Dienstag, 31. März 2015

»Die MS-Medien sind das primäre Herrschaftsinstrument unseres politischen Systems«

Das bedeutet, dass sie völlig unverzichtbar sind und erst mit dem Untergang verschwinden werden. Die Medien sind der Schlüssel zu allen gesellschaftlichen Vorgängen: Sie geben die Themen vor, sie setzen die Werte und Tabus, sie lassen Personen aufsteigen – oder fallen; sie erzeugen die Realität, in der wir leben. Selbst wenn man sich eine sehr medienkritische Haltung angeeignet hat, und das trifft auf die meisten Menschen nach wie vor nicht zu, kann man sich ihrer suggestiven Kraft nicht ganz entziehen. Es war für die Profiteure unseres politischen Systems zweifellos nützlich, dass jahrzehntelang Abonnenten und Leser ihre eigene Desinformation auch noch finanziert haben. Damit scheint es nun vorbei zu sein. Dennoch werden die Medien keineswegs verschwinden, weil sie absolut unverzichtbar sind. Sie werden weiterhin erscheinen, weil sie "systemrelevant" sind, alternativlos aus der Sicht bestimmter Menschen. Wenn die Leser sie nicht mehr finanzieren, wird das System es tun. Die Geldflüsse werden konspirativ organisiert und für den "Untertanen" nicht nachvollziehbar sein. (Kaltmeister im »Gelben Forum«)

Wie wahr! Wie deprimierend wahr ...

Montag, 30. März 2015

Ein nicht allzu spannender Artikel

... in Unterbergers Tagesbuch über den Wilders-Besuch in Wien, löst eine überaus interessante Debatte unter den Kommentarpostern aus:
simplicissimus
16x Ausgezeichneter Kommentar
28. März 2015 06:14

Die Frage, warum die FPÖ nicht so eindeutig prowestlich ist, wie eine holländische Partei, kann wohl Herr Oswald am besten beurteilen. Vielleicht liegt die Ursache darin, dass der "Westen", übersetzen wir es mit die "Angelsachsen", eine starke Mitte Europas nie wollte und gut ein Jahrhundert lang diese Mitte Europas mit allen Mitteln versucht hat, schwach zu machen. Um selber ungestört die Welt dominieren zu können. Holland hatte da schon lange aufgegeben, nachdem es durch England massiv zurückgedrängt worden war und ist durch seine Vergangenheit sehr amerikafreundlich. Man kann nicht für eine starke Mitte Europas sein, die zwischen Ost und West ausgleichend wirken könnte UND bedingungslos prowestlich. Eines "Westens" (Definition siehe oben), der den absoluten Führungsanspruch hat und Russland diesen in seinem Hinterhof nicht zubilligt. Hier wurden und werden bestehende Gleichgewichte gefährlich aus dem Lot gebracht, Stoff für neue Kriege.
Es ist mir persönlich auch ziemlich gleichgültig, wer spitzfindig oder nicht, für den Konflikt verantwortlich gemacht werden kann, wenn ich eine Atombombe auf den Kopf bekomme.
Der echte Westen, nämlich praktisch alle zivilisierten Nationen sollten sich daher, statt Supermachtskonflikte zu rühren, sich vielmehr um den Kernpunkt des Treffens interessieren, wie AU richtig herausgearbeitet hat: Um die fortschreitende Islamisierung Europas.

Lot
12x Ausgezeichneter Kommentar
28. März 2015 09:28

Geert Wilders produzierte in der Hofburg am Freittagabend (27.03.15) nichts als Wortblasen. Der von ihm gemixte Cocktail aus Christentum, Zionismus, Humanismus, Aufklärung, Freiheit, Menschrechte, Demokratie ist ein Gifttrank, der den "Death of the West" (Pat Buchanan), die "Abschaffung" Deutschlands (und Österreichs) und die Ausbreitung der "Kultur des Todes" (Johannes Paul II.) beschleunigt.
Nicht der Islam bedroht Europa, sondern wir sind es, die Selbstmord betreiben, die Pussy Riots auf unseren Altären tanzen lassen und Kultur aus der Conchita Wurstfabrik beziehen. Wir sind "Charlie hebdo", welche die heiligste Dreifaltigkeit als Arschficker karikieren. Man lese doch nur einmal den Gastkommentar von Albert Pethö in diesem Blog vom 10. März.
Was Wilders als "westliche Werte" bezeichnet, ist "eine geistige Müllhalde", die keine europäische Identität vermittelt, sondern Europa dem Kahlfraß durch die "Heuschrecken" aus den USA und ihrer kriegstreiberischen Israellobby preisgibt.

Pumuckl
29. März 2015 22:21

Könnte die Islamisierung zum Schaden der Christenheit im Sinne jüdisch - messianischer Hoffnungen sein? Mein am 28.03. 09:22 gesendeter Link scheint mir so wichtig für das Thema, daß ich mir erlaube nochmal darauf hinzuweisen: http://www.counter-currents-com/2011/08/die-religiosen-ursprunge-des-globalismus/
Anbei eines der Zitate:
Anfang des 16. Jahrhunderts schrieb Rabbi Salomon Molcho, der von vielen Juden als messianische Figur gesehen wurde, seine sehr bezeichnenden prophetischen Visionen nieder, in denen man die Vorstellung findet, dass sich die " Rache gegen die Völker erfüllen " wird und " die Nationen zittern werden ".
Und Moshe Idel kommentiert: " Das Gedicht von Molcho beschwört ganz klar das Kommen der DOPPELTEN RACHE herauf: GEGEN EDOM UND ISMAIL ", das heißt, GEGEN CHRISTENTUM UND ISLAM, und er setzt noch einen drauf: " Gott enthüllt nicht nur wie man das Christentum bekämpft ( . . . ), sondern auch WIE MAN DIE MACHT DES CHRISTENTUMS ZERBRICHT, DAMIT DIE ERLÖSUNG STATTFINDEN KANN. "
Würde diese doppelte Rache nicht " genial " einfach erledigt, wenn indem sich Edom und Ismail, nebeneinander lebend, gegenseitig vernichten?

Pumuckl
29. März 2015 23:10

Ein Weiteres Zitat aus dem selben Link:
ISAAC ABRAVANEL der vor der Vertreibung 1492 Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Spanien war ist zu einem der mythischen Helden für die aus Spanien kommenden Juden geworden.
Auch er hat sehr deutlich die Rache des Volkes Israel gegen die Christenheit ausgedrückt und " ALLE NATIONEN AUFGERUFEN, GEGEN DAS VOLK EDOM IN DEN KRIEG ZU ZIEHEN. " ( Obadiahs Vision aus 1.Mose, 20, 13 )
Für diejenigen, die sich noch immer nach den Gründen für diesen Jahrhunderte alten Hass fragen, ist hier eine Erklärung: " Der Tag ist nahe, an dem der Ewige an allen Nationen Rache nehmen wird, die den ersten Tempel zerstört und Israel im Exil unterjocht haben. UND AUCH DU EDOM, DER DU DEN ZWEITEN TEMPEL ZERSTÖRT HAST, WIRST DAS SCHWERT UND DIE RACHE KENNENLERNEN (Obadiah) . . . DIE VERHEISSENE ERLÖSUNG ISRAELS IST MIT FALL EDOMS VERBUNDEN. "
Wer kennt Rabbinen unserer Zeit, die sich von solchen Prophetien klar distanzieren?
Ich hoffe diesmal funktioniert der Link: http://www.counter-currents.com/2011/08/die-religiosen-ursprunge-des-globalismus/

Pumuckl
29. März 2015 23:46
Auch der Religionsphilosoph Martin Buber 1878 - 1965 wird in diesem Link zitiert:
" . . . Um diese perfekte Welt zu erreichen, ist es notwendig, alle nationalen Widerstände und alle ethnischen oder religiösen Identitäten zu zermalmen, zu zerstrampeln und zu ersetzen. Die " Einigung " kann nur aus dem menschlichen Staub und den menschlichen Überresten der großen Zivilisationen erzielt werden, und bei diesem Vorhaben der Zerstörung traditioneller Zivilisationen SPIELT EINWANERUNG EINE ENTSCHEIDENDE ROLLE. DIE DOKTRIN DER MENSCHENRECHTE IST HIER EINE KRIEGSWAFFE VON FÜRCHTERLICHER SCHLAGKRAFT. "

OB WOHL WILDERS DIE ISLAMISIERUNG EUROPAS IMMER NOCH IN VEREIN MIT ISRAEL VERHINDERN WILL, WENN ER ALL DIES LIEST ?

Undine
30. März 2015 09:33
@Pumuckl

Erstens: Diese These ist mir nicht neu — sie schien mir vor Jahren als eher unwahrscheinlich; es dürfte aber dennoch etwas dran sein. Es erinnert mich an das Märchen "Das tapfere Schneiderlein", dem es, verborgen im Geäst eines Baumes sitzend, gelang, daß sich die beiden unterm Baum schlafenden Riesen, gereizt durch die Steine, mit denen sie vom Schneiderlein beworfen wurden, gegenseitig umbrachten.
Zweitens: Zu Ihrer Frage, "OB WOHL WILDERS DIE ISLAMISIERUNG EUROPAS IMMER NOCH IN VEREIN MIT ISRAEL VERHINDERN WILL, WENN ER ALL DIES LIEST ?" etwas "Ergoogeltes", das vielleicht der Schlüssel sein könnte:
"Geert Wilders wurde am 6. September 1963 in Venlo in der Provinz Limburg geboren. Sein Vater war Forschungschef beim Kopiergerätehersteller Océ. Der Vater seiner Mutter, Johan Ordning, war Kolonialbeamter in Niederländisch Indien und war verheiratet mit Johanna Meijer, aus der bekannten und wohlhabenden indisch-jüdischen Familie Meijer. Die indische Minderheit war entschieden gegen die (meist islamischen) indonesischen Nationalisten und hat weit überwiegend die niederländischen Rechtsparteien unterstützt, insbesondere auch die NSB.[1] Johan Ordning war in den Nachkriegsjahren Lagerkommandant des Fortes Honswick, eines der niederländischen Konzentrationslager, wo niederländische SS-Mitglieder interniert und allerhand Grausamkeiten unterzogen wurden." 
Lesenswert, bevor es im Orkus verschwindet ...

Die Zukunft hat längst begonnen .... oder:

„Diese Milliarden-Investitionen haben sich gelohnt“, sagte der Sicherheitsminister im Wahrheitsministerium bei der Vorstellung seines aktuellen Berichts. 
Frank Meyer vom Feinsten. Was die Chose aber keinen Deut erfreulicher macht ...

Sonntag, 29. März 2015

Heute nachmittag hatten wir einen alten Bekannten zu Besuch

... und zwar einen Management-Trainer, den ich beruflich und privat seit langem kenne. Bei und nach dem Mittagessen kam die Rede — wie sollte es auch anders sein — auf aktuelle Ereignisse, also auch (wenig verwunderlich) auf die Berichterstattung über den Germanwings-Absturz in den französischen Alpen. Meine These, die ganze Medienberichterstattung stimme von vorne und hinten nicht zusammen, wurde mit Kopfnicken quittiert. Und dann sagte mein Bekannter: »Hast du dir eigentlich das Video mit der Pressekonferenz des Staatsanwalts angesehen? Ist dir dabei was aufgefallen?« Ich wußte nicht recht, worauf er hinauswollte, und er schlug vor, sich das Video kurz anzusehen: 


Kurz nach 10:00 machte er ein Zeichen: »Paß' auf!« und dann nochmals bei 13:00. Und dann sagte er lapidar: »Ich mache Trainings für Manager, wie du weißt. Und dabei geht es auch um Körpersprache, was sie verrät und wie man die kontrolliert (was einem extrem schwer beizubringen ist). Und aus meiner Erfahrung heraus sage ich dir ganz intuitiv: der Mann sagt nicht die Wahrheit — oder wenigstens glaubt er nicht an das, was er sagt — was subjektiv allerdings auf dasselbe hinausläuft!«

Er erklärte mir, daß während des ganzen Videos jede Menge Gesten der Unsicherheit, des Unbehagens, der Verlegenheit zu erkennen sind, die bei einem Staatsanwalt, bei dem das Aufreten und Sprechen in aller Öffentlichkeit eigentlich das tägliche Brot sein muß (wie wollte er im Gerichtssaal überzeugend plädieren, wenn er das nicht könnte?) nur eines bedeuten können: er muß hier etwas vertreten, von dem er zumindest keineswegs überzeugt ist — oder sogar dessen Unrichtigkeit ihm völlig bewußt ist.

Im Gegensatz zu meinem Bekannten bin ich mit Körpersprache nicht so bewandert — aber als ich das Video nochmals durchlaufen ließ, war mir schon klarer, was mich daran beim ersten, uninformierten Ansehen gestört hatte. Tipp an die Leser: drehen Sie einfach den Ton ab uns sehen Sie sich's an. Sie werden verblüfft sein, wie deutlich das Gefühl »Daran glaubt der doch selbst nicht, was er das sagt!« zu merken sein wird (eine ganz brauchbare Einführung zur Entschlüsselung von Körpersprache finden Sie hier).

Ach ja, und was unsere Lügenpresse angeht: jetzt wird also eine Exfreundin aus dem Hut gezaubert, die sich erinnern kann, daß ... Wir können davon ausgehen, daß früher oder später auf einem Flughafenklo in Barcelona eine Kritzelei entdeckt werden wird (und aufgrund der DNS dem Copiloten zuzuordnen ist): »Ich lenke den Vogel ins Verderben weil ich depressiv bin«. Bei »Leichenteilen« hat man ja schon die DNS des Copiloten identifizieren können, und aus sicherlich zufällig von Felsen kratzbaren Blutspuren wird man sicher bald zweifelsfrei nachweisen können, daß der Copilot Medikamente im Blut hatte, oder so. Glauben muß man's halt ...

Aber blöderweise erklärt auch die DNS des Copiloten nicht, warum er zehn Minuten lang bloß ruhig atmete, ganz ohne letzte Worte in den Voice-Recorder zu sprechen — wenn er, wie das Bild-Mädel sich »erinnert«, doch angeblich sagte: »Eines Tages werde ich etwas tun, was das ganze System verändern wird, und alle werden dann meinen Namen kennen und in Erinnerung behalten« ... und dann soll er seine »famous last words« einfach auslassen?

Die DNS des Copiloten erklärt ebensowenig, wo die drei Mirage-Kampfjets abgeblieben sind (von denen Augenzeugen des Absturzortes unmittelbar danach berichteten), und was die feststellen konnten. Sie erklärt auch nicht, warum ein Augenzeuge, kurz nach dem Absturz interviewt, angab, ein rauchend-brennendes Flugzeug abstürzen gesehen zu haben.

Sie erklärt weiters nicht, warum ein Zerschellen an einer Feldwand einerseits keine deutlich sichtbare Spur hinterlassen hat (bzw. warum uns diese, wenn es sie denn gibt, in allen veröffentlichten Videos bislang vorenthalten wurde).

Sie erklärt nicht, warum die Überbleibsel des Flugzeugs und seiner Insassen kleinstverteilt »wie Konfetti« (© LaPenseuse) verstreut sind, wogegen in ähnlichen Fällen, in denen Flugzeuge wegen Nebels, eines Unwetters etc. gegen eine Bergwand knallten, die Trümmer weitaus größer waren — und warum es nicht zu einem massiven Brand bzw. einer Explosion wegen des austretenden Treibstoffs kam (bedenken wir, daß der Treibstoff größtenteils noch in den Tanks war — der Flug hatte ja erst begonnen!).

Sie erklärt ebensowenig, wieso bei einem massiven Sinkflug (bei dem, wie ein alter Flieger erklärte, die Passagiere kotzend und in Panik-Modus sich in den Sitzen verkrallt haben müssen) angeblich Schreckensschreie erst in den letzten Sekunden zu hören sind. Sie »erklärt« schlicht überhaupt nichts, außer (wenn's denn wahr ist) der Tatsache, daß der Copilot an Bord war. So what?!

Nochmals: auch ich habe keine Ahnung, was genau passiert ist (bzw. überhaupt passiert sein kann). Ich habe nur ein sehr starkes Gefühl, daß das, was man uns jetzt als Erklärung andient, »erstunken und erlogen« ist, wie man so schön sagt. Und deshalb frage ich mich: warum serviert man offensichtliche Desinformation statt Information? Das muß Gründe haben — und die sind allesamt recht unerfreulich:

1. Die Geilheit der Medien nach knalligen Schlagzeilen führt dazu, daß schnell ein »Ermittlungserfolg« gemeldet werden muß — egal ob er nun wahr ist oder nicht.

Fangen wir also beim vergleichsweise »harmlosesten« an: es wäre nach den Erfahrungen der letzten Jahre und in Anbetracht des alten Satzes »only bad news counts as news« durchaus denkbar. Bedrohlich wäre daran, daß sich die Politik und Justiz dazu hergeben, als gefällige Stichwortgeber für einen Medienhype herzuhalten.

2. Man vertuscht ein technisches Gebrechen.

Bspw. um das französisch-deutsche Projekt »Airbus« nicht gänzlich zu desavouieren. Da steckt viel Arbeit, Schweiß und Prestige drin, das will man nicht auf's Spiel setzen!

3. Man vertuscht einen Abschluß des Fliegers durch die Mirage.

Das wäre sowohl in der Variante »irrtümlicher Abschluß« denkbar (den Hollande derzeit im Wahlkampf eta so sehr braucht wie einen Nagel ins Knie), wie auch als »gezielter Abschluß«, weil ein unkontrollierter Flieger (bspw. wegen Fall 2.) eben runtergeholt werden muß — und das besser in menschenleeren Bergen, als z.B. über einer Stadt, aber derartige Klugheitsüberlegungen sich in der französischen Öffentlichkeit nicht gut machen — da hat man lieber eine Skandalgeschichte (betrifft eh bloß die »Boches«).

4. Man vertuscht eine gezielte Aktion von außen.

Das kann in einer ganzen Palette von Spielarten gedacht werden —

4.1. Beginnend mit einer gezielten Demütigung Merkels und Hollandes, die in der letzten Zeit in Sachen Rußland-Sanktionen nicht so recht spuren wollen, wenn die Falken in Washington gepfiffen haben. Denen knallt man einen Charter-Vogel ab (oder läßt ihn per Fernsteuerung abstürzen) um ihnen zu zeigen: »Glaubt bloß nicht, daß wir euch nicht jederzeit fertigmachen können, wenn wir's bloß wollen!«

4.2. Es wäre auch in Form einer »internen« Intrige (Geheimdienst[e] gegen Regierung[en] — hier wieder in vielen möglichen Kombinationen) vorstellbar.

4.3. Es könnte auch ein bloßer (beabsichtigter oder leider etwas »aus dem Ruder gelaufener«)  Testlauf gewesen sein, die Fersteuerung von großen Fliegern zu perfektionieren, weil man damit in künftigen »asymmetrischen Kriegen« punkten will.

4.4. ...?

5. ...?

Klingt alles bloß nach ... ... Verschwörungstheorie? Kann durchaus sein. Dann wäre ich nur dankbar für einen wirklich plausiblen Hinweis, warum ich die offizielle Story glauben soll, obwohl die hinten und vorne hakt und klemmt.


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P.S.: »Merkel / Hollande / BILD / die Staatsanwaltschaft X hat gesagt ...« ist für sich allein kein wirklich plausibler Hinweis.


Zwei etwas abgeschabte Bücher mit altersbraunen Seiten

... befinden sich in meiner Bibliothek: eine Taschenausgabe des »Zarathustra« von Nietzsche — und ein schmales Bändchen: »Auf den Marmorklippen«. Diese beiden Bücher begleiteten meinen Vater im Tornister durch seine Kriegsjahre an der Ostfront. Über den Zarathustra wird vielleicht bei Gelegenheit (z.B. am 25. August heuer, wenn ein »Halbrunder« ansteht, sonst eben in fünf Jahren, sub conditione Jacobæa) zu lesen sein — heute geht's um das andere Buch eines fürwahr »zeitlosen« Autors ...

Fast einhundertdrei Jahre sind es bei ihm geworden, und heute — lebte er noch — wäre er eben einhundertzwanzig Jahre alt. Ob der Bundesgauckler und die alternativlose frühere FDJ-Sekretärin aus diesem Anlaß auch kämen, ihn zu ehren? Vermutlich ja, denn die sind ja überall, wo sie Blitzlichtgewitter wittern. Weil wir schon beim Wittern sind — eine feingestimmte Nase hatte er zweifellos! Für Vergangenes ebenso wie für Künftiges.

Irgendwie steht er wie ein erratischer Block aus fremdem Gestein in der mittlerweile von Mollusken aller Sorten bewohnten Literatur-Schwemmlandschaft Deutschlands. Irgendwie ... ... französisch mutet er an mit seinem Stil, und seiner bisweilen preziösen Sprache. Dennoch: 999 von 1000 heutigen »Autoren«, die ihn selbstmurmelnd öffentlich verdammen, würden sich alle Finger abschlecken, wenn sie bloß einmal im Leben ein paar Sätze so gekonnt lapidar und einfühlsam hinschreiben könnten ... ... wie es sie auf fast jeder Seite von »Gärten und Straßen« gleich mehrere gibt.

Der Kenner der Literatur und dieses Blogs hat es längst erraten: die Rede ist von Ernst Jünger. Den — für die biographischen Detailinformationen — sonst obligaten Link auf die (deutsche) Wikipedia erspare ich mir (und meinen Lesern), denn abgesehen von »harten« biographischen Fakten, ist deren Artikel geradezu exemplarisch bloß eines: ideologischer Schrott (man vergleiche selbst den sicherlich nicht unvoreingenommenen Artikel auf Wikipédia damit, und man geniert sich für die deutsche Version ...)

Ernst Jüngers Lebenswerk (22 großformatige Bände inkl. der Supplemente) wirklich zu würdigen, ist auf einem Blog weder Zeit noch Platz — das erforderte wenigstens fünfzig Seiten (oder mehr). Deshalb nur einige wenige Andeutungen, was — zu dem obigen familiär-biographischen Grund — diesen Autor für mich so faszinierend macht.

Jünger ist der Prototyp eines »essayistischen« Autors (sein Erzählwerk ist bloß getarnte Essayistik!), und das ist in der deutschen Literatur so selten, wie in der französischen häufig. Er verbindet freilich französische Essay-Eleganz mit deutscher Gründlichkeit zu einem ebenso ungewöhnlichen, wie sprachlich faszinierenden Ganzen.

Freilich muß ich zugeben: meine Annäherung an Ernst Jünger erfolgte zunächst von der — wenigstens für mich — »falschen« Seite, nämlich über die Erzählwerke, nämlich »auf den Marmorklippen« und »Heliopolis«. Denn wenn ich auch von der kühlen, stilisierten Sprache beeindruckt war, so war mir doch alles viel zu sehr »hinter Glas« gemalt, als daß ich mich dafür wirklich hätte begeistern können.

Erst die Lektüre von »Gärten und Straßen« änderte das mit einem Schlag. Aufgelesen in einem Antiquariat, mit etwas Neugier durchblättert, las ich mich daran bald fest, insbesondere, weil jene Landschaft Nordfrankreichs, die Jünger darin bescheibt, von mir einige Jahre vorher selbst bereist worden war, und Jüngers Gedanken und Eindrücke einen faszinierenden Kontrapunkt zu meinen Erinnerungen spielte.

Endgültig gewonnen hatte er mich allerdings mit seinen »Annäherungen«, obwohl doch diese Analyse von Drogen im Selbstversuch mir als notorisch »unberauschten« Menschen (es sei denn, man zählte eine gelegentliche Zigarre oder das Glas Wein zum Mittagessen schon zum Suchtverhalten) eigentlich fern liegen müßte. Dennoch (oder vielleicht: gerade deshalb) war die Lektüre, welche Rauschzustände durch welche der geschilderten Drogen und mit welchen Manifestationen eintreten, so faszinierend.

Und so begann meine Reise durch Jüngers Tagebücher, angefangen bei den »Strahlungen« (deren erster Teil, »Gärten und Straßen«, bereits erwähnt wurde), bis hin zum vielbändigen Spätwerk »Siebzig verweht«.

Ernst Jüngers Stil kann leicht parodiert werden — die lakonische Apodiktik der Sätze eignet sich hervorragend dazu. Nur ist das ein Beweise für die Minderwertigkeit des Stils? Auch Rilke, Benn oder Hofmannsthal wurden (teilweise höchst gelungen) parodiert ...

Bis heute gilt Ernst Jünger als »umstritten«. Das wäre auch durchaus begrüßenswert, denn wer zu früh zum »Klassiker« stilisiert wird, pflegt dementsprechend bald ein »Archiv-Klassiker« zu werden, den man zwar in Lexika und Germanistikprüfungslisten mitschleppt, aber kaum freiwillig liest — »Wer wird nicht einen Klopstock loben ...« — nur ist »umstritten« ja in Wahrheit das Codewort für die faktische Zensur der Gutmenschen, die uns damit einen Wink mit dem Zaunpfahl gibt, was zulässigerweise in den Diskurs eingebracht werden darf, und was nicht. Und wer in diesen Kreisen Jünger zitiert, läuft schnell Gefahr, per Kontakt-Kontamination zum Unberührbaren abzusinken.

Jünger selbst hat das nicht mehr betroffen: sein durch Leserinteresse (auch aus dem Ausland, v.a. aus Frankreich) erfolgreiches literarisches Schaffen überstand den Versuch untergriffiger Schmähung und gezielten Totschweigens. Und irgendwann war Jünger einfach so unvorstellbar alt geworden, und seine unermüdlichen Gegner einfach weggestorben, daß sich jede Fehde erledigte. Die Nachkommen nahmen den erratischen Block in der Literaturlandschaft als naturgegeben hin, zumal auch  Jünger kaum von den Debatten und Zwistigkeiten des Literaturbetriebs Notiz nahm. Da klassifizierte er lieber Insekten oder Gräser — und wer die Eitelkeiten unserer Gegenwartsliteraten und ihrer Kritiker kennt, kann ihm nur rechtgeben ...


Samstag, 28. März 2015

Selbstmurmelnd alles nur Verschwörungstheorien ...

In all likelihood, the cabin crew of the ill fated GermanWings flight could simply have entered the cockpit at any time.  If the plane were programmed specially to disallow this normal capability of the Airbus320 series, the airline has failed to inform the public of this.
This information is “confidential” as it would be a theoretical aid to hijackers.  Problem is, there are no hijackers, only security agencies that seem to enjoy stealing planes, shooting them down or taking control of their guidance systems.  The hijack scenario makes for good TV and convenient cover stories where “dead men tell no tales” and crash scenes are always quickly secured and “seeded” as needed.
Our suicide story is just a new twist on an old tale.
In order to add to the explosion of information about the recent air event over France, we have done some simple research on the operation of the cockpit door of an A320.  We have published, below, the operations manual.  We also have the following language, taken from the flight crew manual used by Royal Jordanian Airlines, an organization kind enough to have passed this on:
Ident.: DSC-25-11-10-00001006.0001001 / 09 OCT 12
Applicable to: MSN 2649-3685, 4670-5367

A forward-opening hinge door separates the cockpit from the passenger compartment. It has three electric locking strikes, controlled by the flight crew. In normal conditions, when the door is closed, they remain locked. When there is a request to enter the cockpit, the flight crew can authorize entry by unlocking the door, that remains closed until it is pushed open.
When the flight crew does not respond to requests for entry, the door can also be unlocked by the cabin crew, by entering a two to seven-digit code (programmed by the airline) on the keypad, installed on the lateral side of the Forward Attendant Panel (FAP).
There are additional questions as to the possibility of a time delay that could disable the keypad, one that can be programmed by the airline itself but it not required and totally optional.
This would mean that it is likely, based on the level of informality at Germanwings, no delay was programmed into the keypad.  This would mean that the cabin crew, by this we mean flight attendants, would have the entry code for the cockpit and would most likely be able to enter at will even if the door were in the lock position.
There is a reason we are publishing this, information that previously was not allowed to be in public hands:
The moment, over 24 hours ago, it was mentioned that the “pilot” was “pounding and screaming,” in an attempt to enter the cockpit, this information became of vital public interest.  Additionally, as soon as the false information was released that air controllers were unable to contact the crew of the plane, it should have been mentioned that crew members have satellite phones available.
Rather than pounding on a door, the pilot might well have been on the phone asking NORAD to land the plane for him.
Wenn man diese informationen mit ein klein wenig Frage nach Plausibilität kombiniert, wird einem die offizielle Story immer weniger über den Gaumen wollen. Wenn einer natürlich aus Bequemlichkeit etwas schlucken will, auch wenn es höchst intensiv nach »red herring« schmeckt, dann kann man mit einem Appell an die Vernunft auch wenig ausrichten ...

Im Windschatten

... medial hochgekochter Katastrophenereignisse wird gehandelt. Es könnte durchaus sein, daß uns demnächst — ÜBERRASCHUNG! — der nächste Krieg ins Haus steht. Alternativlos.

Ukraine-Krise: Polen mobilisiert Reservisten “einfach mal so”

 

Angesichts der Krise im Nachbarland Ukraine hat Polen weitere Massnahmen getroffen, um seine Verteidigungsfähigkeit zu stärken. So haben über 500 Reservisten in den vergangenen Tagen eine Aufforderung erhalten, sich für mehrwöchige Übungen unverzüglich zum Dienst zu melden, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.
Der polnische General Bogusław Pacek versicherte, das habe nichts mit Säbelrasseln zu tun. Man sei auch nicht nervös, der Schritt sei für Polen nichts Außergewöhnliches und hätte keinen Bezug zur Krise in der Ukraine.  Alles nur Routine. Genau wie die US-Flottenmanöver im Schwarzen Meer und die Nato-Truppenbewegungen im Baltikum. Kein Bezug bestehe auch zu einer geheimen Militärunterstützung für ukrainische Milizenin der Ostukraine oder die vor einem Jahr auf dem Maidanplatz (Kiew) operierenden Scharfschützen, die für Paramilitärs überraschend gut ausgebildet gewesen seien. Weder Polen, noch die USA oder die Nato hätten damit irgend etwas zu tun gehabt.
 Nur kurz die Standardfrage gestellt: »Wollen die uns verarschen?«

Die Standardantwort darauf lautet: »Ja, wollen sie. Alternativlos.«



 

Freitag, 27. März 2015

Daß LePenseur »Neues Deutschland« zitiert, ist selten

Aber es kommt vor — z.B. heute. Aus gutem Grund:


Da kann man »tbl« nur beipflichten ...

Ist es pietätlos

... im Angesicht des Todes Gedichte zu zitieren — oder gar selbst eines zu verfertigen? Nun, manchen Sachverhalt kann man nur in gebundener Rede vorbringen, weil einem das Wort sonst zum ekelerfüllten Schrei gerät ...

Barcelonettes Sonett

S
chnell medial realitätsgeklittert
Steht fest längst (was in Wahrheit völlig offen):
Wir sind von einem Selbstmord tief betroffen,
Und deshalb auch — ganz Pietät! — erschüttert …

Es war KEIN Terrorakt (mahnt uns die Presse) —
Für die »Eliten« wär’ es doch fatal,
Wenn das gemeine Volk mit einem Mal
Nicht anstandslos, was man ihm vorsetzt, fräße!

Der Voice-Recorder liefert Atemzüge
Und Pochen an der Tür, dann Schreckensrufen —
Man kann dies deuten als … (rief jetzt wer: »Lüge«?)

Wie praktisch wäre doch ein Abschiedsbrief,
Wenn man ihn fände … käm’ ja wie gerufen! —
Der sparte Fragen, wie es wirklich lief …

Wer mit ansehen muß (beispielsweise auf n-tv), wie aus feist-dreisten Politrukfratzen und beflissen saturierten staatsanwaltlichen Bürokratenlarven flagranter Unsinn in spürbar erleichtert (hurra! Das System ist gerettet!) sich ergießenden Wortkaskaden verbreitet wird, weil man — mag die Absurdität der Beschuldigungen an die Adresse eines Toten noch so fühlbar, ja: geradezu greifbar sein — keine weiteren Fragen mehr zulassen muß, die höchstwahrscheinlich zu unwillkommenen (weil »nicht hilfreichen«) Antworten führen dürften, der kann nur ein Gedicht schreiben — oder unartikuliert losbrüllen über diese ganze verlogene Inszenierung.

Den Opfern des Absturzes gebührt Trauer, ihren Hinterbliebenen unsere Anteilnahme. Jedoch die offizielle Betroffenheitsposse, die ihre Erleichterung über eine blitzschnelle »Erklärung« nur höchst ungelenkt zu verbergen vermag, ist einfach widerlich.

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P.S.: wer wissen will, warum es trotz der uns mundgerecht servierten »Erklärung« der Systemmedien angezeigt wäre, den Fall weiter zu untersuchen, kann hier ein paar interessante Fragen und Hintergrund-Informationen hören. Und hier lesen.

Hundert notwendige Gedichte XXIV — Hölderlin


Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
   ..

Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.


Fast geniert sich LePenseur, dieses doch heute so wohlbekannte Gedicht Friedrich Hölderlins zu bringen. Sollte diese Serie nicht dem ihm wichtigen, doch eher weithin unbekannten Gedicht hoher und höchster Qualität gewidmet sein? Sicher, das war die Intention der »Hundert notwendigen Gedichte« — nur: so bekannt Hölderlins obiges Gedicht heute ist (d.h.: soweit überhaupt Gedichte im Allgemeinen und Hölderlin im Besonderen heute »bekannt« genannt werden können!), so unbekannt war es durch mehr als ein Jahrhundert nach seiner Entstehung — selbst von Hölderlin-Bewunderern unter die Produkte seiner Geisteskrankheit gerechnet, in Werkausgaben entweder ganz unterschlagen, oder doch in den Annex verbannt.

Und doch ist es einer jener Gedichte, die LePenseur, wie man so sagt, schon beim ersten Lesen »ins Herz trafen«, obschon er damals noch weit von der »Hälfte des Lebens« — selbst wenn ihn noch heute, was er nicht hofft, die Stunde schlagen würde — entfernt war.

Natürlich kann man dieses Gedicht analysieren, klügelnd interpretieren, in Kategorien zwängen — und hält dann einen sezierten Schmetterling in den groben Händen, dem die feinen Farbplättchen abgestreift wurden, und der damit einer ordinären Motte ähnlicher ist als dem bezaubernden Gaukelding, das über die Wiese schwebte ...

Der Leser möge entscheiden, ob ihm dieses Gedicht wert ist — und sei darauf hingewiesen, daß ein ganz anderes Gedicht zur Lebensmitte (die LePenseur, leider auch statistisch betrachtet, längst hinter sich gelassen hat ...) als nächster Eintrag dieser Serie folgen wird. Bis bald, also ...



Donnerstag, 26. März 2015

Was man nicht sagen sollte

Nach Merkels Meinung, na klar — nix mit Terrorismus. Und eigentlich überhaupt. Betroffen sein genügt. Alternativlos. Und nach Meinung der Lufthansa am besten nichts mehr ...

Bindung der Aufmerksamkeit weltweit - Ablenkung?

... lautet der Titel eines Postings im Gelben Forum (von sansharam, 26.03.2015, 16:32):
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, wir sollen hier alle abgelenkt werden vor weitaus wichtigeren Dingen, die gerade geschehen.

Während die ganze Welt auf das - weltpolitisch - doch eher nebensächliche Ereignis Flugzeugabsturz schaut, bläst die USA zum atomaren Erstschlag und Russland warnt eindringlich davor, daß die USA tödliche Waffen in die Ukraine liefern und die Ukraine als militärischen Verbündeten der USA einstufen.

Ausserdem war ja doch noch was mit dem Economist "The World in 2015", erinnert Ihr Euch? Da war ein Hinweis auf den 29.03.2015.

Ist wie gesagt "nur" ein Gefühl, doch es macht mich schon stutzig, daß in den Medien und auch hier im Gelben Forum fast nur noch der Absturz thematisiert wird.
Das Gefühl könnte schon irgendwie hinkommen ...

Klappe zu, Vogel tot ...

Schön langsam wird's bunt. Ein Pilot geht aus dem Cockpit (vermutlich aufs Häus'l) und kommt dann nicht wieder rein, der andere Pilot stellt auf Autopilot und steuert den Vogel gegen die Bergwand und kostet das Crash-Feeling so richtig aus (8 Minuten! — warum eigentlich nicht 11 Minuten? Das verriete immerhin Coelho-Kenntnisse ... komm, kleiner Tod ...). Und rundum sprießen die Theorien, mehr oder weniger gewagt ...

Abseits aller Theorien läßt sich schon eines mit großer Wahrscheinlichkeit vermuten: es wird kein »Unfall« gewesen sein, denn das mit der nicht öffenbaren Cockpit-Tür ist schon ein recht eindeutiges Indiz! Bleibt nur entweder ein geradezu kriminelles Totalversagen des Piloten (was bei acht Minuten irgendwie auch schwer vorstellbar ist), oder Absicht. Diese kann hinwieder »rein« suizidal, oder aber »terroristisch-suizidal« gewesen sein.

»Rein« suizidal scheidet — bei Annahme eines nicht extrem masochistisch veranlagten Gemütes — eher aus, denn Menschen bringen sich (und, von mir aus: unter Mitnahme vieler weiterer Opfer) in der Regel schnell um: Kugel ins Hirn, Granaten-Sicherungsbügel abgezogen, Auto gegen Brückenpfeiler (oder in den Gegenverkehr), Fenster aufgemacht und gesprungen, Schlaftablette geschluckt — ach, der Möglichkeiten sind viele. Nur: 8 Minuten Sinkflug sind nicht »schnell«, sondern verdammt lange (wie einem ein simpler Zahnarztbesuch demonstriert)! Und der uns jetzt als mußmaßlicher Selbstmörder mit Massenmordneigung medial angediente Co-Pilot Andreas Lubitz sieht (obwohl ich eigentlich ungern psychologische Ferndiagnosen stelle) mir eher nicht nach Selbstmordkandidat aus. Und wenn jetzt in der Pressekonferenz verbreitet wird:
Der Co-Pilot hat kein einziges Wort gesprochen, nachdem der Kapitän die Kanzel verlassen hat, antwortet der Staatswalt Robin auf die Fragen der Journalisten. Er habe mit Vorsatz gehandelt - es habe keine Veranlassung bestanden, den Sinkflug einzuleiten, den Kapitän nicht in das Cockpit zu lassen.

 

Der Co-Pilot habe das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht und und so zerstört, sagt Robin.
 ... dann frage ich mich: wie psychologisch plausibel ist das denn? Keine letzten Worte, keine Erklärung, kein Gestammel, nicht einmal in den letzten Sekunden — einfach acht Minuten Schweigen? Das soll plausibel sein? Oder: konnte oder wollte er vielleicht nicht mehr sprechen? Dann sind wir freilich schon bei der nächsten Variante ...

Also: »terroristisch-suizidal« als wahrscheinlichste Variante. Womit noch freilich noch nicht geklärt ist, welche Terroristen es waren. Hier sind wieder verschiedene Varianten möglich:

1. irgendein verrückter Musel (als [Co]-Pilot getarnt) hatte Sehnsucht nach 72 Jungfrauen (und ein angeblicher Herr Lubitz wurde nur zur Beruhigung des Publikums aus dem Hut gezaubert):

Möglich wär's, und könnte erklären, warum unsere Politruks, die der Bevölkerung nicht gerne erklären wollen, daß die radikalen Museln — wie von ihnen ja mehrfach angekündigt — Amok laufen, jetzt so auf low profile unterwegs sind. Aber besonders groß ist die Wahrscheinlichkeit eher nicht. Als Piloten bei Germanwings werden wohl eher kaum die klassischen Zauselbart-Salafisten & Co. angeheuert. Und Pilot einer Linienmaschine wird man ja auch nicht im Schnellsieder-Verfahren, sondern nach durchaus langer Ausbildung. Und das ist überlicherweise nicht der Weg, den heißblütige Orientalen bzw. gehirngewaschene Konvertiten beschreiten. Zu lang, zu mühsam.

2. irgendein verrückter Geheimdienst wollte damit was bezwecken:

Damit sind wir schon bei der nächsten Weggabelung: welcher Geheimdienst wollte was bezwecken?

2.1. Fragen wir zunächst: welcher?

2.1.1. Ein Geheimdienst handelsüblicher (Nordkorea) oder auch neuerfundener (d.h. Putinland) Schurkenstaaten ... haha, kurz gelacht! Das traut sich vermutlich nicht einmal die Springerpresse zu behaupten. Welchen denkmöglichen Grund hätten Kim oder Putin, einen Zivilflieger mit Otto-Normalverbrauchern in die Alpen zu bohren?

2.1.2. Ein Geheimdienst eines radikalen Musel-Staates: vielleicht schon eher vorstellbar, aber auch irgendwie unplausibel. 

2.1.3. Und welcher sonstige Geheimdienst fiele uns noch ein? Es müßte wohl ein an Ressourcen und Erfahrung und Befähigung reicher Geheimdienst sein (also nicht gerade der österreichische☺ ...). Wer käme denn da in Frage ...? Mal nachdenken ...

2.2. Und was sollte für die der Zweck der Übung sein?

Da gibt's eigentlich (außer ein bislang völlig unbekannter hochrangiger Macht-/Geheimnisträger war an Bord, welcher ausgeschaltet werden sollte) nur eine Möglichkeit: ein Geheimdienst, der damit an Eingeweihte eine (Droh-)Botschaft übermitteln wollte. Mit einem Wort: ein ressourcenreicher Geheimdienst, der eine Regierung eines betroffenen Staates zu einem bestimmten Tun oder Unterlassen bestimmen wollte.

Und wenn 2.2. im Zusammenhang mit 2.1.3. geprüft wird — welche Geheimdienst bleiben dann übrig? 

Nun — beenden wir das grausame Spiel! LePenseur möchte auch noch mal auf Urlaub fliegen (zwar nicht nach Barcelona oder Düsseldorf, aber doch so prinzipiell ...).

Klappe zu, Vogel tot ...

Kollege Geistbraus wird vermutlich rotieren

... aber das muß er einfach aushalten. Der 90. Geburtstag von Pierre Boulez veranlaßt LePenseur, ein paar Ohrwürmer des Jubilars der Würdigung seiner Leser anzuempfehlen. Fangen wir gleich mit einem frühen Werk, der Klaviersonate Nr. 1 (aus 1946) an:


Es wird sicherlich psychologisch nicht uninteressante Gründe dafür geben, warum Musik dieser Art nach der Katastrophe zweier Weltkriege überhand nahm, und warum es sogar (wenige, aber doch) Menschen gibt, die sich sowas freiwillig anhören. Nun gut — LePenseur ist da tolerant, denn sein Musikgeschmack wird einem Funk-, Heavy-Metal- oder Musikantenstadel-Fan vermutlich auch eher unnachvollziehbar bleiben. Dennoch: es bleibt auf LePenseurs Gaumen ein seltsamer Nachgeschmack von »Nora, the Piano cat could make this as well« ... doch heiter weiter zu einem Kammermusikwerk aus dem Jahre 1984 — »Dérive I«:


Eine recht gute Untermalung für einen Krimi der film-noire-Sorte gäben die »Notations I - IV«, ein Orchesterwerk aus 1978-80, ab:


Mancher Adept der modernen E-Muse mag jetzt angewidert den Kopf schütteln ob der geringen Begeisterung, die für den Komponisten Boulez von LePenseur  aufgebracht wird. Das hindert diesen aber nicht daran, den Dirigenten Boulez höchst wertzuschätzen. Und (zur Versöhnung der durch obige Beispiele genug gemarterten Ohren der geneigten Leserschaft) mit einer (von der Aufnahmequalität zwar nicht berauschenden, aber interpretatorisch gelungenen) Interpretation der 7. Symphonie Beethovens mit dem New York Philharmonic Orchestra zu schließen:



Happy Birthday, Monsieur Boulez! 

Mittwoch, 25. März 2015

Ein Sittenbild

... aus der morastigen Justizlandschaft unserer alpinen Bananenrepublik entrollt sich dem staunenden (oder, vielleicht nicht einmal mehr staunenden!) Auge:

Causa Alijew: Oberstaatsanwältin vom Dienst frei gestellt


Rakhat Aliyev
Rakhat Aliyev / Bild: REUTERS 

Die Wiener Anklägerin wurde von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sie soll bei ihrer früheren Anwaltstätigkeit in der Lansky-Kanzlei zwei Kriminalisten zum Amtsmissbrauch angestiftet haben.
 (DiePresse.com)

Neue Brisanz kommt in die Fall Aliyev. Eine bei der Zentralen Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption (WKStA) tätige Anklägerin ist von ihrer beruflichen Vergangenheit eingeholt worden. Die Staatsanwältin ist Anfang März vom Dienst frei gestellt worden, bestätigte der Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft (OStA) Wien, Michael Klackl, einen Bericht der "Salzburger Nachrichten".
 Hier hilft eigentlich nur mehr das Statement der Kommentarposterin

Desire Streichl-Tuerk
24.03.2015 20:13

"Neue Brisanz kommt in die Fall Aliyev."
Fast richtig. Ganz richtig lautet der Satz selbstverständlich so: "In die Fall Aliyev nun kommen Brisanz ganz neue, Alder."
Dann nimmt man auch gefaßt zur Kenntnis, daß der oben abgebildete Ex-Diplomat sich in seiner Einzelzelle selbstmordenderweise mit faserlosen Mullbinden erhängt hat — denn an seinen Händen fanden sich bei der Obduktion keine Faserspuren.

Aber vielleicht hat er sich nach dem Erhängen auch einfach gründlich die Hände gewaschen. In aller Unschuld ...


Kurz bevor die Germanwings-Maschine am Dienstag in Süd-Frankreich abstürzte ...

... sahen Anwohner drei Mirage-Kampfjets in der Region, wie AFP meldete. Der Flieger 4U 9525 der Lufthansa Billigflug-Tochter war unterwegs von Barcelona nach Düsseldorf, als er dramatisch an Höhe verlor und schließlich in einem unwegsamen Berggebiet abstürzte. 
An Bord der verunglückten Maschine befanden sich 142 Passagiere, 2 Piloten und 4 Crew-Mitglieder, berichtete die Lokalzeitung "La Provence". Das Flugzeug verschwand um 9:39 Uhr in einer Höhe von rund 2000 Metern vom Radar. Kurz zuvor soll es einen Notruf abgesetzt haben.

Drei Kampfjets in der Region zu sehen

Der Bürgermeister der nahen Gemeinde Meolans Revel, Thierry Brown, sagt zur AFP-Reporterin Isabelle Malsang, dass zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Absturzes drei Mirage-Kampfjets in der Region beobachtet wurden:
„Das einzige, das uns auffiel, war der Überflug von drei Mirage-Kampfjets, die zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Absturzes mindestens dreimal vorbeiflogen.“
„Wir sind es gewohnt, täglich einen zu sehen, aber nie so viele gleichzeitig“, so Brown. Mirage-Kampfjets werden in Frankreich gebaut und von der französischen Luftwaffe geflogen. Sie werden von Frankreich aber auch in andere Länder exportiert. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Kampfjet-Sichtung und dem Absturz der Germanwings-Maschine gibt, ist unklar.
Keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht. Aber ob die offizielle Darstellung stimmt (oder nicht), weiß mittlerweile auch keiner — bei der Menge an Desinformation in unserer Lügenpresse kann man getrost vom Gegenteil ausgehen. Im »Gelben Forum« entwickelte sich zu dem Fall gestern nachmittags ein etwas kontroverser Thread. Wait and see, kann man jetzt nur sagen. Und, natürlich: herzliches Beileid den Hinterbliebenen der Absturzopfer.

Ein Bekannter, mit dem ich gestern abend sprach, meinte, daß im Gegensatz zu irgendwelchen Fliegern aus Südostasien, die so einfach verschwinden könnten, sowas in Europa sicherlich nicht unaufgeklärt bleiben könne, da sei der Druck der Medien und der Öffentlichkeit viel zu groß. Sein Wort in Gottes Gehörgang! — aber ich glaub' einfach nicht dran ...

Ist es ein technisches Gebrechen gewesen, wird von Airbus alles zu vertuschen gesucht werden, was sich nur vertuschen läßt, sonst kann sich der Hersteller dieser Vögel ebendiese rektal applizieren. Wer kauft ihm dann noch was ab ...?

Ist es kein technisches Gebrechen gewesen, dann stellt sich entweder — höchst wundersam — heraus, daß die pöhsen Russkis seit neuestem mit als Mirage getarnten Kampfjets fliegen (womit dann endlich, endlich der Kriegsgrund einer smoking gun gefunden wäre!), oder aber (falls dieses extra-saublöde G'schichtl sich den Leuten einfach nicht reindrücken läßt) es wird vertuscht, daß die Grande Nation irrtümlich einen Touristenflieger abgeschossen hat. Oder daß irgendwer in einer Geheimdienstzentrale die Fernsteuerung falsch bediente. Oder sonst so was. 

Erfahren werden wir's jedenfalls nie, außer es käme zu einer Revolution in Europa samt Neuauflage eines Nürnberger Tribunals — über die jetzt real agierenden Politruks. Wobei die Erfahrungen mit dem ersten Nürnberger Tribunal (bei dem bekanntlich deutsche Angeklagte auch als Täter des Katyn-Massakers verurteilt wurden) nicht dazu berechtigen, eine Neuauflage für erfolgversprechend zu halten ...

Wir leben in spannenden Zeiten, fürwahr! Was bekanntlich im Chinesischen als Fluch verwendet wird.

Dienstag, 24. März 2015

»Schweden: Die Vergewaltigungsmetropole des Westens«

... betitelt sich ein aufschlußreicher Artikel über eine skandinavische Form des Rinderwahnsinns, welche volkstümlich auch unter diversen Bezeichnungen wie »political correctness«, »Feminismus« und »Multikuli« bekannt ist:
40 Jahre nachdem das schwedische Parlament einstimmig beschloss, das vormals homogene Schweden in ein multikulturelles Land umzuwandeln, haben Gewaltverbrechen um 300 Prozent und Vergewaltigungen um 1472 Prozent zugenommen. Schweden ist inzwischen an Nummer zwei der Länder mit der höchsten Rate an Vergewaltigungen und wird nur von dem im südlichen Afrika gelegenen Lesotho übertroffen.
Bezeichnenderweise erwähnen die Berichte nicht die Herkunft der Vergewaltiger. Darüber hinaus muss man wissen, dass Einwanderer der zweiten Generation als Schweden gezählt werden.
In erstaunlich vielen Fällen haben die schwedischen Gerichte Sympathien für die Vergewaltiger gezeigt und Verdächtige freigesprochen, die behaupteten, ein Mädchen habe Sex mit sechs, sieben oder acht Männern haben wollen.
Der Internetradiosender Granskning Sverige hat einmal die Mainstreamzeitungen Aftonposten und Expressen angerufen und gefragt, warum sie Täter als "schwedische Männer" bezeichnet hatten, obwohl es sich in Wirklichkeit um Somalier ohne schwedische Staatsangehörigkeit handelte. Die Journalisten zeigten sich zutiefst beleidigt, als sie gefragt wurden, ob sie irgendeine Verantwortung fühlten, schwedische Frauen zu warnen, sich von bestimmten Männern fernzuhalten. Einer der Journalisten fragte, warum das in seiner Verantwortung liegen solle.
(Hier weiterlesen)
Nun nährt ja schon ein gelegentliches Ansehen von Wallander-Krimis den Verdacht, daß Schweden einen an der Waffel haben — aber die im obigen Artikel geschilderten Vorgänge lassen selbst bei im Umgang mit Vollidioten geschulten Sonderschulpädagogen alle Alarmglocken läuten. Besonders, wenn man dann noch folgendes pittoreske Detail aus der schwedischen Jurisprudenz erfährt:
Im Zusammenhang mit den vielen Vergewaltigungen, die auf dem Kairoer Tahrir-Platz während des "arabischen Frühlings" verübt wurden, rief Michael Hess, ein Kommunalpolitiker der Schweden-Demokratischen Partei, die schwedischen Journalisten dazu auf, sich mit der Sicht des Islams auf Frauen vertraut zu machen. Hess schrieb: "Wann werdet ihr Journalisten begreifen, dass das Vergewaltigen und Misshandeln von Frauen, die sich weigern, islamischen Lehren zu gehorchen, tief in der Kultur des Islam verwurzelt ist. Es gibt eine enge Verbindung zwischen den in Schweden verübten Vergewaltigungen und der Zahl der Einwanderer aus den MENA-Ländern [Middle East and North Africa]."
Diese Bemerkung brachte Hess eine Anklage wegen "Verunglimpfung ethnischer Gruppen" [hets mot folkgrupp] ein, was in Schweden eine Straftat ist. Im Mai vergangenen Jahres wurde er zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt – die Strafe wurde deshalb auf Bewährung erlassen, weil er nicht vorbestraft war. Gegen das Urteil wurde vor einer höheren Instanz Berufung eingelegt.
Michael Hess hat viele Jahre lang in muslimischen Ländern gelebt und ist mit dem Islam und seiner Sicht auf Frauen sehr gut vertraut. Während des Prozesses legte er Beweise dafür vor, wie das Gesetz der Scharia mit Vergewaltigung verfährt, und Statistiken, um zu zeigen, dass Muslime bei Vergewaltigungen in Schweden unter den Tätern stark überrepräsentiert sind. Das Gericht urteilte jedoch, dass Tatsachen irrelevant seien:
"Das Gericht [Tingsrätten] merkt an, dass die Frage, ob die Behauptungen von Michael Hess wahr sind oder Michael Hess als wahr erscheinen, für diesen Fall nicht von Bedeutung sind. Michael Hess' Äußerungen müssen nach ihrem Zeitpunkt und ihrem Zusammenhang beurteilt werden … Zum Zeitpunkt des Vergehens bezog sich Michael Hess weder auf bekannte Forschungen noch auf islamische Quellen. Erst im Zusammenhang mit seiner Anklage versuchte Michael Hess Studien und religiöse Schriften zu finden, die ihn unterstützen. Das Gericht stellt darum fest, dass Michael Hess' Äußerungen offensichtlich nicht Teil einer sachlichen [saklig] oder verlässlichen [vederhäftig] Diskussion waren. Michael Hess' Äußerungen müssen deshalb als ein Ausdruck der Geringschätzung gegenüber Einwanderern mit islamischem Glauben betrachtet werden."
Tatsachen sind irrelevant. Wie läßt Christian Morgenstern doch seinen Palmström so treffend schlußfolgern?
Weil, so schließt er messerscharf,
nicht sein kann, was nicht sein darf.

Corriger la fortune à la Suède, kann man da nur sagen. Irgendwie — und hier kann sich LePenseur eines Entgleisens in vulgärsprachliche Wendungen nicht enthalten, pardon! — verdienen diese radikal-feministischen Klemmvotzen (mitsamt ihren intimrasierten Sitzpinklern) es nicht anders, als von einer Gang von Musel-Männern rudelgebumst zu werden ...

Montag, 23. März 2015

»»Müssen Islam historisch-kritisch untersuchen««

Der Koran ist ein unerforschtes Buch, erklärt Adorján Kovács. Doch die zeitgenössische Islamwissenschaft tut wenig dazu, diesen Zustand zu ändern. Sie behindert die freie Forschung.

FreieWelt.net: Heutzutage wird wieder viel über den Islam geredet. Doch was wissen wir überhaupt über ihn?

Adorján Kovács: Da darf ich gleich etwas weiter ausholen. Wenn Sie mit »wir« Muslime und Nichtmuslime meinen, aber unter »Wissen« das von der kritischen Vernunft Erkannte, muss ich sagen: offiziell sehr viel Falsches, wirklich Gesichertes aber viel, viel weniger. Es gibt ja eine Unmenge an Literatur. Doch ist es sehr widersprüchlich, je nachdem, wem man Gehör schenkt oder was man unter Islam versteht: Islam als Identität, als politische Ideologie, als Glaube?

Schauen wir zunächst einmal auf das, was gläubige Muslime selbst über den Islam erzählen; man kann das heute im Internet zum Beispiel auf islam.de, der Webseite des Zentralrats der Muslime, nachlesen. Das ist fast immer ein, wenn ich so sagen darf, ziemlich unreflektiertes Narrativ; man liest die immer gleichen heiligen Geschichten. Da fällt zum Beispiel sofort auf, dass man angeblich über fast jeden Tag und sämtliche Verwandten und Bekannten im Leben des islamischen Propheten, also einer Person der Spätantike, Bescheid wissen will und das für historische Tatsachen hält. Außerdem fällt ein das gesamte private und öffentliche Leben durchsetzendes Regelsystem einer Gesetzesreligion auf, das Vorschriften bei Aktienerwerb und Leasing macht und auf Nasenbluten oder Kosmetika im Ramadan eingeht. Für Muslime ist also in fast naiver Weise alles klar und eindeutig – aber nur weil Entstehung und Regelsystem so gut wie nicht hinterfragt werden. Das sollte aber für einen modern denkenden Menschen kein akzeptabler religiöser Zugang mehr sein.
(Hier weiterlesen)
Ein aufschlußreicher Text, für den wir Prof. Kovács nur herzlich danken können — und ihm wünschen, daß er ihn überlebt. Nein, nicht der Text Prof. Kovásc (das wird er sicher), sondern ... na, Sie wissen schon ...

Sonntag, 22. März 2015

Überraschung!

Juncker legt uns allen ein Ei: ein — wenngleich verfrühtes, aber waschechtes — Oster-Ei sozusagen:

EU findet überraschend zwei Milliarden Euro und kann jetzt Griechenland retten




Die EU hat zwei Milliarden Euro in einem Entwicklungshilfe-Topf entdeckt und will mit diesem Geld Griechenland retten. Präsident Juncker spricht deshalb nun auch von einer humanitären Katastrophe in Griechenland. 
(Hier weiterlesen)
Will er uns verarschen? Aber, ja sicher! Was denn sonst! »Wenn es darauf ankommt, muß man lügen«, lautet das berühmte Zitat aus dem Mund des größenwahnsinnigen Landrats von Luxemburg. Sein Problem wird nur sein, daß sich immer weniger Leute so einfach verarschen lassen. Ein Kommentar zum Artikel in den Deutschen WirtschaftsNachrichten macht das deutlich:
Delinix sagt:

Griechenland hat am Freitag etwas mehr als 2 Milliarden Euro an seine Gläubiger überwiesen.

1,6 Mrd. € an die Piraeus Asset Management MFMC
350 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds
110 Mio. € an die EZB

WOHER kam dieses Geld???? Auch „gefunden“!

Rein ZUFÄLLIG deckt sich der Betrag, der überwiesen wurde, mit dem Betrag, den das neu konstruierte Entscheidungsgremium der EU völlig überraschend in einem Entwicklungshilfetopf aufgefunden hat.
Jetzt muss Tsipras sich aber beeilen um ein paar Euros zusammen zu kratzen, damit er so tun kann, als verteile er in GR die Wohltaten der europäischen Entwicklungshilfe.

In GR ist man hörbar erleichtert. Die Griechen sind sich nun sicher, die richtigen Leute gewählt zu haben. In den Medien hört man, dass man nun man nun keine Angst mehr zu haben brauche, es gehe sicher so weiter wie bisher und dank Tsipras & Co bleibe man im Euro.

Herr Juncker, ich möchte bitte auch nur EINEN der Bürger SEHEN, der sich darüber geärgert hätte, wenn die bewussten 2 Mrd. € NICHT ausgegeben worden wären. Ihre Behauptungen sind ohne jede Scham – aber Sie sind ja auch daran gewöhnt.
Wäre ich Juncker, stiege in mir jetzt schön langsam ein leichtes Belsazar-Feeling auf ...


 

Samstag, 21. März 2015

Liest man davon was in der Systempresse?

Selbstmurmelnd nicht — die Frage war auch rein rhetorisch gemeint. Gegenfrage: warum wundern sich unsere Systemmedien eigentlich noch darüber, als »Lügenpresse« tituliert zu werden, wenn sie derartige Meldungen dezent entsorgen?
Wurde die Ukraine-Krise nur angezettelt, um die Beziehungen von Deutschland und Russland zu stören? Diese Botschaft steckte in einer Rede, die George Friedman, Gründer und Vorsitzender des US-amerikanischen Think Tanks STRATFOR am 4. Februar hielt. Der Leiter des Stategic Forecasting Inc. sprach vor dem Chicago Council on Global Affairs über die geopolitischen Hintergründe der gegenwärtigen Ukraine- Krise und die globale Situation insgesamt.
Friedman brachte zum Ausdruck, dass die größte Angst der USA seit hundert Jahren eine funktionierende Allianz von Deutschland und Russland sei: „Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse war sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.“
Daß die Satrapenregierung in Berlin (und ganz besonders die unter der alternativlos erpreßbaren IM Erika — sowas muß ja für jeden US-Geheimdienst ein Schnäppchen sein ...) sich nicht trauen wird, gegen den Washingtoner Stachel zu löcken: na, darauf können wir freilich Wetten abschließen ...

Freitag, 20. März 2015

Bis auf den Schlampenstempel

... läßt sich an dieser jungen Dame, die angeblich auf den Namen »Lindsay Marie« hört, nun wirklich nicht ernstlich was aussetzen ...


Und, weil's so schön ist, hier gleich noch eine — weitaus züchtiger bekleidete — junge Dame, nämlich Hilary Duff:


Wie man sieht — eine Hilary muß ja nicht aussehen wie eine Hillary C... — na, lassen wir das! Ich will ja niemandem den Tag verderben ...

Donnerstag, 19. März 2015

Gastkommentar: Finde, bewerte und erkläre den Unterschied

von SF-Leser


Hogesa Demonstration am 26.10.14 in Köln

Siehe dieses und andere bekannte Bilder dazu:



Folge: Viele aufgeregte mit überschnappender Stimme sprechende Reporter und Politiker, runde Tische dagegen werden mit ernster Stimme gefordert. Sondersendungen im Fernsehen und alles andere weitere mögliche. Schaden an dem umgekippten Polizeifahrzeug: Wahrscheinlich durch Ersatz des zerstörten Seitenspiegels erledigt.


Heutige „Demonstration“ gegen die EZB in Frankfurt

Siehe dieses und andere leicht zu findende Bilder dazu:



Folge: Den Verantwortlichen wird Gelegenheit zu einer im Fernsehen übertragenem Pressekonferenz gegeben, trotz eines gewissen Unbehagens ob der Beschädigungen wird in den Medien mit größtem Verständnis für die nachvollziehbaren Anliegen der Demonstranten gesprochen. Usw.

Schäden: Wie gesehen mindestens vier ausgebrannte Polizeifahrzeuge, weiteres ist bekannt und auch noch zu erwarten ...

+++

Doch nun zu etwas ganz anderem:

Mal wieder eine Verschwörungstheorie?

Nein — nur etwas was mir auffiel. In unregelmäßigen Abständen, eigentlich immer verursacht durch einen größeren Unfall auf einer Autobahn, gibt es danach einen aufgeregt mit dem Zeigefinger wedelnden Artikel in einer Erziehungsjournalismuszeitung über Verhalten der Betreffenden also neuhochdeutsch das Gaffen. z.B. hier:
Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert, dass Gaffen ein eigener Straftatbestand wird. CDU und FDP wollen, dass die Schaulustigen konsequenter verfolgt werden. Auf der A57 sorgten Fahrer für einen Stau, weil sie einen Unfall filmten.

Immer wird das Verhalten als schlecht und störend für die Rettungskräfte und weiterhin als weitere Unfälle provozierend dargestellt.

Störend für die Rettungskräfte auf der anderen Fahrbahnseite? Wie das denn?? Behindernd durch langsameres Fahren? Nun erst mal kann ich nur so schnell fahren wie das Fahrzeug vor mir und eine gewisse Vorsicht durch langsames Fahren bei unklarer Lage ist wohl auch nicht ganz verkehrt.

Warum wird also der früher benutzte Begriff Schaulustige immer mehr durch den negativ beladenen Begriff Gaffer ersetzt? Warum wird die verständliche Neugier eines normalen Menschen auf das was nahe bei ihm passiert ist, als etwas schlechtes, als etwas was man sich abzugewöhnen hat, dargestellt? Sich ein eigenes Bild zu verschaffen, eine Sache zu verstehen, kann man doch immer noch am besten, wenn man das höchstselbst macht also tatsächlich mit eigenen Augen sieht.

Das ganze kommt mir immer mehr vor, wie ein weiterer Versuch nur noch Nachrichten, die über eine Journalistenkanal verbreitet wurden, als sozusagen zulässig erscheinen zu lassen.

Mittwoch, 18. März 2015

Die weißen Götter

Viele kennen diesen Titel. Nein, nicht von den »Göttern in Weiß«, unseren Ärzten, ist die Rede, sondern von dem berühmtesten Roman eines in den 1920er-Jahren zu Weltbekanntheit aufgestiegenen deutschen Kulturhistorikers, Ethnologen und Sprachwissenschaftlers — der, geboren heute vor 150 Jahren, also am 18. März 1865, in Moskau als Sohn eines deutsch-amerikanischen Großkaufmanns, nach vielfältigen Studien in Dresden und Berlin zunächst im Nebenberuf neben seiner reichhaltigen wissenschaftlichen Publikationstätigkeit in rauschender Wortpracht (und daher für unseren Literaturgeschmack inzwischen reichlich ungenießbare) symbolistische Dramen aus der Welt des Grals und der keltischen Mythologie verfaßte, bis ... ... ja, bis er eben jenen Roman schrieb, der als einziger bis heute untrennbar verbunden ist mit seinem Namen:

Eduard Stucken
 Die weißen Götter

Es ist dies der Roman von der Eroberung des mächtigen, und doch innerlich morschen Aztekenreiches durch ein wagemutiges Trüppchen Spanier unter Cortes (auf SPON Gutenberg-Projekt findet sich der ganze, zunächst in vier Bänden veröffentlichte, und in späteren Ausgaben meist in zwei Bände geteilte Roman — Band 1, Band 2). Und mehr als das. Geschrieben in den bis dahin düstersten Jahren Deutschlands seit über einem Jahrhundert, den Jahren unmittelbar zu und nach Ende des Ersten Weltkriegs (1918-22 erschienen die vier Bände), ist das Werk auch ein Sinnbild zerfallender Größe und vergeblichen Bemühens der Menschen. Ja, es ist schon irgendwie richtig, was der Wikipedia-Artikel über die Sprache Eduard Stuckens kritisch vermerkt:
Seine Prosaarbeiten sind geprägt von des Autors Hang zu Prunk und Exotismus sowie von einem zum Bombast neigenden Stil.  
Und doch trifft die Rüge hier daneben! Denn anders als in den — in der Tat allzu buntschillernd einherstelzenden — Gralsdramen, ist in den »Weißen Göttern« der Prunk und Exotismus notwendiges Stilmittel, uns Europäern die so gänzlich andersartige Kultur der Azteken auch nur irgendwie »begreiflich« zu machen! Schon der Beginn schlägt den Leser in seinen Bann:
Die Menschheit ist gefangen auf der Erde –: der blaue Äther ist ihre Kerkermauer.
Gefesselt an die Erde, gebunden ist die Menschheit. Ihre Gedanken sind die Gedanken der Erde, sie ist die Trägerin der Gedanken der Erde. Und sie trägt sich mit ihnen, als wären es Girlanden, als wären es keine lastenden Sklavenketten.
Oh, wenn wir die Ketten brechen könnten, das Gefängnis verlassen könnten! Jenseits der Kerkermauer – dem kristallenen Äther, der gewölbten Schädeldecke – sind andere Welten.
In Sternennächten lugen wir durch das Gitterfenster, ahnen und ersehnen. Und wohl spüren wir dann unsere grausige Kerkereinsamkeit, – ein Schiffbrüchiger auf kahler Klippe im Ozean ist nicht einsamer.
Seit uralters war es ein Menschheitstraum –: hinausfliegen ins All, den Fuß setzen auf einen anderen Planeten! Irdische Farben, Düfte, Klänge und Worte hinüberretten in die grenzenlose Welt! Außermenschliches schauen, miterleiden, miterleben! ... Überirdisch würde uns das Furchtbare dort sein, überirdisch auch das Schöne. (Unsere Blutsverwandten dort – sind sie vielleicht Schmetterlinge von betäubendem Schimmerglanz? onyxäugige Sphinxe vielleicht mit Luchsleibern und Mädchenantlitzen? buntschillernd gefiederte Harpyien vielleicht? oder sind sie übergroße, denkende, redende Blumen, ein zauberschönes, grausames Blumenvolk?) ...
Einst war die eine Erdenhälfte der anderen fremd wie ein ferner Stern. Da setzte Columbus den Fuß auf eine Neue Welt.
Doch er wußte es nicht. Stolz glaubte er, den Ostrand der Alten Welt erreicht zu haben.
Er sah keine buntgefiederten Harpyien-Menschen, kein schönes grausames Blumenvolk. Denn nur den Außenbezirk des seltsamen Erdreiches berührten seine Karavellen. Von der Inkaherrlichkeit und von den Pyramiden Mexicos kam ihm keine Kunde.
Auch nicht seinen Nachfolgern in der Statthalterschaft der Antillen. Ein Jahrzehnt lang hatten Vizekönige vollauf zu tun, die Insel Haiti zu pazifizieren – so nannte man die Ausrottung der armen Karaiben – und die zu vielen mißlebenden Abenteurer und Kolonisten vor Hunger zu bewahren. Entdeckungsfahrten aber und Freibeuterzüge nach dem Festland – im Norden und im Süden des Isthmus von Panama – scheiterten kläglich.
Doch nahe genug lagen die Wunderstätten, so daß ihr Glanz herüberglitzerte über die steilen Anden und Kordilleren und den Beutesuchern zum Bewußtsein kam. Sagenhaft erst und gleichsam symbolisch kündigte sich ein Goldland an. Gen Sonnenuntergang, hieß es, in einem See, in dessen felsiges Ufer Treppenstufen gemeißelt seien, bade allabendlich ein vergoldeter König. Jeden Morgen aber werde der nackte Mann mit Harz beschmiert und über und über mit Goldstaub und kleinen Goldplättchen bedeckt, so daß er für Tagesfrist wieder zum vergoldeten König – el Dorado – werde.
Unausrottbar setzte sich das Phantom des nackten vergoldeten Mannes fest in die Herzen aller Konquistadoren, schwebte ihnen vorauf, führte sie in Abgründe oder über Abgründe hinweg ...
Ein zweites Jahrzehnt ging dahin. Franziskaner- und Dominikanermönche stritten, ob die Indianer Menschen oder Sklaven seien. Bald gab es keine Indianer mehr auf Haiti.
Der letzte Statthalter Haitis pazifizierte daher Kuba, siedelte nach Kuba über. Nicht viele Indianer überlebten die Befriedung der Insel, und sie siechten in den Silberbergwerken dahin.
Die Silberbergwerke fraßen zu viele Indianer.
Sklavenraubzüge an den Küstenstrichen des Festlandes mußten Ersatz schaffen. Der Statthalter sandte drei Schiffe aus. Yucatan wurde entdeckt; doch mehr als die Hälfte der Schiffsbesatzung ging zugrunde, und die Ausbeute waren zwei armselige Sklaven.
Mehr Erfolg hatte ein späterer Raubzug. Sklaven zwar wurden nicht heimgebracht, dafür einiges Gold und die erste Nachricht von Mexico.
Freilich kaum mehr als der Name Mexico-Tenuchtitlan war, aus unverständlichen Reden der Küstenbewohner, den Weißen ans Ohr geklungen. Hätten sie in Erfahrung gebracht, daß die Stadt, befestigt inmitten eines Schilfsees, im Hochtal Anahuac siebentausendvierhundert Fuß über dem Meeresspiegel lag und daß das Hochtal, durch viele himmelnahe Kordillerenketten eingemauert, zwanzig Tagereisen von der Küste entfernt war – das Entzücken der beutegierigen Abenteurer, die Begeisterung für das zauberhafte Mexico wäre im Keime erstickt, und manche, die bald darauf Cortes auf seinem waghalsigen Freibeuterzuge folgten, hätten es für ratsamer gehalten, dem Phantom des nackten vergoldeten Mannes nicht nachzujagen.
So aber hatte man einen Namen erhascht und berauschte sich an seinem Wunderklang. Die Ahnungslosigkeit macht sieghaft. Ein Vierteljahrhundert nach des großen Admirals Entdeckung betraten Bewohner dieses alten Sternes ein Land, das sie fremdartig anmuten mußte wie ein anderer Stern im Weltenmeer.
Und auch uns mutet es so an, wenn wir das dahingeschwundene Reich betreten, durch seine zerstörten Tempel, durch seine versunkenen Paläste und Schloßgärten wandeln. Särge toter Völker sind die alten Chroniken – sie bergen Moder, Juwelen und tiefe Traurigkeiten.
Nein, es ist fürwahr kein hurrapatriotischer Kolonistenroman in mehr oder weniger exotisierenden Verbrämung (wie sie bis zum, und auch noch nach dem Ersten Weltkrieg zuhauf geschrieben wurden!), sondern ein tieftrauriger Roman um das vergebliche Haschen des Menschen nach dem Erfolg — oder eben dem, was er als »Erfolg« mißversteht ...

Und so spannt der Autor ein vielfältiges Panorama vor unseren Augen aus, das in all seiner lebensvollen Buntheit den Leser stets wie zitternd vor einem bevorstehenden Verhängnis in Atem hält. Allein die Fähigkeit, das — ohne den Leser zu ermüden — über hunderte Seiten zweier dickleibiger Bände durchzuhalten, ist schon beeindruckend! Der literarisch versierte Kenner möge mich nicht steinigen, wenn ich den gewagten Vergleich mit Ray Bradburys »Mars-Chroniken« wage — und, in der Tat, vieles in Stuckens Roman wirkt wie eine Vorahnung von »Science Fiction«, nur eben in die Vergangenheit gewendet! Das Mexiko der Aztekenzeit könnte nicht fremdartiger wirken als die Marsianer Bradburys. Und die »Entfremdung« schlägt auch auf die — oberflächlich betrachtet — erfolgreichen Eroberer um Cortes durch. Und der gewaltige Bogen dieses Epos' eines Unterganges, einer oft geradezu mutwilligen Zerstörung (jetzt nicht nur von Seiten der Spanier, wohlgemerkt), eines geradezu als »Todestrieb« zu charakterisierenden Zuges vieler Handlungen und Verhaltensweisen, endet mit Stuckens resignativen Zeilen, die den zweiten Band beschließen:
Die drei letzten Jahre seines Lebens verbrachte Cortes am spanischen Hofe, angefeindet, verärgert und verbittert.
Die mexikanische Göttin Ixcuinan, die Herrin der Lust und der Erde, verführte den Büßer Yappan. Als er sie umarmte, wurde sie zu Staub. Nichts, nichts behielt er von der Berückenden zurück als eine Handvoll grauen, sickernden Erdenstaub. 
 Nein, es ist wohl nicht bloß der Exotismus, der den Erfolg dieses Romans ausmachte. Der gehört eben notwendig dazu, so wie der spanische Hof zu Schillers »Don Carlos« (dem in einem Setting, sagen wir, eines schwäbischen Bauernhofes ja auch einiges an dramatischer Wirkung gebräche!) — aber das Entscheidende ist dennoch die Meisterschaft, mit der uns der Autor durch diese fremde Welt leiten kann, sie uns, wenn schon nicht nahe (ginge das denn?), so doch näher zu bringen weiß, bis wir in den fremden Mustern — uns selbst zu erkennen vermögen.

Mit keinem seiner anderen Romane hat Stucken diesen einen »Bestseller«-Erfolg wiederholen können, obwohl sie alle qualitativ hochstehend und von ihrer Handlung immer aufs neue fesselnd genannt werden können. Bei einem Roman, den ich als Student zufällig in der Bibliothek einer schon etwas sonderbar gewordenen, steinalten Tante entdeckte, welche ihn mir bei einem Abschiedsbesuch als Reiselektüre für die längere Bahnreise lieh, und den ich bei dieser Fahrt und der anschließenden Nacht im Hotel (ich glaube, es war vier Uhr morgens) »in einem Zug« auslas, bedauere ich seine fast völlige Verschollenheit besonders, denn es handelt sich wirklich um ein Meisterwerk: »Giuliano« — ein Roman aus der späten Medici-Zeit, ein Vexierspiel erster Güte, das einen in der Präzision seiner Abläufe an gleichzeitige Romane eines Leo Perutz erinnert, diese aber in der berauschenden Schönheit seiner Sprache doch weit überragt (erst in seinem letzten, posthum erschienenen Werk »Nachts unter der steinernen Brücke« legte Perutz ein einzigartiges Meisterwerk vor, das auch von der Schönheit der Sprache dem immer schon meisterhaft geführten Handlungsverlauf Perutz'scher Romane nicht bloß ebenbürtig ist, sondern sogar diesen noch übertrifft — aber das nur nebenbei bemerkt ...).

Auch Eduard Stucken ist — wie könnte es für einen Autor, der die Hitler-Zeit nicht im Exil (oder im KZ) verbrachte, oder doch wenigstens als, post-45, strammer Linker »geläutert« gelten darf, auch anders sein! — unserem Zeitgeist suspekt.
Im Oktober 1933 zählte er zu den Unterzeichnern des "Gelöbnisses treuester Gefolgschaft", einer an Hitler gerichteten Ergebenheitsadresse regimetreuer deutscher Autoren.
... vermerkt Wiki indigniert, und bedauert merklich, nicht mit gepfefferteren Enthüllungen aufwarten zu können, als mit einer Unterschrift unter eine ziemlich belanglose Liste. Wäre auch schwer möglich — denn wer nur einige Zeilen des Autors las, fände jeden Gedanken an seine geistige Nähe zum Nationalsozialismus einfach absurd.

Die symbolistischen Frühwerke sind auch in Zukunft wohl nur als literarhistorische Rarität zu bestaunen — lesen (oder gar aufführen) kann man sie wohl kaum. Immerhin: »Die weißen Götter« sind im Buchhandel noch erhältlich (antiquarisch gibt es das Werk natürlich ohnedies in einer Vielzahl von Ausgaben! Kaum ein Antiquariat, in dem man es nicht fände ...) — aber vielleicht entdecken einige der Leser dieses Blogs auch Stuckens zweites Meisterwerk, den »Giuliano«. Wert wäre er es allemal ...