https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/dessau/wittenberg/news-feuer-dueben-coswig-feuerwehr-schweine-ferkel-peta,brand-schweinemastanlage-100.html
Aber bei allen Bränden gabs keine klar ermittelte Brandursache. Schon seltsam. Sagen wir mal so: Leicht-sinnigkeit, unsachgemäße Anbringung von Elektroleitungen, was auch immer: aber nach den ersten zwei Bränden müsste es doch von der verantwortlichen Aufsichtsbehörde verstärkte Kontrollen bei Mastbetrieben geben, ob die Bau- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.
Sollte da Brandstiftung der Betreiber vorliegen, um die Versicherungen zu schröpfen? Irgendwie nicht glaub-würdig. Im Fall von Oberösterreich hatte gerade der Sohn den Betrieb des Vaters übernommen.
Aber Brandstiftung von außerhalb? Wieso kommt mir dieser Gedanke:
Keine ermittelte Brandursache in allen Fällen, und sofort nach jedem Brand tritt die Organisation "PETA" auf den Plan, um gegen die Betreiber Anzeige weg. Tierquälerei zu erstatten.
Was ist Peta: https://www.peta.de/
Sie schreiben sich den Tierschutz aufs Panier, aber sie sind auch radikale Veganer und absolute Gegner von Tierhaltungen, die dem Fleischkonsum oder der Bekleidungsindustrie dienen.
Nachtigall, hör ich Dir trapsen? Nehmen wir mal ein Beispiel aus einem anderen Bundesland:
https://www.welt.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/article69c6082eaf187d606b8147d9/fuenf-jahre-grossbrand-wie-weiter-in-alt-tellin.html
Und immer wieder wird der Finger auf mangelhafte Elektroinstallation gelegt. Da stellt sich doch die Frage, ob das tatsächlich zutreffend ist und das niemand in verantwortlicher Kompetenz vorher kontrolliert hat. Nicht einmal von den Versicherern?
Schließlich ist eines für mich vorstellbar, gerade anhand des Fotos des links des Betriebes in Mecklenburg-Vorpommern: Niemand ist in der Lage, nach so einem Brand zu sagen, dass eine Elektroleitung die Brandursache war, wenn alle Elektroleitungen abgebrannt sind. Eine der sichersten und kaum eruierbaren Brandstiftungsmethoden, meiner Meinung nach.
Bin hier schon etwas zwiegespalten. Ich bin passionierter Schweinefleischfresser, aber so etwas wie Sympathie genießt deshalb die Fleischindustrie bei mir noch lange nicht.
AntwortenLöschenCher Collega,
Löschenaber ... so von Jurist zu Jurist gesprochen: auch ohne Sympathie für die Fleischindustrie sollte es doch klar sein, daß das Abfackeln solcher Betriebe auch keine sympathische Aktion darstellt, oder?
Mit Genuss Schweinefleisch essen und dem gegenübergestellt, die Fleischindustrie, - das sind zwei paar Stiefel und da liegen oft Welten dazwischen. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als wir schon in Deutschland gelebt haben und mein Vater uns noch mit Qualitätsfleisch, direkt beim Bauern geschlachtet, den Kofferraum vor der Fahrt volllgemacht hat. Das war Ende der 70er Jahre. Immer etwas Bammel im Bauch beim Grenzübertritt, aber es hat immer geklappt.
LöschenIm Laufe der Zeit habe ich auch beobachten müssen, was sich da alles verändert hat, auch in der Kleinstadt, in der wir gelebt haben. Von der industriellen Fleischverarbeitung gar nicht zu sprechen, da sträubt sich was in mir, denn auch ein Schwein ist ein Lebewesen, das uns unser Schöpfer zur Verfügung gestellt hat, aber mit dem Respekt vor dem Leben und auch vor der notwendigen Tötung.
Einer der vielen Gründe, die Ende der 90er zu unserer Übersiedlung nach Siebenbürgen geführt haben, weil man da noch andere Möglichkeiten hat und andere Wege geht. O.k., bei uns in der Stadt ist auch mittlerweile die EU-Vorschrift gültig, dass man nur am Schlachthof schlachten darf. Aber wen interessiert das schon, zumal Brüssel mehr als 2.000 km weit entfernt ist.
Ich schlachte zuhause (in unserm Hof im Stadtzentrum) selbst, und ich habe eine Methode gefunden, damit das Schwein bis zum letzten Moment nicht weiß, was ihm nun bevorsteht. Natürlich mit Schussapparat. Ein auf gesunde Weise gefüttertes Schwein vom Bauern, auf humane Art geschlachtet, sodass keine Zeit bleibt, dass das Tier Adrenalin oder Milchsäure aufbauen kann, was die Haltbarkeit und den Geschmack des eingefrorenen Fleisches beeinträchtigt, so halten wir das.
Klar, in Berlin im 8-stöckigen Wohnblock wirds da schwierig, aber es gibt immer Möglichkeiten, das zu realisieren. Ist unbequemer und kostet vielleicht auch mehr Geld und vor allem Zeit, aber erstens weiß man dann, was man hat und was man isst, und außerdem unterstützt man dadurch die bäuerliche Landwirtschaft.
Seufz... Das Ganze ist ein Sympathieproblem. Eigentlich kann man sich Sympathien und Antipathien längst nicht mehr leisten. Was soll ich Ihnen sagen: Es gibt weit himmelschreienderes Unrecht als so etwas. Es gibt Opfer institutionalisierter Gewalt, die bei mir mitleidendes Herzblut verursachen. Und Rechtsstaatlichkeit der Methodik findet auch in anderen Bereichen nicht statt. Deshalb fehlt mir die Kraft, mich ausgerechnet gegen so etwas zu echauffieren. Auch ganz ohne Sympathie oder gar Billigung: Es gäbe weit Dringlicheres zu beklagen. Das heißt aber nicht, dass der Artikel von Helmut uninteressant wäre. Und dass die hier offenbar durchschimmernde Allianz zwischen Deep state und selbstjudiziellen Aktivismus nicht verdammt bedrohlich aussieht. Und dass aus solchen Aktionen für uns irgendetwas Gutes oder ein echter Fortschritt im Tierschutz entstehen könnte. All das will ich wirklich nicht gesagt haben. Meine Aussage war nur eine Antipathiekundgebung gegen unsere Fleischindustrie trotz persönlicher Zerrissenheit. Bevor ich mir jetzt meinen gegrillten Schopfbraten gönne. Schmackhaftes und billiges Fleisch.
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