Donnerstag, 29. Januar 2026

Der 27. Januar als Gedenktag

von Helmut
 
 
Ich nehme nur zwei Anlässe heraus:

Am 27. Januar 1945 beendete die Rote Armee das Martyrium der Insassen des KZ Auschwitz. Aber auch am 27. Januar, ein Jahr zuvor, nämlich 1944, wurde die Belagerung von St. Petersburg, damals Leningrad genannt, die insgesamt 872 Tage gedauert hat, durch die Rote Armee beendet.

Es gab sowohl in Auschwitz als auch in Leningrad Todesopfer. Man spricht in beiden Fällen von über einer Million. Aber es geht nicht um Zahlen. Wenn nur ein Mensch aufgrund seiner Nationalität, seines Glaubens, seiner Herkunft, seiner Hautfarbe oder aus sonstigem Grund ums Leben kommt, dann ist es bereits ein Mensch zu viel, der gestorben ist, das ist meine persönliche Weltanschauung.

Mir geht es dabei um die Bewertung dieser Jahreszahlen, besonders, was die Politiker betrifft. Es ist für mich erschreckend, wie sehr man hier diese Jahreszahlen einseitig betrachtet und die wesentlichen Punkte dabei übersieht.

Wer kennt das denn noch, mit dem Judenstern? Die Diffamierung von anderen Volksgruppen. Aber es kam wieder, durch die Diffamierung von Andersdenkenden:


Auch ich habe in der Coronazeit diesen Stern getragen. War aber fast normal. Nun wird gegen Russland Stimmung gemacht. Deutschland muss kriegstüchtig werden, gegen die Russen. Kein Wort der Scham von einem deutschen Politiker hinsichtlich der Befreiung von St. Petersburg von deutscher Belagerung.

Ich fasse es nicht. Unrecht ist nicht gleich Unrecht — und die unterschiedliche Bewertung bestimmen die Politiker.

Wieder bewegen wir uns in Richtung einer Diktatur. Einer anderen Diktatur, als sie im letzten Jahrhundert stattgefunden hat. Aber es wird eine Diktatur. Henryk Broder hat es klar ausgesprochen.

Ich hatte das Glück, schon im Alter von 16 Jahren erkannt zu haben, dass es wichtig ist, sich mit den Leuten zu unterhalten, die den Krieg miterlebt hatten. Dadurch hatte ich Gespräche mit Leuten, die im KZ waren, genauso wie mit Leuten der Waffen-SS, und auch mit den Landsern, die in Russland gekämpft haben. Leute, die mir eindrucksvoll von Begegnungen mit der russischen Bevölkerung in den Dörfern erzählt haben, und wie sie von den Russen aufgenommen wurden. Ich habe das noch alles in Erinnerung.
„Krieg ist eines der grausamsten Spiele, wo immer die einen für etwas bezahlen müssen, was eigentlich ganz andere verschuldet haben.“
Zu dieser Einsicht bin ich seit langer Zeit gelangt. Aber es entspricht nicht nur der Ethik, auch der Ehre und dem Anstand, bei solchen Gedenktagen nicht nur nach links, sondern auch nach rechts, und nach oben und unten zu schauen und allen, die dabei ihr Leben lassen mussten, zu gedenken. Ungeachtet der Nation, ungeachtet der völkischen Abstammung.

Aber das kann man von den aktiven deutschen Politikern wie Merz in der heutigen Zeit nicht verlangen, dazu sind sie nicht imstande. Ich betrachte diese Vorgehensweise als eine Schande, aber sie passt zu dem gesamten Verfahren, wie man das eigene Volk bewusst an die Wand fahren will.
 

7 Kommentare:

  1. Audiatur et altera pars. Eines Mannes Rede ist halbe Rede - du sollst sie anhören beede ...

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  2. Es ist zum Mäusemelken mit Ihnen, werter Helmut. Einerseits muß ich Ihren Einsatz bewundern, andererseits Ihre schrägen Argumente dank der nie hinterfragten Denkbestimmungen der Feinde bemitleiden.
    Man kann nämlich auch als Geschichtsleugner (und gerade dadurch) für einen Frieden und gegen einen Krieg sein.
    Zur "Befreiung" von Auschwitz darf ich hier leider nichts Genaues sagen, denn das würde dem Blogchef schlechten Schlaf bescherren. Nur soviel hoffe ich raunen zu dürfen: Viele der Insassen, die die "Befreieung" abwarteten statt sich zum "Todesmarsch" mit den Wächtern "zwingen" zu lassen, haben es anschließend bitter bereut.
    Die Belagerung von Leningrad sollte man wissen, war der militärische Begriff einer "Festung" oder einer "offenen Stadt" bedeutet, um beurteilen zu können, was ein Völkermord und wer der Völkermörder war. Wenn der Verteidiger einer Festung die Zivilbevölkerung nicht räumt, oder sie sogar an der Flucht hindert, wie es der Bussi-Bussi-Freund Ihrer "Befreier" tat, dann trägt er die Verantwortung für deren Verluste. Übrigens wurde Breslau später auch eine Festung, wo war da der "Völkermord"?
    Und man sollte auch nie vergessen, wie das russische Volk zu der Beglückung durch die Sowjets gekommen war. Man kann es als ein erstes Opfer jener Kräfte, die uns auch heute wieder das Leben sauer machen und zum Krieg hetzen sehen: Jene Hochfinazmächte der "City of London" und des "Big Apple", also der "Ostküste Amerikas".
    Und sie sind auch wieder kräftig dabei, den Bereich der Denk- und Forschungsverbote, die Sie einerseits so brav gefressen haben, und gegen welche,neue, Sie so tapfer kämpfen, mit Macht auszuweiten ...

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    1. Herrn Anonym:

      Es geht hier nicht um "Geschichtsleugnung" oder um irgendwelche fragwürdigen Begründungen. Ich habe nur die Fakten herausgenommen, gewissermaßen als Überschrift.

      Es dürfte bekannt sein, wie man die Öffnung des Lagers in Auschwitz heute offiziell begründet, besonders von den Regierungen, die heute an der Macht sind. Wie sehr man genannte Zahlen hinterfragen soll, steht auf einem anderen Blatt, aber offiziell existiert die Zahl von über einer Million Todesopfer. Diese Zahl der Opfer schiebt man den Deutschen in die Schuhe (zweitrangig, ob man das nun den Nazis anlastet oder ob man der Einfachkeit einfach nur "Deutsche" sagt, wie das oft getan wird.)

      Natürlich kann man auch über Leningrad resümieren, Hintergründe hinterfragen, etc. Aber auch hier existiert die offizielle Darstellung von über 1 Million Opfer, wofür man die Schuld den Deutschen zuschiebt.

      Ich habe das absichtlich so stehen lassen. 1 Million Opfer in Auschwitz, überwiegend jüdischer Volkszugehörigeit, und 1 Million Opfer in Leningrad, überwiegend russischer Volkszugehörigkeit.

      Was macht man heute an diesem Tag? Die Bundestagspräsidentin in Deutschland, Frau Klöckner, hat ihre Rede im Bundestag gehalten. Ich greife da einige Sätze (bewusst aus dem Zusammenhang gegriffen) heraus:

      - Aber das Grundgesetz setzt dagegen: Jeder Mensch zählt. Als Individuum.
      - „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, dieser Satz war ein Versprechen an die Zukunft in Deutschland. Mit Artikel 1 haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes eine Grenze gezogen: bis hierher - und nie wieder darüber hinaus.
      -Wir müssen neue Wege finden, die Erinnerung lebendig zu halten.
      usw. usw.

      Aber immer nur ist die Rede von den damaligen jüdischen Mitbürgern, und von den Zigeunern. Dass auch in anderen Ländern, in anderen Nationen, gelitten wurde, das fällt dabei unter den Tisch. In Russland spricht man von einer ungefähren Gesamtzahl der Opfer des 2. WK von 27 Millionen.

      Mit meinem Beitrag wollte ich nur diese beiden Zahlen gegenüberstellen, und damit die Tatsache, dass man in Deutschland offiziell immer nur eine bestimmte Volksgruppe bedauert. Nach Osten sieht man dabei nicht.

      Es wäre gerade durch die Duplizität der Bedeutung dieses Tages, wo nur 1 Jahr dazwischen liegt, angebracht gewesen, wenn man auch dem Datum in Leningrad resp. St. Petersburg gedacht hätte. Gerade in einer Phase, wo dem Kanzler Merz nichts anderes als ein Kniefall übrigbleibt, um mit den Russen wieder hinsichtlich der Gaslieferungen ins Gespräch zu kommen, wenn die Kälte in Deutschland noch anhält.

      Ich hätte als Bundeskanzler die Gelegenheit beim Schopf ergriffen, um das Eis zu den Russen zu brechen, aber dafür reicht der Verstand bei diesen unfähigen Politikern nicht.

      Hier ein reel zu den Hintergründen für die Gasprobleme in Deutschland:
      https://www.facebook.com/reel/1444201610392367
      Ganz abgesehen von der Seite der humanitären Betrachtung. Mir persönlich ist es sch.egal, ob es sich um Juden oder um Russen handelt, die aus irgendeinem Grund ihr Leben verloren haben. Es sind in beiden Fällen Menschen, die zum absolut überwiegenden Teil an der Ursache unschuldig sind.

      Deshalb habe ich nur die Überschrift benützt und bin auf keine Details eingegangen.



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    2. Ebenso vorzüglich - wie zwecklos.
      Stockholm- und Amy-Biehl-Syndrom zusammen. Immerhin hat Helmut, den ich dennoch hoch achte, erkannt, dass die Zahl sechs Millionen magischer Hokuspokus ist, aber weiter und zu Ende denken, da sei Jahwe vor.
      Und Heinrich von der Furt, den galizischen Pornographen, mit Wohlgefallen zu zitieren ... bedenklich. Der spielt den Part des guten Bullen, Pomaden-Michel den des Bösen - das ist ofenkundig.

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  3. Klar. Der "Bussi-Bussi-Onkel" und sein Vorgänger, der "ruhmreiche" Lenin waren ja bekanntermaßen Satrapen und Vertreter der (jüdischen) Hochfinanz der City of London. Kann man in jeder Schrift Lenins und Stalins eindeutig nachlesen.

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  4. >> Kann man in jeder Schrift Lenins und Stalins eindeutig nachlesen. <<
    Rote Dummheit spottet gern. Trotzki war der bekannteste und wichtigste Verbindungsmann Lenins zu jener Hochfinanz, das weiß doch jeder. Beide vom Stamm. Spöttel ruhig! Eure Deutungshoheit hält nicht ewig.

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    1. Korrekt. Trotzki etwa hatte in seiner Zeit in New York offensichtlich sehr wohlhabende Gönner.
      Und (ehemalige) US-amerikanische Kommunisten berichteten ebenfalls über enge Kontakte der obersten Parteiführung in Finanzkreise. Selbst ein Rockefeller war ganz begeistert von Mao. Und spätestens seit einem George Soros sollten diese Verbindungen heutzutage schon fast Allgemeinwissen sein.

      https://www.youtube.com/watch?v=xJt12aehFPo&list=PLS2zYUkKepAoUMARAYS5A4jPiZ__2ZF3c&index=8

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