Donnerstag, 25. Juni 2026

Totalausfall bei der Bahn und immer wieder die gleichen Erklärungsmuster Alternative Erklärungen in Betracht ziehen!

Gastkommentar
von Paranoia
 
 
Für mich ist dieser Ausfall eine Demonstration der Verletzlichkeit unseres Landes. Da muss keine nukleare Waffe gezündet werden.

Als stolzer Abonnent des Deutschland-Abenteuer-Ticket, der zwischen Hannover und dem Niederrhein pendelt, wundere ich mich über die Explosion der Zugstörungen.  Wenn z.B. ganze Stellwerke an kritischen Stellen ausfallen, dann vibriert mein Aluhut ganz heftig.

Ich bezweifele die Erklärung, dass alles auf den Wartungssparer Mehdorn und seine Genossen zurückzuführen ist. Ich glaube eher an "Die Antwort könnte sie verunsichern" (Lothar de Maizière). Ein Teil der Störungsmeldungen der Bahn ist verdächtig nichtssagend.

Jüngst fuhr ich bei Unwetter nach Hannover. Die Worte des angolanischen multilingualen und charmanten Schaffners vor Dortmund, dass in Hamm alles stehen bliebe. habe ich nicht glauben wollen. Um 2:30 hatte ich in Hamm den Glauben an den Schienersatzverkehr verloren. 300 Fahrgäste drängelten sich vor dem Eingang des Gliederbusses. Das hatte so Duisburger Loveparade-Charakter ...

Und so kam es, dass ich in einen ICE stieg, den der Lokführer dankenswerterweise als Aufenthaltsraum umdeklariert hatte. Ich fand einen Schlafplatz auf dem Boden eines Gepäckfachs zwische den Sitzen. Die Leute lagen auf und unter den Sitzen, andere quer über den Gang.

Im Sommer ist die Mitnahme einer Thermoskanne mit kühlem Wasser Pflicht für mich bei jede Bahnfahrt. Eine Toilettenrolle in der Reisetasche gehört auch immer dazu.

Ich freue mich jetzt schon auf viele spannende Bahnabenteuer, die mich noch erwarten!
 

3 Kommentare:

  1. Mein Beileid. Auch ich habe das Asülanten-Ticket. Man staunt ja, wie reisefreudig unsere Bereicherer sind. Nicht immer ist ihr Fahrschein gültig oder gehört er auch zu ihnen. Dann wird die Sache (laustark) am nächsten Bahnhof geklärt, was natürlich dauert, und wenn der Anschluß knapp ist, tscha, Pech gehabt. Einige male erlebt. Ich habe wohl das Glück, zumeist etwas abseits der Ballungszentren unterwegs zu sein aber dennoch bereits reichlich Abenteuer erlebt. Da ich gerne mit den Schaffnerinnen (jederlei Genders) plaudere, erfahre ich auch einige Interna. So lernte ich auch jenen Schaffner kennen, dem ich zwei zusätzliche Stunden frostigen Wartens in Stuttgart verdanke. Der Kerl hatte sich doch tatsächlich mit einer abgebrochenen Flasche piksen lassen. Notaufnahme, lange Krankenhaus, Reha. Ein netter Kerl, der blösinnigerweise seinen Beruf liebt. Aber das war ein Extremfall, sonst sind die vielfältigen Abenteuer fast romantisch. Man hat Erfahrung und richtet sich darauf ein. Besonders haben sich meine detektivischen Fähigkeiten entwickelt, die eratischen Abfahrzeiten zu erschnüffeln. Wer sklavisch den empfohlenen Bahnsteig anstrebt, hat oft verloren. Auge, Ohren, Nase, siebter Sinn helfen dabei, den Zug, der eigentlich schon weg sein sollte, doch noch zu erhaschen. Manchmal auf die Sekunde, machmal nur mit Zuruf an einen Mitreisenden: "halten Sie die Tür auf!". Gut für den Kreislauf! Die Ausländer sind da meist hilfreicher als die bräsigen Deutschen. Überhaupt: Ich kann nur wenig Schlechtes über diese, zumeist Muslime, sagen. Zu mir betagten, leicht pummeligen alten Mann sind sie erstaunlich entgegenkommend, bieten mir oft einen Sitzplatz an und helfen mir auf der Treppe mit meinem zumeist heftigen Gepäck - öfter als die Biodeutschen. Unvergeßlich bleibt mir ein Komplimnet türkischer Jugendlicher. Ich war nachts auf dem Heimweg, von einem Volkstanztreffen: herausgeputzt, mit Janker, Haferlschuhe, Hut etc. Ich saß auf dem Kinderwagenplatz, wo man die Beine schön ausstrecken kann und nickerte vor mich hin. Eine Gruppe junger Türken schnatterte am anderen Ende der Fläche vor sich hin. Einmal öffnet ich die Augen und einer von ihnen lächelte mich freundlich an und bedeutet mir, daß ich schick gekleidet wäre. Ist mir noch nie passiert. Er bot mir noch an, mich zu wecken, damit ich meine Halte nicht verpaßte ...

    AntwortenLöschen
  2. Ich sehe schon, "Paranoia" ist ein ausgewiesener Abenteurer :)
    Dieser Mut fehlt mir und fahre deshalb lieber mit dem Auto.
    MfG Michael!

    AntwortenLöschen
  3. Mehr oder weniger geplant/gewollt - sehr gut möglich. Aber andererseits, wenn Sozialisten in der Sahara regieren, wird schnell der Sand knapp. Auch ohne Sabotage.

    AntwortenLöschen

Forums-Trolle, die die Kommentarfunktion zugemüllt hatten, machten die Moderation von Kommentaren nötig. Da der Blogbetreiber weder Zeit noch Lust hat, ständig den Blog zu beobachten, können bisweilen auch mehrere Tage vergehen, bevor ein Kommentarposting freigeschaltet wird. Bitte um Verständnis.

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die gem. DSGVO notwendige Zustimmung, daß dieser im Falle seiner Freischaltung auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger«-Software vorgegeben ist weiters, daß Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie sie bekanntgeben, gespeichert wird. Dasselbe gilt für für Meldung als »Follower« u. dergl. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars begehren, können Sie dies unter Angabe des bezughabenden Artikels, sowie von Datum und Uhrzeit ihres Kommentars tun. Ihr Kommentar wird dann innerhalb einer dem Blogbetreiber zumutbaren Zeit gelöscht wird (auch dies kann mehrere Tage dauern).

Ob etwaige Daten eines Kommentators (IP-Adresse etc.) von der »Blogger«-Software automatisch gespeichert und/oder weiterverarbeitet werden, entzieht sich der Kenntnis des Blogbetreibers, ist von diesem aber weder beeinflußbar noch kontrollierbar. Zu diesem Fragen wenden Sie sich bitte an:

https://www.google.de/contact/impressum.html

Hier finden Sie auch einen Hinweis zur »Datenschutzerklärung«:

https://policies.google.com/privacy?hl=de

Auf diesem Blog herrscht auch hinsichtlich der Kommentare weitestgehende Redefreiheit. Gelöscht werden jedoch Kommentare
1. durch deren Stehenlassen sich der Blogbetreiber strafrechtlichen Sanktionen aussetzen würde;
2. die dazu dienen, diesen Blog öffentlich zu diskreditieren;
3. Werbeeinschaltungen (auch in Form von Schleichwerbung);
4. persönliche Beleidigungen und ähnliches (bitte argumentieren Sie möglichst sachlich).
5. weiters können Kommentare, die ohne oder nur geringen inhaltlichen Zusammenhang mit dem Artikel oder dem daran schließenden Kommentarverlauf gepostet werden (»off topic«) — evtl. nach Abwägung der Informationsinteressen im freien Ermessen des Blogbetreibers — durch den Administrator gelöscht werden.

Wem das nicht frei genug ist, dem sei dringend geraten, seinen eigenen Blog zu eröffnen.