Der kenntnisreiche Prof. John Mearsheimer (5) : The False Promise of Tactical Nuclear Weapons.
von LePenseur
Am 24. August veröffentlichte Prof. Mearsheimer ein weiteres Video zur Frage, ob sogenannte "taktische Atomwaffen" tatsächlich eine kriegsentscheidende Rolle spielen können. Unterm Video gibt der Professor eine kurze Zusammenfassung seiner Ausführungen (hier auf deutsch übersetzt):
Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass die USA daran interessiert sind, ihre Optionen für den Einsatz ihres Nukleararsenals zu erweitern. Insbesondere scheint das Pentagon seine Abhängigkeit von taktischen Atomwaffen sowohl zur Abschreckung als auch zur Kriegsführung im Falle eines Scheiterns der Abschreckung zu erhöhen.
Ich werde argumentieren, dass ein Krieg mit taktischen Atomwaffen kaum zu einem bedeutenden militärischen Sieg führen und katastrophale Folgen haben dürfte. Tatsächlich verfolgten die USA und die NATO in den 1950er Jahren im Kontext eines Krieges in Europa genau diese Option, nur um dann festzustellen, dass sie einen anderen Weg finden mussten, die Sowjetunion abzuschrecken und sie im Falle eines Scheiterns der Abschreckung zu bekämpfen. Die gleiche grundlegende Logik, die damals galt, gilt auch heute noch. Kurz gesagt: Taktische Atomwaffen sind keine kriegsentscheidenden Waffen.
Unter dem Video fand ich einen wirklich interessanten Kommentar:
@considerthis7680
Something that John failed to mention was that after the fall of the USSR, and many of the internal documents became available for study, there was little evidence found that the USSR had any intentions of invading Western Europe in the 50s and 60s, despite NATO's firm beliefs to the contrary. Much like now, the US and NATO were willing to go to nuclear war to fight a greatly exaggerated threat. If this is true, it begs the question, why? I.e., what drives the West to consistently see minor combatants as Sauron? Perhaps a military industrial complex that can't differentiate between a King snake and a Coral snake shouldn't be turned loose with multi-million dollar budgets and nuclear weapons. If you like other interesting military plans from back in the day, look up Operation Dropshot -- where the US thought about doing to the USSR what Israel has done to Gaza, but with nuclear weapons.
(John hat unerwähnt gelassen, dass nach dem Zerfall der UdSSR und der Freigabe vieler interner Dokumente kaum Beweise dafür gefunden wurden, dass die UdSSR in den 50er- und 60er-Jahren tatsächlich Invasionsabsichten in Westeuropa hegte – entgegen der festen Überzeugung der NATO. Ähnlich wie heute waren die USA und die NATO bereit, einen Atomkrieg zu führen, um eine stark übertriebene Bedrohung abzuwehren. Wenn das stimmt, stellt sich die Frage: Warum? Was treibt den Westen dazu, kleinere Konfliktparteien immer wieder als Sauron zu sehen? Vielleicht sollte man einem militärisch-industriellen Komplex, der nicht zwischen einer Königsnatter und einer Korallenschlange unterscheiden kann, nicht Millionenbudgets und Atomwaffen anvertrauen. Wer sich für andere interessante Militärpläne aus dieser Zeit interessiert, sollte sich die OperationDropshot ansehen – die USA erwogen, der UdSSR das anzutun, was Israel mit Gaza gemacht hat, nur eben mit Atomwaffen.)
Wir leben, ich muß mich leider wiederholen, tatsächlich am Anbruch "interessanter Zeiten", wie der bekannte chinesische Fluch lautet ...
Nun ja. Zur Wahrheit gehört auch, dass der ehrenwerte Penseur schon zu Zeiten des „Kalten Krieges“ eher auf Seiten (Sowjet)Russlands als der westlichen Welt stand. Da sieht er sich durch solche „Enthüllungen“ über das so defensive friedliebende Russland damals natürlich bestätigt. Ungarn, Tschechei, Polen, Kuba, Angola, Nordkorea, Afghanistan und und und, das waren natürlich alles reine Verteidigungsmassnahmen zur Erhaltung des von der finsteren NATO permanent bedrohten Weltfriedens.
... schon zu Zeiten des „Kalten Krieges“ eher auf Seiten (Sowjet)Russlands als der westlichen Welt ...
Wow! Da kennt mich einer schon seit m ehr als 35 Jahren (denn 1991 spätestens muß man doch das Ende des Kalten Kriegs ansetzen).
Als Libertär-Konservativer, der ich schon deutlich länger als seit 1991 war und bin – das datiert bereits auf meine Studienzeit (d.h. über 50 Jahre) zurück , als ich mich bei den nach 1968 damals stramm linken Hochschülerschafts-Fuzzis in Diskussionen seeehr unbeliebt machte, was meine Unikarriere in der Sitzung der Fakultätskollegiums, das über Assistentenbestellungen zu bestimmen hatte, ziemlich konterkarierte ... nun, nachträglich gesehen: es war zu meinem Besseren, ich beklage mich nicht ... – waren meine Sympathien für die UdSSR höchst endenwollend ausgeprägt.
Aber wenn Sie mich schon so lange kennen, wie Sie behaupten, wird es Ihnen doch ganz leichtfallen, hier mit entsprechenden Dokumenten das Gegenteil zu beweisen.
Viel Spaß beim Versuch!
Und was Ihre Staatenliste angeht: Ungarn, Tschechei (huch! Welch pejorative Bezeichnung für die CSSR! Rassismus pur, würde ich sagen ...) und Polen waren Aktionen der sozialistisch geführten UdSSR, die mit den Intentionen des heutigen eindeutig nicht sozialistischen Rußlands keinerlei Ähnlichkeiten haben.
Kuba war weitgehend kubanischer "Eigenbau" aufgrund des durch durch durch korrupten Battista-Regimes von Gnaden der USA. ODer wollen Sie behaupten die pöhsen Sowjets wären in Kuba gegen den willen der Bevölkerung einmarschiert. Falls ja: vergessen Sie nicht auf die regelmäßige Einnahme Ihrer Tabletten ...
Angola detto. Dort hatte eine einheimische Bevölkerung einfach den Kolonie-Status satt.
Nordkorea: ach, wirklich? Ich dachte immer, daß v.a. China im Koreakrieg Nordkorea unterstützt hat
Afghanistan: Ball flachhalten! Da haben sich die wertewestlichen Imperien von UK und USA noch viel, viel weniger mit Ruhm bekleckert.
Das "und und und" kann ich leider nicht kommentieren, aber wenn Sie wollen, dann rechne ich das gerne mit den unzähligen Regime-Changes durch CIA & MI6 (+ franz. Geheimdienst, zum Drüberstreuen) auf und bin mir ganz sicher, daß der Saldo auf Seiten des achso "demokratischen" Wertewestens zu liegen kommt.
Werter Herr Le Pensur, man muss Sie sicherlich nicht seit Jahrzehnten persönlich kennen, um einigermaßen klar und zweifelsfrei zu wissen, dass Ihre Sympthien im Kalten Krieg wohl kaum äquivalent verteilt waren. Zweifellos war Ihnen als auch damals schon Libertärem der US-Kapitalismus mindestens a bisserl näher als der Sowjet-Kommunismus. Aber das war's dann auch schon. Auch "Sowjetrussland" war Russland, und nicht nur wegen der "russischen Seele", die Sie ausweislich etlicher Artikel ja immer wieder so zum elegisch-begeisterten Schwelgen bringt, sondern überhaupt politsch und "soziokulturell" war Ihnen Sowjetrussland natürlich näher als der Westen, der für Sie (nachlesbar in gefühlt Hunderten von Artikeln hier) am Ende des Tages das Evil Empire par excellence ist. (Wie US-Präsident Reagan dermaleinst Sowjetrussland bezeichnete - tempi passati!)
Russland, und nicht nur wegen der "russischen Seele", die Sie ausweislich etlicher Artikel ja immer wieder so zum elegisch-begeisterten Schwelgen bringt, sondern überhaupt politsch und "soziokulturell" war Ihnen Sowjetrussland natürlich näher als der Westen
Da muß ich Sie enttäuschen: zu Studienzeiten stand mir eher die Schweiz und ihr damaliges direktdemokratisches politisches System (das mittlerweile leider fast is zur Unkenntlichkeit entstellt wurde) nahe. Großmächte waren und sind mir immer suspekt.
Und was mein angebliches "Schwelgen in Sachen russischer Seele betrifft: ich war schon damals der skeptische (und bisweilen sarkastisch "Wahrheiten" in Frage stellende) Jurist, der ich immer noch bin. Heute vielleicht etwas altermilder gestimmt als damals, zugegeben.
Aber: die Verlogenheit der USA (und vorher des UK), mit der philanthropisch psalmodiert wird, worauf dann die Erpressungen und Bomben folgen, fand ich und finde ich noch heute zum kotzen. Was nicht impliziert, daß ich Heuchelei von kommunistischer Seite eher gemocht hätte (zusätzlich hat mich deren kollektivistische Menschensicht immer abgestoßen).
Und was Reagan betrifft: ich hielt ihn immer für einen Schauspieler. Keinen großen, aber eine routinierten. Bis zum Ende seiner Amtszeit. Er war mir etwas sympathischer als die Figuren, die die Dems ins Rennen geschickt haben, aber das war's dann auch schon ...
Ob Nordkorea im Korea-Krieg von Russland unterstützt wurde oder (wohl eher) nicht, Fakt ist, dass es seit dem Ukraine-Krieg zusammen mit den bekannt demokratischen Staaten China und Iran der treueste Unterstützer und Freund Russlands ist. Gerade werden wieder 10.000 nordkoreanische Kämpfer in die Ukraine entsandt. Woraus sich auch wieder hochinteressante Verbindungen zu USA ergeben, hat Trump doch gerade wieder seine unverbrüchliche Freundschaft zu dem "großartigen" Diktator Kim beschworen. Dass der Stalinist ist, stört Trump nicht nur nicht, das findet er sogar bewundernswert.
die Fragen nach dem Geisteszustand des Orange Man sollten Sie, bitteschön, an seinen Vize, der für seine Antsenthebung zuständig wäre, stellen.
Ubd was die ironische Erwähnung von "... bekannt demokratischen Staaten China und Iran der treueste Unterstützer und Freund Russlands" betrifft: bitte den Ball flachhalten. Jahrzehntelang waren und sind noch bekannt demokratische Staaten wie Saudi-Arabien, die VAR oder auch Aserbaidschan etc. etc. treueste Unterstützer der USA.
Und der bekannt demokratische Staat Ukraine ist geradezu auf Bussi-bussi-Freundschaft zur bekannt demokratischen Europäischen Union ...
Sie kennen das Sprichwort vom Glashaus und dem Steine werfen ...?
Also demokratischer als Russland, China, Iran und Nordkorea ist die Ukraine allemal. Selensky wurde Präsident, weil die Mehrheit in einer demokratischen Wahl ihn wählte und Präsident Poroschenko abwählte. Wo hat’s so etwas in einem der vier vorgenannten Länder gegeben? ? (Und, bevor jetzt gleich reflexhaft gefaucht wird: „Der Penispianist“ dürfte längst nicht mehr im Amt sein!“ - Die ukrainische Verfassung lässt Wahlen in Kriegszeiten nun einmal nicht zu. Kann man doof finden. Dann muss halt die ukrainische Verfassung geändert werden. Geht in Russland ja auch, wo Putin die Verfassung hat ändern lassen, um so lang wie möglich an der Macht zu bleiben.
Ich will ja einer Antwort des Bloggründers nicht vorgreifen, aber wenn Sie meinen, dass die Ukraine "demokratischer" sei...
... als Nordkorea: wohl sicher ... als China: sehr wahrscheinlich ... als Iran: vielleicht ... als Russland: sicher nicht
Denn was an einem Land "demokratisch" sein soll, in dem ein paar Oligarchen die effektive Macht haben, die sie durch bezahlte Neonazi-Banden (fürs Grobe) sowie bestochene und/oder durch Gewaltdrohungen erpresste Politik-Komparsen (zwecks legistischer Behübschung) camouflieren und in dem diese Machthaber einen Kabarettisten und TV-Star als Präsidentschaftskandidaten medial aufbauen und vom irregeführten Volk "wählen" lassen, müssen Sie uns erst mal erklären.
Mein Rat: weniger transatlantisch-globalistische Propaganda konsumieren, das verblödet nämlich nur!
Noch was: "Wahlen lässt ukrainische Verfassung in Kriegszeiten nun einmal nicht zu." Meines Wissen gilt das für Parlamentswahlen; zu Präsidentenwahlen sagt sie diesbezüglich nichts.
Dafür sagt sie, was bei Beendigung eines Präsidentenamtes zu geschehen hat (und NICHT gemacht wurde): Da übernimmt der Parlamentspräsident interimistisch das Amt. Der Penispianist ist also jedenfalls seit Ende seiner regulären Amtszeit nicht mehr verfassungsmäßig im Amt, weshalb Russland mit diesem Präsidentendarsteller auch keine Verträge unterzeichnen wird. Putin ist bekanntlich Jurist.
Ich übrigens auch. LePenseur ist nämlich nicht der einzige Jurist hier "an Bord" (Lechner und Moser sind meines Wissens auch welche)
Nein, wenn ein Kandidat mit dem Programm "Frieden und Zusammenarbeit mit Russland" antritt und dann exakt das Gegenteil macht und die Donbas-Republiken (mit russischer Bevölkerung) mit ca. 14.000 zivilen Todesopfern plattbomben lässt, dann kann man wohl nur von "Irreführung" sprechen.
Dann nennen Sie mir mal auch nur einen Kandidaten in der Weltgeschichte, der nach seiner Wahl sein Wahlprogramm umgesetzt hat. Viel Freude beim verzweifelten Suchen. Wie sagt der Volksmund so treffend: Wählen heißt, jemand beauftragen, gegen meine Interessen tätig zu werden. Das ist die Wahrheit. Der Rest ist Lüge.
Da gibt es sicher einige! Aber einen kann man jedenfalls erwähnen: Putin.
Er ist angetreten -- den Korruptions-Augiasstall des Jelzin-Clans auszumisten -- die politischen Ambitionen der russischen Oligarchen zu beschneiden -- den Einfluss ausländischer "Investoren" zu minimieren -- den Lebensstandard der Bevölkerung zu heben und -- Russland wieder zu einer weltweiten Großmacht zu machen.
Hat er alles eingehalten - ob es Ihnen gefällt oder nicht, ist dabei egal. Denn den Russen hat es offenbar gefallen, dass er es angekündigt und gemacht hat!
Russland eine weltweite Großmacht - der war echt gut! 😂 So weltgrossmächtig, dass die Weltmacht verzweifelt Tschetschenische Islamisten und nordkoreanische Stalinisten in der Ukraine verheizen muss, und trotzdem nach viereinhalb Jahren immer noch viele hundert Kilometer von Kyiw weg ist, das die Weltmacht in wenigen Tagen zu „nehmen“ überzeugt war. Die wirkliche Weltmacht China lachet sich kaputt und macht mit Putin, was sie will.
danke für Ihre Kommentarantworten, die ich auch nicht besser hätte formulieren können!
Cher (chère?) Anonym v. 29 August, 2026 17:09,
wenn das so ist, wie Sie Schreiben, fragt sich nur: warum müssen dann die USA und die anderen Nato-Staaten, die weit mehr als das 10-fache des russischen Militärbudgets ausgeben, ziemlich hilflos zusehen, wie Rußland jetzt, nachdem es seit einige Wochen die sprichwörtlichen Handschuhe ausgezogen hat, die Ukraine systematisch um ihre Häfen und Verkehrslinien blingt, die Wirtschaft der Ukraine zum Kollaps bringt und schätzungsweise (trotz ukrainischer Drohneneinsätze) immer noch ca. das 10-fache an ukrainischen Soldaten tötet und verwundet als seine eigenen Verluste ausmachen.
Und das, obwohl die Ukraine mit voller Unterstützung der USA und der NATO bezüglich der Lenkung der Einsätze gegen Rußland unterwegs ist (was in die Gegenrichtung überhaupt nicht der Fall ist).
Und was China betrifft: Xi ist klug genug zu wissen, daß nicht nur die Russen von China abhängig sind, sondern China ebenso von Rußland. Die beiden werden konzertiert von den USA und EUropa bedrängt, militärisch ebenso wie wirtschaftlich. Und China weiß genau, daß wenn es die "Rückenfreiheit", die ihm Rußland bietet, verliert, als nächster Gang auf dem Menüplan der Globalisten steht (und Rußland weiß es ebenso genau in Bezug auf seine Rückdeckung durch China).
Wenn der Westen ernstlich glaubt, China zum Verrat an Rußland oder Rußland zum Verrat an China überreden/erpresen/bestechen zu können, ist er am Holzweg.
Daß im selben Augenblick, wo der Westen unter seiner Schuldenwirtschaft und der Last seiner diversen Geisteskrankheiten wie Wokismus, Feminismus, Klimawahn etc. zusammenbricht, der Zusammenhalt von Rußland und China auf dem Prüfstand stehen wird, ist keine Frage! Aber derzeit sehe ich diesbezüglich keine Anzeichen.
Ah, der Meister hat sich mein Wort zueigen gemacht :-) - Habe die Ehre! Noch bevor ich letzte Erwiderung Cheffes las, juckte es mich, den Transatlantikern eine Nadel unter den Fingernagel zu stecken: Unvergesslich, wie sich der Wertewesten den erwiesenen Menschenrechtsfreund "Väterchen Stalin" zum Bussi-Bussi-Freund auserkor. Da sind spätere Allianzen mit Figuren wie Saddam Hussein ("zweiter Hitler") geradezu harmlos. Es geht den Figuren nicht um die USA, es geht ihnen darum, ihr heiliges Israel zu decken: christliche Taliban, die seit 2000 Jahren die ((())) "in Watte packen" (Luther, bevor Pfefferkorn ihm ein Licht aufgesteckt hatte). Denen lassen diese gerne JEDES Verbrechen durchgehen - wie im AT so hochgepriesen ... (K.)
Wobei es nicht weise ist, ausschließlich nach "gut" oder "böse" zu bewerten: Sepp Wissarionowitsch war ohne Zweifel eine sehr unangenehme Person - aber wir verdanken in der Hauptsache ihm, dass uns die Segnungen der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution erspart blieben.
>> Wobei es nicht weise ist, ausschließlich nach "gut" oder "böse" zu bewerten << Ach, also auch für Väterchen Hitler? >> verdanken in der Hauptsache ihm, dass uns die Segnungen der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution erspart blieben. << Ei, wie denn das?
Ei, Ihre dümmliche Formulierung zeigt erstens an, dass Sie sich mir haushoch geistig überlegen dünken, zweitens und vor allem, dass jede Antwort ohnehin in den Wind gesprochen wäre.
Doch, hat er. Wissen Sie etwa nicht, wie viele Stalin-Denkmäler auf seine Order saniert oder gar neu errichtet worden sind? Offenbar haben Sie davon noch nie gehört. - Wissen Sie nicht, wie oft p.a. er Wolgograd hochoffiziell in „Stalingrad“ zurückbenennen lässt? Offenbar nie davon gehört. - Wissen Sie nicht, was er mit der Organisation „Memorial“ zur Erforschung der Verbrechen im Stalinismus gemacht hat und wo die dort gearbeitet Habenden jetzt sind? Offenbar nie davon gehört. - Wissen Sie nicht, was Putin am 9. Mai 2025 über den von ihm sog. „Vater unserer großen russischen Nation“ Stalin gesagt hat? Offenbar nie davon gehört.
Bitte eine Liste der auf Anordnung Putins restaurierten bzw. neu errichteten Stalin-Denkmäler (samt nachweislich bezughabendem Dekret Putins). Wenn irgendein Gemeinderat einer Provinzstadt sich bemüßigt fühlt, ein Stalindenkmal zu restaurieren, dann kann man das nicht Putin in die Schuhe schieben.
Offenbar haben Sie noch nie folgenden Artikel (in Wikipedia verlinkt) gelesen: Abgeordnete der Wolgograder Stadtduma haben beschlossen, an den feierlichen Tagen, die historischen Daten der Militärgeschichte gewidmet sind, die Benennung „Heldenstadt Stalingrad“ zu verwenden.
Es handele sich um sechs Daten: 2. Februar – das Ende der Schlacht von Stalingrad, 9. Mai – den Siegestag, 22. Juni – den Trauertag, 23. August – den Tag des Gedenkens an die Opfer des massierten Bombenangriffs auf Stalingrad, 2. September – das Ende des Zweiten Weltkrieges und 19. November – den Anfang der Zerschlagung der Deutschen bei Stalingrad.
Das ist keine Ehrung Stalins, sondern eine Ehrung der Verteidiger und Rückeroberer im 2. Weltkrieg jener Stadt, die damals eben Stalingrad hieß und unter diesem Namen in die Weltgeschichte einging
Daß es in Rußland (und auch außerhalb Rußlands) in gewissen Kreisen eine (mir schwer verständliche!) Nostalgie für Stalin gibt, ist mir bekannt. Aber es gibt auch in gewissen Kreisen Deutschlands eine Nostalgie für Hitler, in Italien für Mussoĺini, in Spanien für Franco, in England für Churchill etc. etc.
Was Memorial betrifft: diese Organisation beschäftigt sich keineswegs nur mit den Verbrechen im Stalinismus, sondern ist eine durch ausländische Geldgeber finanzierte NGO, die gegen Bestimmungen über die Offenlegung ihrer ausländischen Hintermänner verstoßen hat und deshalb nach dem Gesetz über "Ausländische Agenten" verboten wurde (dieses Gesetz ist übrigens eine fast textidente "Abschreibübung" des entsprechenden Gesetzes in den USA, das es dort schon seit Jahrzehnten gibt!)
Hier: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/wladimir-putins-ansprache-bei-der-siegesparade-in-moskau-am-9-mai-2025 können Sie (in deutscher ÜBbersetzung) nachlesen, was Putin am 9. Mai 2025 sagte. Der Name "Stalin" taucht darin kein einziges Mal auf, außer in der Erwähnung des Städtenamens Stalingrad im Satz: "... entscheidende Siege in den großen Schlachten von Moskau und Stalingrad". So what ?!
Mit einem Wort: Sie posten hier bestenfalls (!) Halbwahrheiten, die aber schon sehr nach der Lügen-Seite tendieren.
"Die größte Lüge ist die Wahrheit, mäßig enstellt." (m.W. v. Schopenhauer) Hinzu kommt, daß solche Kretins IMMER übersehen, welche Verbrecher der "Wertewesten" so ehrt. Siegreiche "Verbrecher" werden immer mit Samthandschuhen behandelt, und sei es nur, um die noch lebenden Veteranen zu schonen. Aber das werden transaltantische Kretins immer leugnen, denn die Lüge wohnt in ihnen (siehe Joh 8,44).
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Nun ja. Zur Wahrheit gehört auch, dass der ehrenwerte Penseur schon zu Zeiten des „Kalten Krieges“ eher auf Seiten (Sowjet)Russlands als der westlichen Welt stand. Da sieht er sich durch solche „Enthüllungen“ über das so defensive friedliebende Russland damals natürlich bestätigt. Ungarn, Tschechei, Polen, Kuba, Angola, Nordkorea, Afghanistan und und und, das waren natürlich alles reine Verteidigungsmassnahmen zur Erhaltung des von der finsteren NATO permanent bedrohten Weltfriedens.
AntwortenLöschenCher (chère?) Anonym,
Löschen... schon zu Zeiten des „Kalten Krieges“ eher auf Seiten (Sowjet)Russlands als der westlichen Welt ...
Wow! Da kennt mich einer schon seit m ehr als 35 Jahren (denn 1991 spätestens muß man doch das Ende des Kalten Kriegs ansetzen).
Als Libertär-Konservativer, der ich schon deutlich länger als seit 1991 war und bin – das datiert bereits auf meine Studienzeit (d.h. über 50 Jahre) zurück , als ich mich bei den nach 1968 damals stramm linken Hochschülerschafts-Fuzzis in Diskussionen seeehr unbeliebt machte, was meine Unikarriere in der Sitzung der Fakultätskollegiums, das über Assistentenbestellungen zu bestimmen hatte, ziemlich konterkarierte ... nun, nachträglich gesehen: es war zu meinem Besseren, ich beklage mich nicht ... – waren meine Sympathien für die UdSSR höchst endenwollend ausgeprägt.
Aber wenn Sie mich schon so lange kennen, wie Sie behaupten, wird es Ihnen doch ganz leichtfallen, hier mit entsprechenden Dokumenten das Gegenteil zu beweisen.
Viel Spaß beim Versuch!
Und was Ihre Staatenliste angeht:
Ungarn, Tschechei (huch! Welch pejorative Bezeichnung für die CSSR! Rassismus pur, würde ich sagen ...) und Polen waren Aktionen der sozialistisch geführten UdSSR, die mit den Intentionen des heutigen eindeutig nicht sozialistischen Rußlands keinerlei Ähnlichkeiten haben.
Kuba war weitgehend kubanischer "Eigenbau" aufgrund des durch durch durch korrupten Battista-Regimes von Gnaden der USA. ODer wollen Sie behaupten die pöhsen Sowjets wären in Kuba gegen den willen der Bevölkerung einmarschiert. Falls ja: vergessen Sie nicht auf die regelmäßige Einnahme Ihrer Tabletten ...
Angola detto. Dort hatte eine einheimische Bevölkerung einfach den Kolonie-Status satt.
Nordkorea: ach, wirklich? Ich dachte immer, daß v.a. China im Koreakrieg Nordkorea unterstützt hat
Afghanistan: Ball flachhalten! Da haben sich die wertewestlichen Imperien von UK und USA noch viel, viel weniger mit Ruhm bekleckert.
Das "und und und" kann ich leider nicht kommentieren, aber wenn Sie wollen, dann rechne ich das gerne mit den unzähligen Regime-Changes durch CIA & MI6 (+ franz. Geheimdienst, zum Drüberstreuen) auf und bin mir ganz sicher, daß der Saldo auf Seiten des achso "demokratischen" Wertewestens zu liegen kommt.
Werter Herr Le Pensur,
AntwortenLöschenman muss Sie sicherlich nicht seit Jahrzehnten persönlich kennen, um einigermaßen klar und zweifelsfrei zu wissen, dass Ihre Sympthien im Kalten Krieg wohl kaum äquivalent verteilt waren. Zweifellos war Ihnen als auch damals schon Libertärem der US-Kapitalismus mindestens a bisserl näher als der Sowjet-Kommunismus. Aber das war's dann auch schon. Auch "Sowjetrussland" war Russland, und nicht nur wegen der "russischen Seele", die Sie ausweislich etlicher Artikel ja immer wieder so zum elegisch-begeisterten Schwelgen bringt, sondern überhaupt politsch und "soziokulturell" war Ihnen Sowjetrussland natürlich näher als der Westen, der für Sie (nachlesbar in gefühlt Hunderten von Artikeln hier) am Ende des Tages das Evil Empire par excellence ist. (Wie US-Präsident Reagan dermaleinst Sowjetrussland bezeichnete - tempi passati!)
Cher (chère?) Anonym,
LöschenRussland, und nicht nur wegen der "russischen Seele", die Sie ausweislich etlicher Artikel ja immer wieder so zum elegisch-begeisterten Schwelgen bringt, sondern überhaupt politsch und "soziokulturell" war Ihnen Sowjetrussland natürlich näher als der Westen
Da muß ich Sie enttäuschen: zu Studienzeiten stand mir eher die Schweiz und ihr damaliges direktdemokratisches politisches System (das mittlerweile leider fast is zur Unkenntlichkeit entstellt wurde) nahe. Großmächte waren und sind mir immer suspekt.
Und was mein angebliches "Schwelgen in Sachen russischer Seele betrifft: ich war schon damals der skeptische (und bisweilen sarkastisch "Wahrheiten" in Frage stellende) Jurist, der ich immer noch bin. Heute vielleicht etwas altermilder gestimmt als damals, zugegeben.
Aber: die Verlogenheit der USA (und vorher des UK), mit der philanthropisch psalmodiert wird, worauf dann die Erpressungen und Bomben folgen, fand ich und finde ich noch heute zum kotzen. Was nicht impliziert, daß ich Heuchelei von kommunistischer Seite eher gemocht hätte (zusätzlich hat mich deren kollektivistische Menschensicht immer abgestoßen).
Und was Reagan betrifft: ich hielt ihn immer für einen Schauspieler. Keinen großen, aber eine routinierten. Bis zum Ende seiner Amtszeit. Er war mir etwas sympathischer als die Figuren, die die Dems ins Rennen geschickt haben, aber das war's dann auch schon ...
Ob Nordkorea im Korea-Krieg von Russland unterstützt wurde oder (wohl eher) nicht, Fakt ist, dass es seit dem Ukraine-Krieg zusammen mit den bekannt demokratischen Staaten China und Iran der treueste Unterstützer und Freund Russlands ist. Gerade werden wieder 10.000 nordkoreanische Kämpfer in die Ukraine entsandt. Woraus sich auch wieder hochinteressante Verbindungen zu USA ergeben, hat Trump doch gerade wieder seine unverbrüchliche Freundschaft zu dem "großartigen" Diktator Kim beschworen. Dass der Stalinist ist, stört Trump nicht nur nicht, das findet er sogar bewundernswert.
AntwortenLöschenCher Chronist,
Löschendie Fragen nach dem Geisteszustand des Orange Man sollten Sie, bitteschön, an seinen Vize, der für seine Antsenthebung zuständig wäre, stellen.
Ubd was die ironische Erwähnung von "... bekannt demokratischen Staaten China und Iran der treueste Unterstützer und Freund Russlands" betrifft: bitte den Ball flachhalten. Jahrzehntelang waren und sind noch bekannt demokratische Staaten wie Saudi-Arabien, die VAR oder auch Aserbaidschan etc. etc. treueste Unterstützer der USA.
Und der bekannt demokratische Staat Ukraine ist geradezu auf Bussi-bussi-Freundschaft zur bekannt demokratischen Europäischen Union ...
Sie kennen das Sprichwort vom Glashaus und dem Steine werfen ...?
Also demokratischer als Russland, China, Iran und Nordkorea ist die Ukraine allemal. Selensky wurde Präsident, weil die Mehrheit in einer demokratischen Wahl ihn wählte und Präsident Poroschenko abwählte. Wo hat’s so etwas in einem der vier vorgenannten Länder gegeben? ?
AntwortenLöschen(Und, bevor jetzt gleich reflexhaft gefaucht wird: „Der Penispianist“ dürfte längst nicht mehr im Amt sein!“ - Die ukrainische Verfassung lässt Wahlen in Kriegszeiten nun einmal nicht zu. Kann man doof finden. Dann muss halt die ukrainische Verfassung geändert werden. Geht in Russland ja auch, wo Putin die Verfassung hat ändern lassen, um so lang wie möglich an der Macht zu bleiben.
Ich will ja einer Antwort des Bloggründers nicht vorgreifen, aber wenn Sie meinen, dass die Ukraine "demokratischer" sei...
Löschen... als Nordkorea: wohl sicher
... als China: sehr wahrscheinlich
... als Iran: vielleicht
... als Russland: sicher nicht
Denn was an einem Land "demokratisch" sein soll, in dem ein paar Oligarchen die effektive Macht haben, die sie durch bezahlte Neonazi-Banden (fürs Grobe) sowie bestochene und/oder durch Gewaltdrohungen erpresste Politik-Komparsen (zwecks legistischer Behübschung) camouflieren und in dem diese Machthaber einen Kabarettisten und TV-Star als Präsidentschaftskandidaten medial aufbauen und vom irregeführten Volk "wählen" lassen, müssen Sie uns erst mal erklären.
Mein Rat: weniger transatlantisch-globalistische Propaganda konsumieren, das verblödet nämlich nur!
Noch was:
Löschen"Wahlen lässt ukrainische Verfassung in Kriegszeiten nun einmal nicht zu."
Meines Wissen gilt das für Parlamentswahlen; zu Präsidentenwahlen sagt sie diesbezüglich nichts.
Dafür sagt sie, was bei Beendigung eines Präsidentenamtes zu geschehen hat (und NICHT gemacht wurde): Da übernimmt der Parlamentspräsident interimistisch das Amt. Der Penispianist ist also jedenfalls seit Ende seiner regulären Amtszeit nicht mehr verfassungsmäßig im Amt, weshalb Russland mit diesem Präsidentendarsteller auch keine Verträge unterzeichnen wird. Putin ist bekanntlich Jurist.
Ich übrigens auch. LePenseur ist nämlich nicht der einzige Jurist hier "an Bord" (Lechner und Moser sind meines Wissens auch welche)
Wenn eine Wahl nicht so ausgeht, wie sie nach Lib-Weltsicht ausgehen soll, ist das Wählervolk „irregeführt“. Lib-Weltsicht at it’s best.
LöschenNein, wenn ein Kandidat mit dem Programm "Frieden und Zusammenarbeit mit Russland" antritt und dann exakt das Gegenteil macht und die Donbas-Republiken (mit russischer Bevölkerung) mit ca. 14.000 zivilen Todesopfern plattbomben lässt, dann kann man wohl nur von "Irreführung" sprechen.
LöschenDann nennen Sie mir mal auch nur einen Kandidaten in der Weltgeschichte, der nach seiner Wahl sein Wahlprogramm umgesetzt hat. Viel Freude beim verzweifelten Suchen.
LöschenWie sagt der Volksmund so treffend: Wählen heißt, jemand beauftragen, gegen meine Interessen tätig zu werden. Das ist die Wahrheit. Der Rest ist Lüge.
Da gibt es sicher einige! Aber einen kann man jedenfalls erwähnen: Putin.
LöschenEr ist angetreten
-- den Korruptions-Augiasstall des Jelzin-Clans auszumisten
-- die politischen Ambitionen der russischen Oligarchen zu beschneiden
-- den Einfluss ausländischer "Investoren" zu minimieren
-- den Lebensstandard der Bevölkerung zu heben und
-- Russland wieder zu einer weltweiten Großmacht zu machen.
Hat er alles eingehalten - ob es Ihnen gefällt oder nicht, ist dabei egal. Denn den Russen hat es offenbar gefallen, dass er es angekündigt und gemacht hat!
Russland eine weltweite Großmacht - der war echt gut! 😂 So weltgrossmächtig, dass die Weltmacht verzweifelt Tschetschenische Islamisten und nordkoreanische Stalinisten in der Ukraine verheizen muss, und trotzdem nach viereinhalb Jahren immer noch viele hundert Kilometer von Kyiw weg ist, das die Weltmacht in wenigen Tagen zu „nehmen“ überzeugt war. Die wirkliche Weltmacht China lachet sich kaputt und macht mit Putin, was sie will.
Löschengeschätzter Herr Kollege Müller,
Löschendanke für Ihre Kommentarantworten, die ich auch nicht besser hätte formulieren können!
Cher (chère?) Anonym v. 29 August, 2026 17:09,
wenn das so ist, wie Sie Schreiben, fragt sich nur: warum müssen dann die USA und die anderen Nato-Staaten, die weit mehr als das 10-fache des russischen Militärbudgets ausgeben, ziemlich hilflos zusehen, wie Rußland jetzt, nachdem es seit einige Wochen die sprichwörtlichen Handschuhe ausgezogen hat, die Ukraine systematisch um ihre Häfen und Verkehrslinien blingt, die Wirtschaft der Ukraine zum Kollaps bringt und schätzungsweise (trotz ukrainischer Drohneneinsätze) immer noch ca. das 10-fache an ukrainischen Soldaten tötet und verwundet als seine eigenen Verluste ausmachen.
Und das, obwohl die Ukraine mit voller Unterstützung der USA und der NATO bezüglich der Lenkung der Einsätze gegen Rußland unterwegs ist (was in die Gegenrichtung überhaupt nicht der Fall ist).
Und was China betrifft: Xi ist klug genug zu wissen, daß nicht nur die Russen von China abhängig sind, sondern China ebenso von Rußland. Die beiden werden konzertiert von den USA und EUropa bedrängt, militärisch ebenso wie wirtschaftlich. Und China weiß genau, daß wenn es die "Rückenfreiheit", die ihm Rußland bietet, verliert, als nächster Gang auf dem Menüplan der Globalisten steht (und Rußland weiß es ebenso genau in Bezug auf seine Rückdeckung durch China).
Wenn der Westen ernstlich glaubt, China zum Verrat an Rußland oder Rußland zum Verrat an China überreden/erpresen/bestechen zu können, ist er am Holzweg.
Daß im selben Augenblick, wo der Westen unter seiner Schuldenwirtschaft und der Last seiner diversen Geisteskrankheiten wie Wokismus, Feminismus, Klimawahn etc. zusammenbricht, der Zusammenhalt von Rußland und China auf dem Prüfstand stehen wird, ist keine Frage! Aber derzeit sehe ich diesbezüglich keine Anzeichen.
Ah, der Meister hat sich mein Wort zueigen gemacht :-) - Habe die Ehre!
AntwortenLöschenNoch bevor ich letzte Erwiderung Cheffes las, juckte es mich, den Transatlantikern eine Nadel unter den Fingernagel zu stecken:
Unvergesslich, wie sich der Wertewesten den erwiesenen Menschenrechtsfreund "Väterchen Stalin" zum Bussi-Bussi-Freund auserkor. Da sind spätere Allianzen mit Figuren wie Saddam Hussein ("zweiter Hitler") geradezu harmlos.
Es geht den Figuren nicht um die USA, es geht ihnen darum, ihr heiliges Israel zu decken: christliche Taliban, die seit 2000 Jahren die ((())) "in Watte packen" (Luther, bevor Pfefferkorn ihm ein Licht aufgesteckt hatte). Denen lassen diese gerne JEDES Verbrechen durchgehen - wie im AT so hochgepriesen ...
(K.)
Wobei es nicht weise ist, ausschließlich nach "gut" oder "böse" zu bewerten: Sepp Wissarionowitsch war ohne Zweifel eine sehr unangenehme Person - aber wir verdanken in der Hauptsache ihm, dass uns die Segnungen der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution erspart blieben.
LöschenPutin bewunderte ihn aber und hat ihn voll rehabilitiert. Gut so!
LöschenCher (chère?) Anonym v. 29 August, 2026 16:28,
Löschennein, hat Putin nicht. Westliche Propagandalügen werden durch ihre Wiederholung auch nicht wahrer.
>> Wobei es nicht weise ist, ausschließlich nach "gut" oder "böse" zu bewerten << Ach, also auch für Väterchen Hitler?
AntwortenLöschen>> verdanken in der Hauptsache ihm, dass uns die Segnungen der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution erspart blieben. <<
Ei, wie denn das?
Ei, Ihre dümmliche Formulierung zeigt erstens an, dass Sie sich mir haushoch geistig überlegen dünken, zweitens und vor allem, dass jede Antwort ohnehin in den Wind gesprochen wäre.
LöschenDoch, hat er. Wissen Sie etwa nicht, wie viele Stalin-Denkmäler auf seine Order saniert oder gar neu errichtet worden sind? Offenbar haben Sie davon noch nie gehört. - Wissen Sie nicht, wie oft p.a. er Wolgograd hochoffiziell in „Stalingrad“ zurückbenennen lässt? Offenbar nie davon gehört. - Wissen Sie nicht, was er mit der Organisation „Memorial“ zur Erforschung der Verbrechen im Stalinismus gemacht hat und wo die dort gearbeitet Habenden jetzt sind? Offenbar nie davon gehört. - Wissen Sie nicht, was Putin am 9. Mai 2025 über den von ihm sog. „Vater unserer großen russischen Nation“ Stalin gesagt hat? Offenbar nie davon gehört.
AntwortenLöschenCher (chère?) Anonym v 30 August, 2026 13:40,
LöschenHalbwahrheiten sind eben auch halbe Lügen.
Bitte eine Liste der auf Anordnung Putins restaurierten bzw. neu errichteten Stalin-Denkmäler (samt nachweislich bezughabendem Dekret Putins). Wenn irgendein Gemeinderat einer Provinzstadt sich bemüßigt fühlt, ein Stalindenkmal zu restaurieren, dann kann man das nicht Putin in die Schuhe schieben.
Offenbar haben Sie noch nie folgenden Artikel (in Wikipedia verlinkt) gelesen:
Abgeordnete der Wolgograder Stadtduma haben beschlossen, an den feierlichen Tagen, die historischen Daten der Militärgeschichte gewidmet sind, die Benennung „Heldenstadt Stalingrad“ zu verwenden.
Es handele sich um sechs Daten: 2. Februar – das Ende der Schlacht von Stalingrad, 9. Mai – den Siegestag, 22. Juni – den Trauertag, 23. August – den Tag des Gedenkens an die Opfer des massierten Bombenangriffs auf Stalingrad, 2. September – das Ende des Zweiten Weltkrieges und 19. November – den Anfang der Zerschlagung der Deutschen bei Stalingrad.
Das ist keine Ehrung Stalins, sondern eine Ehrung der Verteidiger und Rückeroberer im 2. Weltkrieg jener Stadt, die damals eben Stalingrad hieß und unter diesem Namen in die Weltgeschichte einging
Daß es in Rußland (und auch außerhalb Rußlands) in gewissen Kreisen eine (mir schwer verständliche!) Nostalgie für Stalin gibt, ist mir bekannt. Aber es gibt auch in gewissen Kreisen Deutschlands eine Nostalgie für Hitler, in Italien für Mussoĺini, in Spanien für Franco, in England für Churchill etc. etc.
Was Memorial betrifft: diese Organisation beschäftigt sich keineswegs nur mit den Verbrechen im Stalinismus, sondern ist eine durch ausländische Geldgeber finanzierte NGO, die gegen Bestimmungen über die Offenlegung ihrer ausländischen Hintermänner verstoßen hat und deshalb nach dem Gesetz über "Ausländische Agenten" verboten wurde (dieses Gesetz ist übrigens eine fast textidente "Abschreibübung" des entsprechenden Gesetzes in den USA, das es dort schon seit Jahrzehnten gibt!)
Hier:
https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/wladimir-putins-ansprache-bei-der-siegesparade-in-moskau-am-9-mai-2025
können Sie (in deutscher ÜBbersetzung) nachlesen, was Putin am 9. Mai 2025 sagte. Der Name "Stalin" taucht darin kein einziges Mal auf, außer in der Erwähnung des Städtenamens Stalingrad im Satz: "... entscheidende Siege in den großen Schlachten von Moskau und Stalingrad". So what ?!
Mit einem Wort: Sie posten hier bestenfalls (!) Halbwahrheiten, die aber schon sehr nach der Lügen-Seite tendieren.
"Die größte Lüge ist die Wahrheit, mäßig enstellt." (m.W. v. Schopenhauer)
AntwortenLöschenHinzu kommt, daß solche Kretins IMMER übersehen, welche Verbrecher der "Wertewesten" so ehrt. Siegreiche "Verbrecher" werden immer mit Samthandschuhen behandelt, und sei es nur, um die noch lebenden Veteranen zu schonen. Aber das werden transaltantische Kretins immer leugnen, denn die Lüge wohnt in ihnen (siehe Joh 8,44).