Donnerstag, 2. Juli 2026

Barnabás von Géczy

von LePenseur
 
 
... starb in München heute vor 55 Jahren, am 2. Juli 1971. Der „Paganini des Fünfuhrtees", wie man ihn ob seiner eleganten Virtuosität so despektierlich wie neidvoll nannte, war nicht nur im Berlin der 1920- bis 40er-Jahre eine aus der Unterhaltungsmusik Mitteleuropas nicht wegzudenkende Größe:
Der Geiger Barnabas von Geczy und sein Orchester sind für die Qualität der deutschen Unterhaltungsmusik der zwanziger und dreißiger Jahre ein Begriff von internationalem Klang. Neben Orchestern wie Marek Weber, Dajos Bela, Bernhard Ette, Juan Llossas und Will Glahe repräsentiert vor allem Barnabas von Geczy eine der glanzvollsten Epochen der deutschen Tanz-und Unterhaltungsmusik. Am 4. März 1897 in Budapest geboren, erlernte Barnabás von Géczy das Geigenspiel zunächst bei einem Zigeunerprimas, dann wurde er Meisterschüler des berühmten ungarischen Konzertviolinisten Jenö Hubay. Aus dieser unvergleichlichen Kombination von musikantischer Ursprünglichkeit und solidem technischen Können entwickelte sich dann die Besonderheit des Geigers Barnabás von Géczy, der von Zeitgenossen als „Paganini des Fünf-uhrtees" bezeichnet wurde. 

Der beste Nachweis seines großen solistischen Könnens ist die Tatsache, daß er nach seiner Ausbildung als Erster Geiger der Budapester Oper tätig war und dann Berufungen als Konzert-meister an das Philadelphia Orchestra und an die Stockholmer Königliche Oper erhielt. Doch seine künstlerische Entwicklung verlief ganz anders. Er entschied sich für die Unterhaltungsmusik und spielte zunächst als Kaffeehaus-Stehgeiger in Norwegen. Man wurde rasch auf ihn auf-merksam und holte ihn 1924 nach Berlin.

Dort gründete er ein Ensemble, dessen Repertoire vorwiegend aus kammermusikalischen und konzertanten Werken bestand. Als Hausorchester des berühmten Berliner Nobelhotels Esplanade machte sich Barnabás von Géczy mit seinem Ensemble sehr schnell einen Namen. Bald entwickelte sich aus dieser Kapelle ein großes Tanz- und Unterhaltungsorchester, dessen eigener, vor allem von den Streichinstrumenten beherrschter Stil besonders durch die solistische Bravour von Barnabás von Géczy und seines ausgezeichneten Pianisten Erich Kaschubek geprägt wurde. 

In Nummern wie „Komm mit nach Madeira", „Schließ deine Augen und träume", „Roter Teufel" und „Gar. leise kommt die Nacht" kommt dieser eigene Orchesterklang überzeugend zur Geltung. In Richard Heubergers „Chambre Separee" und in der Toselli-Serenade ist der Dialog zwischen Sologeige und Klavier von besonderer kammermusikalischer Feinheit. Der Filmschauspieler und Sänger Willy Fritsch schreibt in seinen Memoiren, daß die Musik des Ungarn Barnabás von Géczy wirkt „wie eine Übersetzung des Primitiven ins Gesellschaftliche, des Urtümlichen ins Mondäne". 

Die konzertante Tanz- und Unterhaltungsmusik entwickelte sich im 19. Jahrhundert und erreichte zwischen den beiden Weltkriegen in den großen Hotels und Konzertcafes ihren Höhepunkt. Durch die zu dieser Zeit aufkommenden neuen Massenmedien Schallplatte und Rundfunk fand diese Musikkultur rasch Verbreitung und ungeheure Popularität. Die Nostalgie-Welle der Gegenwart hat uns Namen wie Barnabás von Géczy wieder in Erinnerung gerufen,— und dabei stellen wir fest, dass es sich nicht um Verklärung der Vergangenheit handelt, sondern um echte Repräsentanz einer Musikkultur von effektvollem Orchesterglanz und elegantem virtuosen Können. 

Die großen Orchester dieser Zeit haben nicht nur Hits gemacht und den musikalischen Geschmack des Publikums gebildet, sondern der allgemeinen Entwicklung der Unterhaltungsmusik ent-scheidende Impulse gegeben. In welchem Maße solche Leistungen von konkreten Zeitverhält-nissen und von der kulturellen Atmosphäre abhängig sind, zeigt sich daran, daß Barnabás von Géczy, der am 2. Juli 1971 in München starb, in den fünfziger Jahren seinen berühmten „Puszta-Fox" neu einzuspielen versuchte und dabei feststellen mußte, daß selbst ihm und seinem neugegründeten Orchester eine Wiederholung des damaligen musikalischen Stils nicht möglich war. So sind die Aufnahmen dieses Albums einmalige Tondokumente einer großen musikalischen Vergangenheit.
... schrieb über ihn der Musikhistoriker Stephan Pflicht (der u.a. die höchst amüsante Anekdotensammlung aus dem Reich der Musik ... fast ein Meisterwerk" verfaßte). Schließen wir also die Augen und träumen wir zum schmeichelnden Poéme" von Barnabás von Géczy... 
 
 
 
... und können sicher sein: Ganz leise kommt die Nacht".
 
Leichte Muse? Sicherlich! Salonmusik? Ohne Zweifel! Aber wenn ich das mit irgendwelchen Trommelfell-Martern heutiger „Unterhaltungsmusik" vergleiche, werde ich sehr melancholisch ...
 
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P.S.: sein erfolgreichstes Stück war der Puszta Fox", es wurde ca. 10 Mio. mal verkauft. Doch wie so oft in der Musikgeschichte  des Kassenerfolges: es war nicht sein bestes.
 

Wie der Leser dieses Blogs

von LePenseur
 
 
... weiß, bin ich keineswegs ein Fan von Herrn Höcke, den ich neben seiner weltanschaulichen Ausrichtung schon rein vom Sympathiefaktor her nicht schätze (letzteres ist natürlich subjektiv und es steht jedem frei, das eben anders zu sehen, nur wird das an meiner Einschätzung, daß es sich bei ihm um einen narzißtischen Blender – und die mag ich einfach nicht – handelt, wenig ändern) und auch Reichelt ist mir nicht unbedingt ans Herz gewachsen. Dennoch: die Umtriebe der "Eliten" im "Wertewesten" werden immer unerträglicher! Deshalb:
 
 
Sobald man anfängt, aus Interviews unerwünschte Sekunden par ordre de mufti rauszuschnipseln, können wir das Grundgesetz nämlich gleich in die Tonne treten: dann ist das grundgesetzlich gewährleistete Recht auf freie Meinungsäußterung bloßes Larifari!
 
WIDERSTAND 
 
gegen die dreisten Staatsverbrecher,
 die um ihren Platz am Trog zittern, den sie nach den nächsten Wahlen zu verlieren fürchten! Eine korrupte Bagage von Politparasiten, die sich als Zensur-Kettenhunde "Landesmedienanstalten" (bitte, wer braucht sowas!) halten. Die bereits mit gestrichen voller Hose den Unmut weiter Bevölkerungskreise wittern, die sich nicht länger mit Ausländerkiminalität, Gruppenvergewaltigungen einheimischer Mädchen durch Goldstücke, Kriegstreiberei, Spendierhosen für kriminelle NGOs, korrupte EUrokraten und ukrainische Waffenschieber etc. just name it... anfinden will und jetzt mit Gestapo-Methoden den ihnen begührenden Arschtritt abwenden wollen. Zu dieser korrupten Systempolitikerkaste kann man nur mit Voltaire ausrufen:
 
 ÉCRASEZ L'INFÂME
 
Weg mit denen! Zuerst auf den Misthaufen der Politikgeschichte ... und dann vor Gericht mit ihnen: damit sie endlich gerecht abgeurteilt werden für die Untaten, die sie begangen haben!
 

Mittwoch, 1. Juli 2026

Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz (181)


 
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Juli kann kommen

 
Na, und wie ...