Samstag, 7. März 2026

Aktuelles über Rumänien (Teil 3)

von Helmut
 
 
3. Ein Vergleich von Mediasch und Wien
 
Sicher ist das kein besonders aussagekräftiger Vergleich — schließlich sind die Bevölkerungszahlen sehr unterschiedlich. Aber trotzdem fallen ein paar Ding ins Auge, wenigstens mir, zumal ich ein paar Tage in Österreich war.

Da gibt es einige Punkte, die in Wien wesentlich besser sind als in Mediasch*), manche sind gleich und manche sind schlechter. Ich kann nicht alles aufzählen, ich beschränke mich auf ein Beispiel aus jedem der drei genannten Bereiche:

Was ist schlechter in Wien und besser in Mediasch:

In Mediasch gehen die Frauen z.B. nach der Spätschicht in der Fabrik (nach 22 Uhr) oftmals alleine nach Hause, auch in der Dunkelheit durchs Zentrum unserer Stadt. Nicht alle natürlich, aber doch einige. Ohne Angst, von irgendeinem Araber oder Afghanen überfallen, vergewaltigt und ermordet zu werden. Das ist in Wien schon lange vorbei. Da traut sich keine Frau mehr in der Dunkelheit alleine auf die Straße, auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es schon riskant. Manchmal sogar schon am Tage.

Das Schizophrene dabei: Wenn diese Verbrecher dann auch gefasst und vor Gericht gestellt werden, dann wundert man sich über die milden Urteile bei diesen Gewaltverbrechen.

Was ist gleich in Wien und Mediasch:

Das ist die Postenschacherei von den Leuten, die von der Bevölkerung in die Verantwortung gewählt wurden. Diese nützen das in der Form aus, dass sie nur den Leuten, die ihnen genehm sind, zu einer Anstellung im öffentlichen Dienst verhelfen, meistens gute Bekannte, Freunde, oder auch Verwandte, oder Parteifreunde. Dort, wo das offensichtlich wird, kommt dann meistens ein Gerichtsverfahren auf die Amtsträger zu, ob das auch in Rumänien so ist, weiß ich nicht. In Rumänien wird ja üblicherweise so ein Prozess (auf Anweisung von oben) solange hinausgezögert, bis die Verjährung eingetreten ist.

Was ist in Wien besser als in Mediasch:

Dass der Preis für Trinkwasser in Wien niedriger ist als in Mediasch (umgerechnet in Euro), ist ja bekannt, aber ich will auf die Straßenreparaturen hinaus: Natürlich gibt es in jeder Stadt Straßen, die repariert werden müssen. Nun haben wir einen Winter hinter uns, der im Vergleich zu anderen Jahren heftiger war. Klar gibt es da auch Frostaufbrüche, die regelrechte Schlaglöcher erzeugen, was für die Autofahrer sehr nachteilig ist.

Während wir in Mediasch uns damit abfinden müssen — Parole: Continuam **) —, dass die Oberflächen der Straßen zum Vorteil der Autowerkstätten beschaffen sind, hat sich auch nach meiner Kritik nichts geändert. Im Gegenteil: es ist noch schlimmer geworden, besonders in der Str. Sibiului zu sehen: (siehe mein Post vom 1. Februar)

Was ist in Wien nun besser?

Man hat im Radio die Bevölkerung in Wien dazu aufgerufen, Frostaufbrüche und Löcher im Asphalt telefonisch bei der Stadtverwaltung zu melden, und man hat garantiert, dass dieser gemeldete Schaden innerhalb von 24 Stunden beseitigt wird. Natürlich sind da mehrere Arbeitskolonnen im Einsatz, sonst kann das ja nicht klappen.

Sollte sich da unser Bürgermeister ein Beispiel daran nehmen? Schließlich ist Wien wesentlich größer als Mediasch und es gibt mit Sicherheit mehr als 1000 Frostlöcher. Aber vermutlich werde ich auch dieses Mal die übliche Antwort bekommen: „Wir sind in Rumänien“.

Trotzdem schätze ich die Ehrlichkeit unseres Bürgermeisters hoch ein, denn er hat immer nur die Wahrheit gesagt, auch in der Wahlkampagne vor der letzten Kommunalwahl: Er hat keinen Wahlslogan in der Form verwendet: „Versuchen wir, es in der kommenden Legislaturperiode besser zu machen!“ Sein Slogan war: Continuam! Und genau das hat er auch gemacht, und den Mediaschern gefällt es anscheinend.

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  *) Stadt im Norden von Siebenbürgen mit ca. 45.000 Einwohnern
**) "Weiter so"

 

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