Dienstag, 18. August 2026

Fast vergessen ... heute ist ja "Kaisergeburtstag"

von LePenseur
 
 
Und zu Ehren des (wenngleich seit fast 110 Jahren verstorbenen) "Geburtstagskinds", Kaiser Franz Joseph, von Johann Strauß einer seiner genialsten Walzer, natürlich der Kaiserwalzer op. 437. Hier gespielt von den Wiener Philharmonikern unter Wilhelm Furtwängler (den man sonst eher mit Beethoven, Brahms, Bruckner & Co. assoziiert, der aber, wie man hören kann, auch Walzer "konnte"!):
 
 
Überraschend schnell und schmissig nimmt Furtwängler manche Passage, was zu einer Gesamtdauer von nur ca. 9 ½ Minuten führt (die meisten, die ich kenne, brauchen eher 11 Minuten oder noch länger) und doch keinen Moment gehetzt wirkt. Schneller war nur Bruno Walter, aber das ist mir dann doch manchmal zu "flink" ...
 
Nur ... tanzen möchte, glaub' ich, keiner zu dieser Interpretation mit ihren raffinierten Rubati, die die Zehen der Tanzpartnerin in Gefahr bringen und für Kollisionen auf dem Parkett führen – aber, wie so oft: man kann nicht alles haben ...
 

2 Kommentare:

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    1. Nein, Sie Schmierfink, "Furtwängler konnte NS " eben nicht! Ich darf aus der des Neonazismus unverdächtigen deutschen Wikipedia zitieren:

      Die Nationalsozialisten hofierten Furtwängler wegen seiner internationalen Reputation als kulturelles Aushängeschild. Für 1933 ist nachgewiesen, dass er sich für einige Juden (wie seinen Konzertmeister Szymon Goldberg) einsetzte. Der Ministerialdirektor im Kultusministerium, Georg Gerullis, hielt am 20. Juli 1933 in einem Dienstschreiben an Reichskulturverwalter Hans Hinkel diesbezüglich verärgert fest: „Können Sie mir einen Juden nennen, für den Furtwängler nicht eintritt?“

      Im Vorfeld eines gemeinsamen Konzerts mit den Berliner Philharmonikern im April 1933 in Mannheim kam es zu Protesten gegen die Mitwirkung jüdischer Musiker. Furtwängler sagte das Konzert daraufhin kurzerhand ab und kündigte an, in dieser Stadt nicht mehr zu gastieren, solange „bei Ihnen solche Gesinnung herrscht“.In einem offenen Brief an Joseph Goebbels kritisierte Furtwängler am 11. April 1933 die Diskriminierung jüdischer Musiker: „Nur einen Trennungsstrich erkenne ich letzten Endes an: den zwischen guter und schlechter Kunst.“ Wohl habe der Kampf Berechtigung gegen jene, die „wurzellos und destruktiv, durch Kitsch und trockene Könnerschaft“ zu wirken suchten. Wenn sich dieser Kampf jedoch gegen wirkliche Künstler richte, so sei das nicht im Interesse des Kulturlebens. Es müsse klar ausgesprochen werden, dass Männer wie Walter, Klemperer und Reinhardt auch in Zukunft mit ihrer Kunst in Deutschland zu Wort kommen müssten.


      Wenn Sie das als "NS können" bezeichnen, dann darf man Sie dafür mit voller Berechtigung als Verleumder und Volltrottel bezeichnen.

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