Vor siebzig Jahren starb der Schriftsteller Gottfried Benn. Sein Leben ist hundertmal erzählt worden und rasch skizziert:Geburt 1886 in Mansfeld / Westprignitz als Sohn eines evangelischen Pfarrers, 1903 Abitur in Frankfurt / Oder, 1910 Abschluß des Medizin-Studiums in Berlin, 1912 Promotion zum Dr. med.; im selben Jahr Veröffentlichung des ersten Gedichtbands: Morgue.
Als Oberarzt 1915 im Militärgouvernement Brüssel, im selben Jahr Geburt der einzigen Tochter; 1917 als dienstuntauglich entlassen, 1922 Tod der ersten Frau; bis 1935 Arbeit als Arzt in Berlin, daneben Lyrik, Prosa und Essayistik [...]
Danke für die Wiedervorlage! Vor 20 Jahren wurden/konnten solche Artikel noch ohne große Echokammer, Resonzanzraum bis in eine parlamentarische Großpartei hinein geschrieben werden oder das irgendwer eine Assoziation zu einer Partei daraus hätte ziehen können, da es noch Kulturarbeit war, ohne dass eine Partei existierte (ging damals also auch prima ohne).
Wie auch immer: Was Leute wie Benn, die immer die Dekadenz bei anderen treffsicher spührten, nicht bemerkten ist, dass sie selber Produkt einer Dekadenz sind. Das intelligente Menschen mit guten Blick sich schnell von den Nazis abwandten, liegt vermutlich auch darin, dass es dann doch keine große Revolution war, sondern schnell im Spießbürgertum, im Verwaltungsakt, im Beamtentum, im sich unter den Nagel reißen von Eigentum anderer, in Herrenzimmer aus Eiche und mit Bildern vom röhrendem Hirsch, schweren Marmor-Aschenbechern etc. endete. Wo ist das bleibend Schöne, welches nie fehlen darf, wenn man Schillers ästethische Erziehung des Menschengeschlechts, heranzieht?

Der erwähnte Autor des ausführlichen Textes Götz Kubitschek (nicht „Kubitzek“, wie es fälschlicherweise dasteht) ist der große intellektuelle Vordenker der Neuen Rechten, namentlich für Bernd Höcke, der Kubitschek attestiert, „geistiges Manna“ zu produzieren.
AntwortenLöschenHöckes Befähigung, "geistige Manna-Produzenten" zu evaluieren, mal dahingestellt ...
LöschenAber: daß diese Kommentar bloß ein untauglicher Versuch ist, den LePenseur-Blog durch die off-topic Erwähnung des Namens Höcke zu diskreditieren, ist eindeutig.
Üben! So offensichtlich wird das nix ...
Wieso „diskreditieren“? Der Name „Höcke“ ist in libertären Milieus doch ein Ritterschlag.
AntwortenLöschenSchon wieder ein Trottel-Troll, der nicht weiß bzw. nicht zu wissen vorgibt, was das Wort "libertär" bedeutet.
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