Dienstag, 22. Februar 2011

Damit sich die afrikanischen Kulturbereicherer

... die dank unserer üppigen Sozialleistungen und wegen zerbrechender Staatsstrukturen in Nordafrika demnächst den Weg zu unseren Fleischtöpfen finden werden, nicht gar so unbeheimatet vorkommen, gönnt sich der Österreichische Rotfunk »Das neue Gesicht der „Zeit im Bild“«, wie Österreichs geschätztes Qualitätsmedium zu berichten weiß. Er gönnt sich ja (von ein paar Gebühren, die auch von nachweislich ORF-totalabstinenten Kabelfernsehern abgezockt werden, abgesehen) sonst nichts ...

Was weiß nun »Die Presse« wonnebebend ob ihrer Weltläufigkeit über dieses neue Gesicht zu berichten?
Claudia Unterweger moderiert seit Montag abwechselnd den "ZiB Flash" - die Österreicherin mit afrikanischen Wurzeln sieht darin ein Signal für junge Migranten, die durch ihr Beispiel ermutigt werden sollen.
Na schön, aber seit Arabella Kiesbauer unseligen Gedenkens sind Mulattinnen im ORF nicht wirklich eine Neuigkeit. Wie kommt nun die Dame zu diesem Job, der für eine überschaubar anspuchsvolle Arbeit mit den bekannt sozial kuscheligen Gagen des Wiener Küniglbergs belohnt wird? Ach, ganz per Zufall, wie's Leben so spielt, stand sie auf einer Liste ...
Einige Tage später wurde sie zum Casting eingeladen. Dabei ging es darum, eine Meldung umzuschreiben und zu präsentieren. Sie stellte sich gut an und hatte Spaß vor der Kamera. Von Chefredakteur Fritz Dittlbacher habe sie bald ein positives Feedback bekommen. Am Montag war es schließlich so weit – Unterweger hatte ihren ersten Auftritt als Nachrichtensprecherin im Fernsehen.
Dittlbachers Wahl wird — nachdem, man erinnert sich, auch Dittlbachers Wahl eine der SPÖ-Zentrale war — wohl nicht allzu weit vom Stamm gefallen sein, dem er selbst entstammte — es dürfen daher unbesorgt Wetten über die politische Gesinnung besagter Frau Unterweger abgeschlossen werden: »schwarz« bezieht sich bei ihr ausschließlich auf die Pigmentierung. Worunter sie offensichtlich zeit ihres Lebens schrecklich gelitten haben muß, wenigstens wenn man ihre Auslassungen in der »Presse« so durchliest.
Als Jugendliche hätte sie sich viel mehr schwarze Menschen im öffentlichen Raum gewünscht. Dementsprechend war es für sie eine „Sternstunde“, als sie erstmals Arabella Kiesbauer auf dem Bildschirm sah. In diesem Moment war Unterweger klar, dass sie nicht allein ist.
Sicher trostreich für Frau Unterweger — aber womit hatten wir Nicht-Unterwegers eigentlich diese Gottesgeißel Arabella Kiesbauer verdient?
Das Aufwachsen in Österreich war für sie eine Herausforderung. Denn ihre Umwelt habe ihr immer signalisiert, dass sie anders sei und immer speziell behandelt wurde. Eine schmerzliche Erfahrung, wie sie heute sagt. Und das seien keine Einzelerfahrungen, sehr viele schwarze Menschen würden nach wie vor nicht als selbstverständlicher Teil der Bevölkerung gesehen. Unterweger: „Wir sind viele, aber oft nicht sichtbar.“
Na, geh! Wenn z.B. die Minderheit der Farbenblinden, oder die der sicherlich von Herzen zu bedauernden Zöliakiekranken »viele, aber oft nicht sichtbar« sind, kann man das durchaus nachvollziehen. Aber bei einer Mulattin? Irgendwie erinnert mich das an die altbekannte Dr. Sperber-Anekdote, laut welcher dieser einmal ausrief: »Herr Staatsanwalt, wann soll mein Klient eigentlich einbrechen?« Irgendwas muß Frau Unterweger schon recht sein — entweder, daß man »schwarze Menschen« als solche erkennt, oder daß sie »nicht sichtbar« sind.
An österreichischen Traditionen wie dem „Mohr im Hemd“ werde festgehalten. Und nach wie vor gebe es physische Gewalt im öffentlichen Raum – selbst bei der Polizei begegne man dieser Linie. Auch Unterweger selbst war von verbalem und physischem Rassismus betroffen: „Rassismus als Phänomen betrifft uns alle. Nur diejenigen, die zur Zielscheibe werden, haben nicht den Luxus, die Augen davor verschließen zu können.“
Nun, die Augen schließen zu können, ist manchmal ja irgendwie eine Gnade — doch läßt einen dieses Interview ahnen, daß man bei künftigen Fernsehauftritten von Frau Unterweger auch besser die Ohren verschließen können sollte ...
Um den „alltäglichen Wahnsinn“ zu überleben, habe man in der Community die Geschichte der schwarzen Menschen in Österreich aus dem 17. und 18. Jahrhundert erforscht. Damals wurden diese Menschen als Sklaven nach Österreich verschleppt.
Ja, genau so wird's gewesen sein! Im 17. und 18. Jahrhundert wurden in den bekanntermaßen so ausgedehnten afrikanischen Kolonien Österreichs unbarmherzig Sklaven gejagt und nach Österreich verschleppt! Da haben die Türken und die Negerhäuptlinge nur so geschaut, wie die colonial-begeisterten Mostschädeln und Stoasteyrer unter wehrhaftem Schutz Tyroler Schützen-Compagnien in friedliche Negerkrale einbrachen, und so den stetigen Strom der Haussklaven und Lustsklavinnen gen Stambul zu einem Rinnsal schwinden ließen ... kein Wunder, daß die Türken diese Schmutzkonkurrenz, die ihnen das schwarze Elfenbein Afrikas streitig machte, durch Verteidigungszüge bis unter die Stadtmauern von Wien zu bekämpfen trachtete! Jaja, so wird's gewesen sein, genau so ...
Damit im Alltag Rassismus von der Mehrheitsgesellschaft nicht mehr geleugnet wird, leistet sie nach wie vor für den Verein Pamoja Bewusstseinsarbeit. [...]

Sie geht davon aus, dass die Verantwortlichen das auch so gewollt haben. „Der ORF wird schon gewusst haben, wen er sich da holt.“
Wovon man in der Tat ausgehen kann! Es ist Teil der gutmenschlichen Umerziehungsstrategie, die uns vom Österreichischen Rotfunk ständig reingewürgt wird. Die, wie aller von Gutmenschen inszenierter Schwindel, daran laboriert, der Bevölkerung teils auf die Nerven und teils am A....llerwertesten vorbei zu gehen.

Dieses selbstbemitleidende Betroffenheitsgewäsch aus dem Munde einer, die dank Parteibuch und Hautfarbe beim ORF ohnehin auf die Butterseite gefallen ist, und dort ein x-faches dessen abkassiert*), was die ach so rassistischen Österreicher, die in der Konditorei einen »Mohr im Hemd« zu bestellen wagen, für wirkliche Arbeit bekommen — also, nicht bös' sein: so ein wehleidiges Geseich ist ja wirklich schwer zu ertragen ... !

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*) "verdient" ist dafür nun definitiv nicht der richtige Ausdruck! Denn was die Politgünstlinge im ORF verdienen würden, kann man leider nur unter Mißachtung der guten Kinderstube sagen ...

3 Kommentare:

  1. ** grins **

    Schön finde ich auch den auf der gleichen Seite in der Presse angekündigten "Transnationalen MigrantInnenstreik"... Angenommen Österreich verwandelt sich während dieses Streiks nicht in ein funktionsgestörtes, ja: lahmgelegtes Tollhaus und das Leben geht einfach weiter: Wird man daraus die ehrlichen Konsequenzen ziehen?

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  2. Diese Colorierten sind so sensibel! Meine Güte, wenn man lila ist und die meisten Leute im Nichtlilaland sind nicht lila, ist es nur natürlich, daß die glotzen. Würden Unbunte unter lila Leute geraten, könnten die sich auch nicht andauernd beklagen, huuuch, jetzt gucken die lila Leute wieder. Es ist ein Bestreben, den Menschen überall vorzugauckel, lila Leute gehörten zum normalen Straßenbild, das mag mancherorts sicher sein, in anderen Gegenden aber nicht, da sind die wie Alien, was sie ja im Grunde auch sind.

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  3. Ihr alle da seit solche idioten

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