die von Ihnen, cher penseur, getroffene Komponisten-Auswahl für eine äußerst konservativ- klassizistische Grundhaltung: Haydn, Mozart, und nicht Beethoven oder Schubert - Mendelssohn, Brahms, und nicht Bruckner, Wagner oder Liszt, danach fehlt überhaupt alles, und der genannte Mjaskovsky ist mE überhaupt einer der meisten von Anämie betroffenen Komponisten, geradezu eine Antithese zum saft- und kraftvollen Tschaikowsky!

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  4. Robert Stolz und Ernste Musik? Naja, heute ist Faschingdienstag ...

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  5. Cher Collega Lechner,

    Mjaskovsky ist mE überhaupt einer der meisten von Anämie betroffenen Komponisten

    Das is aber net Ihr Ernst! Hören Sie bloß seine "ultima vox", die knapp vor seinem Tode vollendete 27. Symphonie
    1. Satz: https://www.youtube.com/watch?v=YpUqJUmans4
    2. Satz: https://www.youtube.com/watch?v=TyLVVQGwid8
    3. Satz: https://www.youtube.com/watch?v=514dO74dyEg

    oder die großartige 25. Symphonie

    https://www.youtube.com/watch?v=r5L7wDxUnOA (sorry für die bescheidene Ton- u. Bildqualität - aber das Dirigat von Swetlanow ist der Komposition adäquat erstklassig!)

    Wie ich einmal schrieb: wie Rachmaninow - nur nicht "parfümiert" (was ich bei diesem bisweilen bemängle ...)

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  6. P.S.: die Auslassung von Komponisten ist keine Indiz für mangelnde Wertschätzung. Aber "Beeethoven" noch zu Haydn und Mozart (die mit zugegebenermaßen näher sind) dazuschreiben, hat so eine Lexikon-Beckmesser-Note.

    Bruckner, okay, da scheiden sich unsere Geister (und Sie hätten sich gewundert, wenn ich ihn hingeschrieben hätte)

    Wagner - ja, ich bin halt kein Opernfan. Generell nicht, nicht mal bei Mozart.

    Und was den guten Peter Iljitsch betrifft: es ist nicht so, daß ich ihn "nicht mag". Aber, zugegeben, gerade mit seinen "Paradesymphonien" (also 4-6) habe ich nur eingeschränkt Freude. "Mein" Tschaikowsky ist der der 1. und 3. Symphonie ...

    Und je "saft- und kraftvoller" er wird, destor mehr gemahnt er mich an Hanslicks (zugegeben: gehässiges) Diktum vom "Musik stinken hören" ...

    P.P.S.: lesen Sie eigentlich noch E-Mails?

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