Dieser Bericht ließ mich aufhorchen, - denn es wird eigentlich
kaum darüber in den staatlich finanzierten MSM berichtet. Aber diese Meldung
entspricht der Wahrheit, ich hab‘s überprüft. Sogar KI gibt es zu. Mit einigen
wenigen Kürzungen drucke ich diesen Artikel ab, den ich hier entdeckt habe:
https://www.infosperber.ch/politik/
Die Nato verschleiert ihre atomare Aufrüstung
In Europa sind circa 100 einsatzfähige US-Atombomben
stationiert. 100 bis 150 sollen dazu kommen. Für den F-35 wird eilig umgebaut.
Dass die Nato nicht nur konventionell, sondern auch
nuklear weiter aufrüsten werde, hatte Nato-Generalsekretär Mark Rutte schon am
21./22. April anlässlich des diesjährigen Nato Nuclear Policy Symposiums
angedeutet, zu dem rund 150 Experten aus den Mitgliedstaaten in Istanbul
zusammengekommen waren. «In Zeiten großer Instabilität», äußerte Rutte damals,
nehme auch «die Bedeutung nuklearer Abschreckung zu»; man müsse deshalb dafür
sorgen, dass die Abschreckung «glaubwürdig, sicher und wirksam» bleibe. In
diesem Kontext werde man «wichtige Entscheidungen» treffen müssen – «unter
anderem darüber, wie sich die nukleare Aufstellung der Nato weiter an das sich
verschlechternde Sicherheitsumfeld anpassen muss».
Zwei Monate später, am 18. Juni, bekräftigte die Nuclear
Planning Group der Nato nach ihrem regulären Jahrestreffen in Brüssel, man sei
mittlerweile dabei, «die nuklearen Fähigkeiten der Nato zu modernisieren» und
ihre «nuklearen Planungsfähigkeiten zu stärken. In die benötigten «Fähigkeiten»
werde man entsprechend «investieren».
«Taktische» Einsätze
Bei der Modernisierung, die bereits im Gang ist, handelt
es sich zum einen um die Ersetzung alter durch neue US-Atombomben, die im
Rahmen der «nuklearen Teilhabe» in fünf Ländern Europas lagern. Sie ist, wie
aus Äußerungen hochrangiger Militärs hervorgeht – Experten bestätigen dies –,
inzwischen abgeschlossen. Konkret sind alte B61-Bomben durch neue vom Typ
B61-12 ersetzt worden.
Die B61-12 sind deutlich zielsicherer als ihr
Vorgängermodell; sie lassen sich zudem skalieren, also mit unterschiedlicher
Sprengwirkung einsetzen. Wie Fachleute bestätigen, können sie somit prinzipiell
auch «taktisch» eingesetzt werden, so etwa, um feindliche Kommandozentralen und
andere militärische Infrastruktur zu zerstören, aber auch, um Ansammlungen
feindlicher Streitkräfte zu vernichten. Sogar Einsätze auf dem Schlachtfeld
sind prinzipiell denkbar. Damit sinkt die Hemmschwelle zu ihrer Nutzung –
und die Atomkriegsgefahr nimmt zu.
Die fraglichen US-Bomben sind auf Flugplätzen in Büchel
in der Eifel, in Kleine Brogel in Belgien, in Volkel in den Niederlanden, in
Aviano und Ghedi in Italien sowie in İncirlik in der Türkei stationiert.
Insgesamt soll es sich Experten zufolge derzeit um rund 100 jederzeit
einsatzfähige Atombomben handeln. Für Büchel wurde bislang die Zahl 20 genannt.
Milliarden für Büchel
Mit der Umrüstung auf die neuen Bomben vom Typ B61-12
sind weitere modernisierende Maßnahmen verbunden. Dazu zählt insbesondere die
Umstellung auf neue US-Kampfjets des Modells F-35. Alle Streitkräfte, die in
die nukleare Teilhabe integriert sind, besitzen bereits F-35-Jets oder sind
dabei, sie zu erwerben – auch die deutsche Bundeswehr, die für zehn Milliarden
Euro 35 F-35-Jets erwirbt.
Für den Betrieb der F-35 wiederum muss der Fliegerhorst
Büchel umfassend umgebaut werden. Unter anderem benötigt er eine völlig neue
Infrastruktur für die Einsatzsteuerung. Die Umbauten sollen spätestens 2027
abgeschlossen sein. Der starke Zeitdruck sowie spezielle Sicherheits-vorgaben
der Vereinigten Staaten – so darf zum Beispiel nicht einmal Stahl aus
chinesischer Herstellung genutzt werden – treiben mittlerweile die Kosten
rasant in die Höhe. Gingen die Planungen zunächst von Kosten von gut 700
Millionen Euro aus, so war bald schon von 1,1 Milliarden Euro die Rede. Im Juli
vergangenen Jahres räumte das Verteidigungsministerium ein, der Endpreis werde
wohl sogar auf zwei Milliarden Euro steigen.
An der Grenze zu Russland
Im Rahmen ihrer weiteren nuklearen Aufrüstung zieht die
Nato, wie am Freitag berichtet wurde, auch die Einrichtung neuer
Stationierungsorte in Betracht. In Großbritannien wird der Plan Berichten
zufolge bereits realisiert. Schon im Sommer vergangenen Jahres hatten
Rüstungsgegner mitgeteilt, man verfüge über klare Hinweise darauf, dass auf die
Air Base Lakenheath nordöstlich von Cambridge B61-12-Bomben verbracht worden
seien. Es wäre das erste Mal seit 2008, dass US-Atomwaffen wieder in Großbritannien
lagern.
Inzwischen gehen Experten allgemein davon aus, dass
US-Atombomben in Lakenheath angekommen sind. Die Luftwaffenbasis war 2021 die
erste in Europa, auf der US-Kampfjets vom Typ F-35 stationiert wurde. Mit den
neuen B61-12 ist das Vereinigte Königreich das sechste Land in Europa, in dem
US-Atombomben lagern. Weitere könnten, wie Nato-Generalsekretär Rutte in einem
Gespräch mit der Deutschen Depeschenagentur explizit nicht ausschloss, folgen.
Genannt werden mögliche Standorte in Finnland, Litauen und Polen, alle an oder
nahe der Grenze zu Russland.
Das Ende der Rüstungskontrolle
Experten urteilen, insgesamt könnten 100 bis 150
Atombomben vom Typ B61-12 zusätzlich in Europa stationiert werden. Parallel hat
auch Frankreich angekündigt, seine Bestände an Kernwaffen aufzustocken. Über
die genaue Zahl will Paris keine Informationen veröffentlichen – mit dem
erklärten Ziel, den Gegner, also Russland, im Unklaren zu lassen. Auch bei der
Nato wird Berichten zufolge darüber nachgedacht, keine Details über die in
Aussicht stehende nukleare Aufrüstung vorzulegen. Als Grund wird gleichfalls
das Vorhaben genannt, in Moskau Unge-wissheit zu schüren. (*)
Während dies als strategischer Vorteil angepriesen wird,
erhöht es faktisch die Unsicherheit in Europa noch mehr, zumal stark davon
auszugehen ist, dass Russland reziprok reagiert, seinerseits Atomwaffen in größerer
Nähe zu Westeuropa stationiert und den Westen auch im Unklaren lässt.
Dies geschieht, nachdem die Vereinigten Staaten
systematisch die nukleare Rüstungskontrolle ruiniert haben, indem sie alle
einschlägigen Abkommen auslaufen ließen, zuletzt New Start, das am 5. Februar
dieses Jahres formal ungültig wurde. Alistair Burnett von der International
Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) konstatiert: «Kein einziges der
Abkommen über atomare Rüstungskontrolle gilt mehr.»
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(*) Ich lach' mich krank, wenn es nicht so fatal wäre! Als
wenn es keine Auslandsgeheimdienste gäbe.
Dieses Thema wird auch in anderen Ländern diskutiert. In
meinen Augen besorgniserregend diskutiert:
https://www.deutschlandfunk.de/atomwaffen-europa-100.html
und auch hier:
https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/politik_ausland_nt/article6a6c045edd06dd5ef2e40015/nato-arbeitet-an-plaenen-fuer-ausbau-der-atomaren-abschreckung.html