Sonntag, 20. September 2026

Im Jahre 1876, also vor 150 Jahren

von LePenseur
 
 
... setzte sich ein damals schon international wohlbekannter Komponist an den Schreibtisch, um sein zweites Violinkonzert zu schreiben, nachdem sein frühes, erstes bereits ein Welterfolg geworden war. Und 1877 ward es dann von niemandem Geringeren als Pablo Sarasate in London (unter dem Komponisten am Dirigentenpult) aus der Taufe gehoben ...
 
Genutzt hat es alles nichts! Das erste Violinkonzert wird bis heute ad nauseam gespielt, die beiden weiteren dagegen fast nie aufgeführt. Was den ebenso beneidens- wie bedauernswerten Komponisten beinahe zu einem "One-Hit-Wonder" machte, nicht ganz, zu seinem Glück, denn sein Kol Nidrei und die Schottische Phantasie hört man noch bisweilen. Der Musikkenner hat es sicher längst erraten: der fragliche Komponist ist niemand anderer als Max Bruch, dessen Musik dem Blogautor seit jeher ans Herz gewachsen ist und den ein wenig aus der Ecke seines "Ersten" zu holen, er schon öfters auf diesem Blog versucht hat.
 
Wie großangelegt auch sein "Zweites" ist, kann man in der meisterhaften Interpretation durch Jascha Heifetz aus dem Jahre 1954 ermessen:
 
 
Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester No. 2 in d-moll, op. 44 
 
1. Adagio ma non troppo 00:00
2. Recitative: Allegro moderato 11:34 (attacca)  
3. Finale: Allegro molto 15:12 
 
Jascha Heifetz (Violine) spielt, begleitet vom RCA Victor Symphony Orchestra unter Izler Solomon 
(2 November 1954, Hollywood
 

4 Kommentare:

  1. ...denn sein Kol Nidrei ...
    Klingt interessant. Darüber habe ich doch irgendwann etwas gelesen. Deschavüh ...
    (Ich meine diesen Begriff, die Musik sei hier außen vor)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Musik außen vor? Nicht doch - Das Stück ist wunderschön!
      https://www.youtube.com/watch?v=XGzOozXt4ek
      Übrigens, falls du das meinen solltest: Bruch war nicht Jude, sondern der Sohn eines preussischen Polizeidirektors im Rheinland und das waren damals sicherlich keine Juden.

      Löschen
  2. Bruch war niemals Jude! Sonst würde sein Violinkonzert nicht mehr aufgeführt hierzulande.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Richtig, Bruch war kein Jude. Dafür sind Sie ein Trottel oder agent provocateur (vermutlich beides).

      Löschen

Forums-Trolle, die die Kommentarfunktion zugemüllt hatten, machten die Moderation von Kommentaren nötig. Da der Blogbetreiber weder Zeit noch Lust hat, ständig den Blog zu beobachten, können bisweilen auch mehrere Tage vergehen, bevor ein Kommentarposting freigeschaltet wird. Bitte um Verständnis.

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die gem. DSGVO notwendige Zustimmung, daß dieser im Falle seiner Freischaltung auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger«-Software vorgegeben ist weiters, daß Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie sie bekanntgeben, gespeichert wird. Dasselbe gilt für für Meldung als »Follower« u. dergl. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars begehren, können Sie dies unter Angabe des bezughabenden Artikels, sowie von Datum und Uhrzeit ihres Kommentars tun. Ihr Kommentar wird dann innerhalb einer dem Blogbetreiber zumutbaren Zeit gelöscht wird (auch dies kann mehrere Tage dauern).

Ob etwaige Daten eines Kommentators (IP-Adresse etc.) von der »Blogger«-Software automatisch gespeichert und/oder weiterverarbeitet werden, entzieht sich der Kenntnis des Blogbetreibers, ist von diesem aber weder beeinflußbar noch kontrollierbar. Zu diesem Fragen wenden Sie sich bitte an:

https://www.google.de/contact/impressum.html

Hier finden Sie auch einen Hinweis zur »Datenschutzerklärung«:

https://policies.google.com/privacy?hl=de

Auf diesem Blog herrscht auch hinsichtlich der Kommentare weitestgehende Redefreiheit. Gelöscht werden jedoch Kommentare
1. durch deren Stehenlassen sich der Blogbetreiber strafrechtlichen Sanktionen aussetzen würde;
2. die dazu dienen, diesen Blog öffentlich zu diskreditieren;
3. Werbeeinschaltungen (auch in Form von Schleichwerbung);
4. persönliche Beleidigungen und ähnliches (bitte argumentieren Sie möglichst sachlich).
5. weiters können Kommentare, die ohne oder nur geringen inhaltlichen Zusammenhang mit dem Artikel oder dem daran schließenden Kommentarverlauf gepostet werden (»off topic«) — evtl. nach Abwägung der Informationsinteressen im freien Ermessen des Blogbetreibers — durch den Administrator gelöscht werden.

Wem das nicht frei genug ist, dem sei dringend geraten, seinen eigenen Blog zu eröffnen.