von Manfred Müller
Die Ungarn-Wahlschlacht ist geschlagen, das heißt: geschlagen ist Orbán, nach 16 Jahren eigentlich keine Seltenheit, eher das Gegenteil! Es ist ziemlich egal, was im Einzelnen die Gründe dafür sind – insgesamt war es eine kaum entwirrbare Vielzahl, von innenpolitischen Korruptionsvorwürfen, Erstarrung des Systems und Wunsch der Bevölkerung nach etwas "Neuem", aber ebenso von außenpolitischen Einflüssen aus Brüssel, von den fast durchwegs links tickenden Mainstreammedien bis hin zu finanziellem "Input" aus der Soros-Ecke (und anderen "NGOs"). Aus seiner Seite staatsstreich.at zieht Andreas van de Kamp plausibel ein Fazit aus der Wahl und wagt eine Prognose für die künftige Entwicklung:
Ungarn: Triumphgeheul d. MorituriIn Ungarn ist am gestrigen Sonntag der auch von der EU ungeliebte Regierungschef der vergangenen 16 Jahre, Victor Orban, abgewählt worden, was – gemessen an “demokratischen Maßstäben” – eigentlich normal ist. Weil Orban aber ständig Sand ins Getriebe der EU-Kriegs-treiberei gestreut hat und derlei von Magyar nicht zu erwarten ist, begann in Brüssel die erste Stimme des Triumphgeheuls.
Dem Siegesrausch folgt auf dem Fuße der Machtrausch, und so berauscht verliert man leicht den Weg aus den Augen und landet bald im Graben. Es mag sein, dass bei Magyar wegen seiner ganz offensichtlich guten "Verwendbarkeit" für die EUrokraten und die Soros-Netzwerke stützend und lenkend eingegriffen wird. Schließlich wollen die Investoren in seinen Wahlsieg nicht um dessen süße Früchte gebracht werden! Der Einsatz muss sich doch rechnen!
Doch Rechnungen können auch ohne den Wirt gemacht sein – und solche Rechnungen pflegen dann nicht "aufzugehen". Warten wir ab, ob die Mogelpackung Magyar die Erwartungen seiner Landsleute erfüllen wird (wohl sicher nicht), aber ebenso, ob er die Erwartungen seiner Investoren erfüllen kann. Denn, wie van de Kamp richtig schließt:
Ohne Öl und Gas ist alles nix und man wird sehen, ob’s die TISZA tatsächlich bis zum Wechsel der Amtsgeschäfte schafft.
Oder ob es sie aus den inneren Widersprüchen, die schnell zu Tage treten werden, zerreißt. Es bleibt anzuwarten.
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