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Well said.
AntwortenLöschenUnd weil Russlands Krieg gegen die ukrainischen Faschisten ein reiner Verteidigungskrieg ist, stehen Libertäre so fest an Russlands Seite.
AntwortenLöschenCher (chère?) Anonym,
LöschenSie haben es erfaßt! Rußland hat von 2014 bis 2022 zugesehen, wie die separatistischen, von Russen bewohnten Provinzen Donezk und Lugansk, die sich längst Rußland anschließen wollten, von der Ukraine-Armee zerbombt wurden (mit ca. 14.000 zivilen Opfern, wie die OECD penibel auflistete) und unmittelbar vor einer geplanten Invasion dieser Provinzen durch einen Angriff der Ukraine
1. die beiden Republiken völkerrechtlich anerkannt und
2. ein Hilfsabkommen mit deren Regierungen abgeschlossen, aufgrund dessen dann
3. eine präventive Militäroperation in Gang gesetzt wurde.
Das ist gegenüber Fans der ukrainischen Faschisten natürlich in den Wind gesprochen, aber war trotzdem so.
Daß die USA hingegen irgendwelche von Angloamerikanern bewohnte Provinzen Venezuelas befreien müßten, die von ruchlosen Maduro-Soldaten bombardiert werden, wäre mir neu. Falls Sie aber diesbezüglich Infos haben - bitte diese vorzulegen!
Wir warten ganz gespannt!
Trump greift Caracas an. Endlich wird diese elende stalinistische Diktatur vor seiner Haustür abgeräumt. Chapeau!
AntwortenLöschenCher (chère?) Anonym,
Löschenohne Sympathie für ein sozialistisches System zu empfinden, erlaube ich mir doch den Hinweis, daß dessen Bezeichnung als "stalinistisch" einfach lächerlich und, historisch gesehen, den Stalinismus geradezu ekelerregend verharmlosend ist.
Dem Stalinismus fielen Millionen in den GULAGs zum Opfer, aslo schwafeln Sie nicht von "Stalinismus", wenn "Sozialismus" die zutreffendere Beschreibung ist!
Würde lohnen sich anzusehen, weshalb ein Chavez damals überhaupt an die Macht gekommen ist.
LöschenSein Vorgänger Präsident Rafael Caldera stand etwa auf der Lohnliste der CIA und half das Land auszuplündern (Inflation und Armut waren bereits damals entsprechend). Interessanterweise war es auch die CIA die damals Drogen unter die venezolanische Jugend brachte (wie zu der Zeit selbst US-Medien berichteten) ...
"From 1969 to 1974, Richard Nixon and Rafael Caldera established a series of cooperation agreements to declare Venezuela territory free of communists through “pacification policies”. One of the instruments was the Peace Corps, which operated across the continent with the mission of “neutralizing” revolutionary insurgent cadres or capturing them as agents and spies.
Thus, COPEI was another of the tentacular arms at the command of the Central Intelligence Agency (CIA) in Venezuela.
COPEI, in 1970, ratified an agreement with the CIA, through the “Peace Corps”, which operated in Venezuela since 1961 and were responsible, among other crimes, for the introduction of the consumption of certain drugs manufactured in the laboratories of the North American agency, in different juvenile settings in the country.
The complaint was published in El Nacional by the American journalist Drew Pearson in his column “Washington Carousel”, on June 4, 1969, a few months after Rafael Caldera took office.
This happened when Joe Blatchford, a CIA agent, was appointed head of the Peace Corps in the country and, simultaneously, the Venezuelan Alfredo J. Pérez, educated in the United States, was appointed director general of these same instruments **** for Latin America.
FUNDACOMÚN was the local façade or showcase for managing CIA infiltration and covert operations."
Es hat noch niemals jemand in eigener Darstellung einen "War of Aggression" geführt. Es war immer nur Präventivverteidigung, Sicherung von Menschenrechten etc.
AntwortenLöschenMfG,
Der NATO-Troll.
Das ist durchaus richtig beobachtet, cher NATO-Troll!
LöschenNur: bisweilen gibt es eben tatsächlich Fälle von Präventivverteidigung.
Beim Ukraine-Konflikt hat die russische Seite recht gute Argumente dafür. Beim Venezuela-Konflikt die USA hingegen eklatant schlechtere - bzw. eigentlich überhaupt keine.
Welche Argumente hatte Russland denn?
LöschenUnd das Problem der Schurkenstaaten stellt sich ganz allgemein.
Cher Anonym v. 03 Januar, 2026 19:07,
LöschenWelche Argumente hatte Russland denn?
Hätten Sie die Güte, meinem Kommentar v. 03 Januar, 2026 15:14 zu lesen, dann hätten Sie in nuce die Gründe. Im übrigen verweise ich auf die auf unserem Blog in den letzten Wochen und Monaten in großer Zahl verlinkten Stellungnahmen zu diesem Thema von Prof. Mearsheimer, Douglas Macgregor, Daniel Davis, Andrew Napolitano et. al. Hier werden Sie geholfen ...
Und das Problem der Schurkenstaaten stellt sich ganz allgemein.
Aber nicht so allgemein, wie es in den Systemmedien (natürlich höchst selektiv!) dargestellt wird.
Und wenn man sich die Kriegsgeschichte der USA seit ihrer Gründung ansieht und feststellt, daß dieses Land in dieser langen Zeit so gut wie nie keinen Krieg führte (und die allermeisten seiner Kriege unter mehr als fadenscheinigen Vorwänden!), dann ist ziemlich evident, wer in der Welt das epitheton ornans Schurkenstaat ganz besonders "verdient".
Sie dürfen gerne raten, ob ich damit Liechtenstein, Sri Lanka oder die USA meine ...
Sehr geehrter Herr "LePenseur",
LöschenSie schreiben:
> Hätten Sie die Güte, meinem Kommentar v. 03
> Januar, 2026 15:14 zu lesen, dann hätten Sie
> in nuce die Gründe.
Ich fasse also Ihre Gründe zusammen: Ersten "separatistischen, von Russen bewohnten Provinzen Donezk und Lugansk, die sich längst Rußland anschließen wollten"
Der Wünsch nach Seperation und Anschluss an eine anderen Staat ist nach herrschenden Völkerrecht vollkommen irrelevant. In der politischen Praxis hat sich herausgestellt, dass das Recht des Stärkeren gilt. Wenn Texas sich von Mexiko absondert, dann war das richtig, weil die US-Army damals stärker war als Mexiko. Wenn die Südstaaten sich unter Lincoln von der Union verabschieden wollten, dann war das falsch, wegen der Sklaverei (was vorher nie Thema war) und praktisch weil die Union gewonnen hat.
Weiter:
"von der Ukraine-Armee zerbombt wurden (mit ca. 14.000 zivilen Opfern, wie die OECD penibel auflistete)"
Das wäre ein Bürgerkrieg innerhalb eines Staates. Keine Legitimation, um einen Krieg zu führen.
Weiter:
"die beiden Republiken völkerrechtlich anerkannt und"
Nur von Russland.
Weiter:
"ine präventive Militäroperation in Gang gesetzt wurde."
Wenn man den Prämissen Ihrer Argumentation zustimmen würde, dann gälte folgendes:
1. Taiwan wurde von den USA als alleiniger Vertreter Chinas anerkannt.
2. China bestreitet eine Unabhängigkeit von Taiwan und betrachtet Taiwan nur als abtrünnige Provinz
3. Damit wären die USA dann berechtigt, Präventivkrieg gegen China zu führen.
Wenn man Ihrer Argumentation folgen würde, würde die Welt im Krieg versinken.
Das ist für mich schon Grund genug, sie zurückzuweisen.
In Übrigen bleibt ihre Argumentation uns den Grund schuldig, wieso denn ein Krieg unter diesen Bedienungen rechtmäßig sein soll. Es läuft auf ein willkürliches Werturteil hinaus. Auf bloße Meinungsäußerung.
Der Tragödien zweiter Teil:
Löschen„Aber nicht so allgemein, wie es in den Systemmedien (natürlich höchst selektiv!) dargestellt wird.“
Das Problem sind Staaten, die so etwas wie Kriminalität, Menschenrechtsverletzungen u. dergl. systematisch zulassen.
Nicht in dem Sinne, dass das System dort einfach andere Spielregeln hat. Das sind unterschiedliche Auffassungen von Recht und Gerechtigkeit.
Beispielsweise könnte man auch den Westen anklagen, weil es in ihn sowas wie Frauenquoten gibt, was undemokratisch ist, oder weil wir das Recht auf Meinungsfreiheit oder Privateigentum einschränken oder was auch immer...
Das Problem ist eher, dass Länder wie Nordkorea, Venezuela etc. sich an internationalen Schmuggel beteligen, in Gewinnerzielungsabsicht. Dass Terror gegen die eigene Bevölkerung veranstaltet wird, um diese zu unterdrücken.
Sie könnten jetzt argumentieren, dass letzteres auch wieder unter "unterschiedliche Auffassungen" fällt und die Hausdurchsuchungen im Westen anführen. Damit hätten sie im Prinzip einen Punkt, aber hier geht es um das Maß.
Es gibt Länder auf diesen Planeten, die ich im Vollbesitz von staatlicher Souveränität und allem befinden,die aber zugleich agieren wie ein Mafia-Kartel. Die die Immunität ihrer Diplomaten missbrauchen, für die Einfuhr sonstigenfalls illegaler Dinge und den Handel damit.
Aus libertärer Sicht könnte man sagen, das wäre sogar gut, weil es die unsinnigen Prohibition aufhebt. Das mag sein. Das Problem bleibt.
„Und wenn man sich die Kriegsgeschichte der USA“
Warum soll das relevant sein?
Wir leben ja nicht in einem Computerspiel. Entweder Sie postulierne die Existenz von so eine Art "Nationalcharackter" oder sie gegen davon aus, dass die politische Führung der USA so agiert.
Falls es das letzttere ist, dann müssen Sie doch daran interessiert sein, wieso.
„wer in der Welt das epitheton ornans Schurkenstaat ganz besonders "verdient".“
Die russische Geschichte spricht auch von Militarismus. Viel schlimmer als das vielgescholltene Preußen.
Die Russen habendas aber nicht grundlos gemacht, sondern weil die historische Erinnerung an das Mongolenjoch den Russen noch in den Knochen war. Und die Mongolen konnten, bis zur Eroberung Sibiriens, jederzeit wiederkehren.
Gruß,
NATO-Troll.
*Welche Argumente hatte Russland denn?*
LöschenUa. 30 ermordete russische Ukrainer, die 2014 in einem öffentlichen Gebäude in Odessa lebendig verbrannten.
Sie hatten sich vor einem Nazi-Mob dorthin geflüchtet der durch die Stadt zog um ethnische Russen und Regimegegner zu misshandeln. Dann haben sie das Gebäude in Brand gesteckt und die ukrainische Polizei schoß auf jeden der versuchte das brennende Gebäude zu verlassen.
Die Täter haben sich dabei auch noch selbst gefilmt.
Andere Länder (inklusive USA, UK oder Frankreich) haben schon wegen deutlich weniger Gewalt Militärinterventionen gestartet.
Und das war nur eine einzelne Schandtat der Ukrainer und des Westens.
Cher NATO-Troll (ich nehme an, auch das Posting v. 04 Januar, 2026 11:06 stammt von Ihnen)
LöschenDer Wünsch nach Seperation und Anschluss an eine anderen Staat ist nach herrschenden Völkerrecht vollkommen irrelevant.
Das ist unrichtig. Die UN-Charta postuliert sehr wohl das freie Selbstbestimmungsrecht der Völker. Damit rückt aber die Position der Separatistenprovinzen Donezk und Luganzk ind Gebiet des Völkerrechts.
"die beiden Republiken völkerrechtlich anerkannt und"
Nur von Russland.
Das ist kein Argument. Rußland ist souverän (was Sie ernstlich wohl nicht bestreiten werden) und daher auch frei in seiner Entscheidung, die Souveränität eines Landes anzuerkennen. Was es nach jahrelangem Zögern Im Februar 2022 dann auch schließlich getan hat.
3. Damit wären die USA dann berechtigt, Präventivkrieg gegen China zu führen.
Können sie ja versuchen. Wenn sie in Venezuela bombardieren, können sie das sicher auch in China machen ;-) und Xi entführen. Viel Spaß!
Wenn man Ihrer Argumentation folgen würde, würde die Welt im Krieg versinken.
Das ist für mich schon Grund genug, sie zurückzuweisen.
Und die Welt versinkt also nicht im Krieg, wenn die USA den Iran angreifen, Irak und Syrien zerbomben, im Kosovo und in Libyen einen failed state produzieren? Interessant ...
Das Problem sind Staaten, die so etwas wie Kriminalität, Menschenrechtsverletzungen u. dergl. systematisch zulassen.
Nein. Das wird nur zum Problem gemacht bzw. als ein solches vorgeschoben. Denn den USA war es immer schon piepegal, ob ein Staat eine blutige Diktatur war, solange der Diktator einer nach dem Geschmack der geopolitischen und kommerziellen US-Interessen war. Heuchelei in Reinkultur!
Beispielsweise könnte man auch den Westen anklagen, weil es in ihn sowas wie Frauenquoten gibt, was undemokratisch ist, oder weil wir das Recht auf Meinungsfreiheit oder Privateigentum einschränken oder was auch immer...
Könnte man - aber nur nach Ihrer These! Und das würde ich genauso ablehnen. Ich hätte auch sehr viel dagegen, wenn die USA ein paar Helikopter nach Wien auf den Ballhausplatz schicken, um dort den - obwohl von mir zutiefst verachteten! - Bundesbello hops zu nehmen. Mit dem müssen wir Österreicher selbst fertigwerden und da hat die USA sich gefälligst rauszuhalten. Punkt.
s gibt Länder auf diesen Planeten, die ich im Vollbesitz von staatlicher Souveränität und allem befinden,die aber zugleich agieren wie ein Mafia-Kartel. Die die Immunität ihrer Diplomaten missbrauchen, für die Einfuhr sonstigenfalls illegaler Dinge und den Handel damit.
Ich nehme an, Sie sprechen hier von den USA und von den Mißbräuchen, die von den CIA-Agenten in den jeweiligen diplomatischen Vertretungen (und erst recht außerhalb derselben) am laufenden Band begangen werden. Von Drogenhandel über Erpressungen bis zu Morden im Auftrag der US-Regierung. Tja, eine feine Gesellschaft, der Sie als "NATO-Troll" hier die Stange halten ...
(Fortsetzung folgt)
(Fortsetzung)
LöschenEntweder Sie postulieren die Existenz von so eine Art "Nationalcharackter" oder Sie gehen davon aus, dass die politische Führung der USA so agiert.
Ersteres nur bedingt, obwohl es natürlich gewisse Nationaleigenschaften unzweifelhaft gibt - nur hirnlose Gutmenschen ereifern sich über den alten Witz:
Im Himmel sind die Italiener die Köche, die Engländer die Polizisten, die Deutschen die Automechaniker, die Franzosen die Liebhaber und organisiert wird alles von den Schweizern.
In der Hölle sind die Engländer die Köche, die Deutschen die Polizisten, die Franzosen die Automechaniker, die Schweizer die Liebhaber und organisiert wird alles von den Italienern!
Zweiteres hingegen, daß die politische Führung der USA so agiert - ja, das tut sie! Völlig eklatant und seit mindestens 150 Jahren. Ich habe mich als Jurist immer für vergleichendes Verfassungsrecht und die staatswissenschaftliche Evaluierung politischer Prozesse interessiert (davon kann - und muß! - ich zwar nicht leben, aber es interessiert mich halt seit Jahrzehnten...) und ich kann sagen: in so gut wie allen politischen Systemen der Welt ist "der Wurm drin" - aber das US-System, das letztlich eine Art von noch mehr pervertiertem britischem Politiksystem darstellt, halte ich für ziemlich letztklassig in seiner selbstgefälligen Heuchelei! Lesen Sie Max Weber und seine die USA betreffenden Anmerkungen in seinem Werk "Politik als Beruf". Und ebenso Alexis de Tocqueville. Man kommt aus dem Kotzen nicht heraus ...
Sehr geehrter Herr LePenseur,
Löschenzitat:
>Die UN-Charta postuliert sehr wohl das
>freie Selbstbestimmungsrecht der Völker.
Auf Deutsch: "freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln und andere geeignete Maßnahmen zur Festigung des Weltfriedens zu treffen;"
Das kann so interpretiert werden, dass "Völker" hier einfach ein blumiger Ausdruck für Staat ist.
Selbst wenn, könnten Libteräre dann irgendwo siedeln und sich selbst für souverän erklären, kraft dieses Postulates?
>Das ist kein Argument.
Das ist ein Argument. Nur von einem Staat anerkannt zu werden hat gewisse logische Auswirkungen.
>Und die Welt versinkt also nicht im Krieg, wenn die USA den Iran angreifen, Irak
>und Syrien zerbomben, im Kosovo und in Libyen einen failed state produzieren? Interessant
1. Werden die USA dafür konstant gescholten.
2. Die Welt vesinkt dadurch offensichtlich nicht im Kriege.
>Heuchelei in Reinkultur!
Während des Kalten Krieges waren strategische Erwägungen vorrangig vor ethischen. Das muss anerkannt werden. Die Sowjetunion hat nicht besser gehandelt.
Wie die reale Polizei eben auch nicht immer zu stelle ist und jeden Gauern schnappt, so ist natürlich eine Weltpolizei selektiv.
Ich verstehe, dass die USA sich durch die Rolle selbst zur letzten Instanz über Recht und Unrecht machen und das ist ein Problem -- jedoch ein ein akademisches für den Elfenbeinturm. Jedenfalls solange halbwegs verantwortlich damit umgegangen wird.
>Könnte man - aber nur nach Ihrer These! Und das würde ich genauso ablehnen.
Verstehe ich Sie mit folgendem richtig?
Sie sind im Wesentlichen ein Relativist, dem es in erster Linie auf den "staatliche Souveränität" ankommt und nicht darauf, wie der Staat sich im Inneren verhält, ob dort Menschen z. B. unnötig leiden?
Ich verstehe, dass es da realpolitische Abwägungen gibt.
>Tja, eine feine Gesellschaft, der Sie als "NATO-Troll" hier die Stange halten ...
Sie sehen ernsthaft die USA moralisch auf der selben Stufe wie Regime im IRAN, den Norden der koreanischen Halbinsel und so weiter?
Teil 2:
Löschen„Völlig eklatant und seit mindestens 150 Jahren.“
Das sehe ich nicht so.
Aus meiner Sicht sind die USA im Wesentlichen ein isolatonistisches, relativ individualistisches Bauernvolk gewesen, vor den Weltkriegen.
Richtig ist natürlich, dass die USA schon vorher nach Westen expandirt sind. Erst in den Wilden Westen, dann haben sie die Reste des spanischen Kolonialreiches aufgefressen, auf Kuba, den Philippinen usw.
Man kann natürlich geltend machen, dass die geographische Position die USA schon im Vorfeld zur Weltmacht prädestiniert habe. Bismark soll das schon erkannt haben. Da ist sicherlich was dran.
„in so gut wie allen politischen Systemen der Welt ist "der Wurm drin"“
Ein interessantes Thema, mit dem ich mich ebenfalls beschäftigt habe.
Die letztendliche Fehlbarkeit aller menschlichen Dinge führt manche Leute zur Religion, manche nur zum Skeptizismus.
„aber das US-System, das letztlich eine Art von noch mehr pervertiertem britischem Politiksystem darstellt, halte ich für ziemlich letztklassig in seiner selbstgefälligen Heuchelei!“
Da bin ich radikal anderer Meinung, fürchte ich.
Der Grundgedanke des US-Systems, der Bikammeralismus, die ausbuchstabierte Gewaltenteilung, die Bill of Rights -- all das sehe ich immer noch als vorbildlich. Es ist ein gut durchdachtes System. Mit dem Vorzug, kein philosophisches Wolkenkuckucksheim zu sein, sondern aus der Praxis entnommen.
Das Problem ist nur, dass das System im Laufe der Zeit sich immer wieder verändert hat.
Die Rolle, die der Präsident, die Gerichte, der Kongress etc. spielen, haben sich verändert.
Es muss konstantiert werden:
Die Gründerväter der USA haben wirklich einen guten Entwurf abgeliefert. Leider haben sie einige Dinge nicht durchdacht, wie z. B. Geheimdienste und Geheiminformationen und deren Rolle, die Macht der Richter am SCOTUS, die Ausweitung der Kompetenz durch den Kongress usw. Ja, die Gründervälter haben nicht mal vorhergesehen, dass immer weitere Kreise der Bevölkerung am demokratischen Prozess teilhaben wollen. Die haben sich wohl gar nicht vorstellen können, dass jemand anderes als eine gebildete Oberschicht, bestenfalls noch die obere Mittelschicht, in der Politik mitmischt.
„Lesen Sie Max Weber und seine die USA betreffenden Anmerkungen in seinem Werk "Politik als Beruf".“
Webers Schilderungen des englischen Adels sind mir in Erinnerung geblieben.
~~~~
Anonym04 Januar, 2026 17:26
Hallo Anonym,
zu dem Vorgang kann ich nicht sagen. Ich weiß nichts darüber und jede Äußerung würde mich selbst zum Narren machen und wäre pietätslos gegenüber den Opfern.Mögen sie in Frieden ruhen.
MfG,
Der "NATO"-Troll.
" Es ist ein gut durchdachtes System."
LöschenDas nur schon seit mindestens 120 Jahren (vermutlich schon länger!) nicht mehr funktioniert, weil es von einem Oligarchenklüngel pervertiert wurde.
Das große Kotzen kriegen durch „Amerika, aber selbstmurmelnd seinen Blog auf einem amerikanischen Server laufen lassen… 😁
AntwortenLöschenDie US-Regierung und eine Blog-Platform sind nicht dasselbe.
Löschen