Mittwoch, 3. März 2021

Zum Thema Datenschutz

 
... dem Andreas Unterberger jüngst einen etwas ambivalent zu wertenden Artikel widmete, noch ein fulminanter
 
 
Gastkommentar
von elfenzauberin
 
 
Ich gebe Dr. Unterberger vollkommen recht, dass der Datenschutz in der jetzigen Form komplett sinnlos ist. Doch es lohnt sich, diese Thema auch aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Es sei vorausgeschickt, dass ich ein liberaler, oder genauer gesagt ein libertärer Geist bin, der den unbändigen Freiheitswillen einer Ayn Rand bewundert und der ein selbstbestimmtes Leben führen will. Davon sind wir aber meilenweit entfernt. Derjenige, der mich hier massiv einschränkt, ist der Staat, der mir nicht auf Augenhöhe begegnet, sondern mich als Untertan betrachtet, den man nach Belieben ausnehmen kann wie eine Weihnachtsgans.

Das ist nicht so einfach dahingesagt. Wenn ich meine jährliche Steuererklärung abgebe, dann muss ich für jeden lächerlichen Kugelschreiber einen Beleg vorweisen, um ihn steuerlich geltend zu machen. Umgekehrt besteht seitens des Staates diese Rechtfertigungsplicht nicht. Der Staat kann in Wahrheit machen, was er will. Und wenn ich an den Sager von Mikl-Leitner (ÖVP) erinnern darf ("Her mit der Marie, her mit dem Zaster"), dann weiß man, wie die Mehrheit unserer Volksvertreter ticken.

Insofern wünsche ich mir keinen effizienten Staat, denn ein solcher wird seine gesteigerte Effizienz mit Sicherheit dafür nutzen, mich finanziell bis auf die Unterhosen auszuziehen und meine Freiheit noch weiter einzuschränken.

Wer das für übertrieben hält, der soll sich in Erinnerung rufen, dass es der Staat war, der wegen einer Infektionskrankheit mit einer Inzidenz von unter 1% und einer Letalität von 0,3% rigide Ausgangs-sperren verhängt hat, der uns zwingt, Masken sogar im Freien zu tragen, der uns zwingt, absurde Abstandsregeln einzuhalten und uns bei Nichtbeachtung mit drakonischen Strafen droht. Es ist auch der Staat, der das Geld der Steuerzahler dafür missbraucht, um Medien zu bestechen und Leute gnadenlos zu verfolgen, die keine Schuld auf sich geladen haben.

Insoferne stehe ich jedem "effizienten" Staat mehr als skeptisch gegenüber. Aus meiner Sicht besteht die Aufgabe des Staates darin, dass er Aufgaben übernimmt, die der einzelne nicht schultern kann. Dazu gehört etwa der Ausbau der Infrastruktur, die innere Sicherheit, der Schutz der Grenzen und ähnliches. Wofür ich den Staat mit Sicherheit nicht brauche, sind solche Dinge wie Kultur, Sport, Freizeit, Familie, Gesundheit etc. Die entsprechenden Ministerien könnte man ersatzlos auflösen.

So gesehen interessiert es mich überhaupt nicht, dass ich dem Staat meinen Impfstatus in elektronischer Form zur Verfügung zu stellen, denn die Erfahrung zeigt, dass der Staat diese Informationen letzt-endlich GEGEN seine Bürger einsetzen wird. Das hat die Vergangenheit gezeigt.

Deswegen schrillen bei mir die Alarmglocken, wenn der Staat das Bargeld abschaffen will, wenn er elektronische Gesundheitsakte anlegen will, wenn er die Möglichkeit hat, nachzusehen, wofür ich mein Geld ausgebe usw.

Statt eines gläsernen Bürgers wünsche ich mir einen gläsernen Staat. Letztendlich sind es die Bürger, die den Staat finanzieren. Die Politiker sind keine Herrschen, sondern Volksvertreter, die Rechen-schaftspflicht gegenüber den Steuerzahler haben sollten. Statt dessen genießen sie Narrenfreiheit.

Ich meine weiters, dass die Staatsgläubigkeit und der Etatismus, der immer mehr um sich greift, eine wesentliche Quelle der deplorablen Zustände sind, die in unserem Land herrschen.
 
 

1 Kommentar:

  1. Unterberger ist einfach ein ALT ÖVPler.
    Wüsste nicht was an dem so prickelnd wäre.
    Er hat in etwa den Thrill wie Otmar Karas.
    Es gibt nur ein Versagen nämlich über die EU bestellt zu haben, zu spät, die falschen Impfstoffe. Das ändert sich auch nicht durch Aufhebung des Datenschutzes.Eine Anwendungstudie hätte uns auch nicht geholfen, sondern einfach rechtzeitig zu bestellen und zwar nicht kleckern beim Preis, mRNA Impfstoff en masse. Es ist kein Zufall warum Astra in Tirol nicht verwendet wird.
    Es gibt eine Ausnahme wo ich dafür wär den Datenschutz aufzuheben, nämlich dafür:
    https://www.heute.at/s/wolfsmasken-vergewaltiger-steht-vor-gericht-100130891

    AntwortenLöschen

Forums-Trolls, die die Kommentarfunktion zugemüllt hatten, machten die Moderation von Kommentaren nötig. Da der Blogbetreiber weder Zeit noch Lust hat, ständig den Blog zu beobachten, können auch mehrere Tage vergehen, bevor ein Kommentarposting freigeschaltet wird. Bitte um Verständnis.

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die gem. DSGVO notwendige Zustimmung, daß dieser im Falle seiner Freischaltung auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger«-Software vorgegeben ist weiters, daß Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie sie bekanntgeben, gespeichert wird. Dasselbe gilt für für Meldung als »Follower« u. dergl. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars begehren, können Sie dies unter Angabe des bezughabenden Artikels, sowie von Datum und Uhrzeit ihres Kommentars tun. Ihr Kommentar wird dann innerhalb einer dem Blogbetreiber zumutbaren Zeit gelöscht wird (auch dies kann mehrere Tage dauern).

Ob etwaige Daten eines Kommentators (IP-Adresse etc.) von der »Blogger«-Software automatisch gespeichert und/oder weiterverarbeitet werden, entzieht sich der Kenntnis des Blogbetreibers, ist von diesem aber weder beeinflußbar noch kontrollierbar. Zu diesem Fragen wenden Sie sich bitte an:

https://www.google.de/contact/impressum.html

Hier finden Sie auch einen Hinweis zur »Datenschutzerklärung«:

https://policies.google.com/privacy?hl=de

Auf diesem Blog herrscht auch hinsichtlich der Kommentare weitestgehende Redefreiheit. Gelöscht werden jedoch Kommentar
1. durch deren Stehenlassen sich der Blogbetreiber strafrechtlichen Sanktionen aussetzen würde;
2. die dazu dienen, diesen Blog öffentlich zu diskreditieren;
3. Werbeeinschaltungen (auch in Form von Schleichwerbung);
4. persönliche Beleidigungen und ähnliches (bitte argumentieren Sie möglichst sachlich).
5. Kommentare, die ohne oder nur geringen inhaltlichen Zusammenhang mit dem Artikel oder dem daran schließenden Kommentarverlauf gepostet werden (»off topic«), können — evtl. nach Abwägung der Informationsinteressen im freien Ermessen des Blogbetreibers — durch den Administrator gelöscht werden.

Wem das nicht frei genug ist, dem sei dringend geraten, seinen eigenen Blog zu eröffnen.